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Ein Schland, ein Schrei: Leseprobe von “90 Minuten Südamerika” bei Spiegel Online – einestages –

18. November 2011 | von | Kategorie: 90 Minuten Leseproben, Blog

Ein Schland, ein Schrei Am 1. Juli 2011 wurde ein Text oder sagen wir eher eine Leseprobe von “90 Minuten Südamerika” bei Spiegel Online einestages veröffentlicht, da es eine Mischung zweier Geschichten ist. Am Wochenende stand der Artikel auch die ganze Zeit auf der ersten Seite bei Spiegel Online. Es freut mich natürlich, dass die dortige Redaktion Gefallen an der Story gefunden hat.

Kleiner Hinweis: die Überschrift und den einleitenden Text hat die Spiegel-Online-Redaktion verfasst. Ich habe während der WM nicht einmal selbst in eine Vuvuzela getrötet, aber wer mein Buch gelesen hat, weiß das ja auch.

Ein Schland, ein Schrei

Was macht der Fußball aus Menschen? M. S. war 1990 noch peinlich berührt, als Deutschland den Titel holte. 20 Jahre später trötete er in Vuvuzelas, bejubelte den legendären Sieg über England – und wurde auf einem Partytrip ins Land des Weltmeisters endgültig zum Patrioten…

Und hier könnt ihr den Text bei “Spiegel Online” weiterlesen

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Rezension des Monats

30. Januar 2011 | von | Kategorie: Blog

Leninplatz3
Es gibt ja schon einige Rezis zu meinem Buch “Mauergewinner”, doch noch immer kommen neue hinzu. Im Januar 2011 ist die folgende Rezension bei Sarahs Bücherwelt erschienen. Ich bekomme dort zwar keine fünf Sterne, dennoch hat sich Sarah sehr intensiv mit dem Buch auseinander gesetzt.
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Hier also die Rezension von Sarah:
Als 83er Jahrgang habe ich noch einige Erinnerungen an die getrennte Zeit und die Zeit nach der Wende. Durch Familie und Freunde, welche aus den neuen Bundesländern kommen, bin ich zudem mit dem Leben in der ehemaligen DDR vertraut. Ich war echt gespannt, wie diese alltäglichen Geschichten von Mark Scheppert geworden sind. Gerade bei eigenen Geschichten, hatte ich Bedenken, dass der Autor ins Jammernde verfällt. Gerade 20 Jahre nach der Wende hört man schließlich oft, wie viele ehemalige Ostdeutsche entweder noch jammern, wie schwer sie es im Vergleich hatten oder wie viel besser es noch war, als die Mauer vorhanden war.

In 30 Geschichten erzählt der Autor aus seiner Kindheit in der DDR. Alltag, Schule, sportliche Aktivitäten, Urlaube, Ferienlager, Konzerte, Familie und vieles mehr wird von ihm aufgegriffen. In einer hübschen Übersicht am Anfang des Buches konnte ich genau sehen, welche witzigen Themen mich während des Buches erwarten.

Wie jede Leseratte habe auch ich Bereiche, die ich gerne lese und welche die ich nicht so gerne lese. Biographien liebe ich, Kurzgeschichten können mich jedoch nur schwerlich erwärmen. Dieses Buch ist eine interessante Kombination dieser beiden Kategorien.

Alex1

Gleich zu Beginn fällt der lockere Stil von Mark Scheppert auf. Freundlich, offen und modern fängt er mit seinem ersten Erlebnis an. Es geht um eine Bahnfahrt zum Kleingarten und wie diese Bahnfahrt verkürzt wurde. Ich selbst habe als Kind auch Dinge während der Bahnfahrt gezählt, aber Wachhunde fand ich an dieser Stelle traurig, aber auch witzig. Diese Geschichte beinhaltete ein Erlebnis, welches erzählt wurde. Diese Umsetzung finde ich sehr gelungen. Ich habe einen Eindruck von der Situation, der Person, aber auch der Gefühlswelt bekommen. Leider behält der Autor diesen Aufbau nicht bei.
Zum Beispiel sucht er sich ein Thema wie Konzerte, die ersten Brüste, FKK-Strand oder Ferienlager als Oberbegriff. Mark Scheppert erzählt nun eine kleine Anekdote zum Beispiel über sein erstes Mal im Ferienlager. Wenige Sätze später ist er schon deutlich älter und so geht es bis zum letzten Ferienlager durch. Da sämtliche Sprünge durch Absätze gekennzeichnet werden, kam ich zwar nie durcheinander, aber ich konnte kaum eine Verbindung zu ihm und den Situationen aufbauen. Sein Erzählungen kratzen in meinen Augen sehr an der Oberfläche. Zwar lernte ich ihn und auch die DDR damit kennen, aber irgendwie fehlte der Tiefgang. Kaum ein Erlebnis wird farbenfroh und detailliert geschildert. Genauso wurden Fakten der DDR, wie zum Beispiel das Einkaufen nur in ein zwei Wörtern, wie zum Beispiel Einheitspreis, beschrieben. Klar, dass ich als „Wessi“ mehr über die damalige Zeit erfahren wollte. Hier wäre es einfach besser gewesen, wenn er sich wirklich nur auf ein prägendes Erlebnis konzentriert hätte und dieses lebendiger geschildert hätte. So erfahre ich zwar sehr viel, aber manchmal ist weniger besser.

Zudem wiederholt sich der Autor in verschiedenen Kapiteln wieder. Man merkt, wie stolz er ist, dass sein Vater sozusagen Jan Ullrich und Franzi entdeckt hat, aber eine einmalige Erwähnung hätte in meinen Augen gereicht. Das Problem ist einfach, dass er sich schon von Anfang an als Feigling, Schwächling und Sohn mit besonderen Beziehungen. Dadurch wirkt er stellenweise unsympathisch. Es sind dann solche Kapitel, wo er zum Beispiel an Konzertkarten kommt, die auf dem Schwarzmarkt 800DM wert wären, was zeigt, wie gut schon seine Kontakte sind. Aber auf der anderen Seite, wenn er etwas über seine Familie erzählt, wirkt er wieder als lieber Sohn, dass ich ihn sympathisch finde.

Winterbahn

Trotz dieser Sprünge und der gemischten Gefühle beim Lesen, konnte ich dieses Buch an einem Stück durchlesen. Wenn die oberflächlichen DDR-Aspekte mal nicht berücksichtigt würden, wäre es eine ganz normale Biographie über alltägliche Dinge, einer Kindheit,wie es weltweit sein könnte. Die ersten Erfahrungen mit Alkohol, Zigaretten, Mädchen, Schulalltag, Familiengeschichten, Aufbesserung des Taschengeldes und vieles mehr. Es ist nett zu lesen, unterhaltsam, aber kein Bestseller. Die DDR-Aspekte sind wie gesagt, leider sehr oberflächlich. Er geht auf Kontaktsperre, Diplomatenstatus, Öffnung der Grenzen, Raritäten der DDR, Jobsituation, Schule und vieles ein. Darüber schwebt aber stets der Status der Eltern. Neubausiedlung, TV, Trabbi, bessere Jobs und Geld.

Nachdem ich diese Lektüre aus der Hand gelegt hatte, war ich echt lange darüber am Nachdenken. Ich kenne durch Verwandte live die abgenutzten Plattenbausiedlungen, weiß wie schwer es Leute ohne Status hatten. Diese Aspekte werden zwar angesprochen, aber manchmal klingt es abfällig, wie zum Beispiel die Ferien bei seiner Oma. Plattenbau, Plumpsklo und gleich ist es schlecht. Für viele war dies jedoch normal. Aber ist es jetzt wegen dieser Argumente ein schlechtes Buch? Definitiv nein. Es ist eben sein Leben und mit jeder Zeile merkt der Leser, dass Mark Scheppert so mit seiner Kindheit und Jugend in der DDR auffrischen, aber irgendwie auch abschließen will. Genauso ist der Vorteil an diesem Werk, dass es an dem eingangs erwähnten Gejammer mangelt. Für mich ein klarer Pluspunkt. Deswegen kann ich das Buch auch empfehlen.

Durch die vielen Sprünge und den oberflächlichen Stil fehlt es den Kurzgeschichten an Farbe. Sie sind jedoch leicht, locker und unterhaltsam, wofür ich gerne drei Sterne verteile.

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Mauergewinner im Film

23. Januar 2011 | von | Kategorie: Blog

Cover vorn
Heimat – ein deutsches Wort, mit einer langen und bewegten Begriffsgeschichte. Es ist ein großes Phänomen mit vielfältigen Deutungsmöglichkeiten und interessanten Bedeutungszusammenhängen. Ist Heimat ein Ort oder ein Gefühl? Das Sich-zu-Hause-fühlen oder emotionale Geborgenheit? Welche Faktoren bedingen und bestimmen Heimat?
All diese Frage beantwortet der Film Heimatfreunde.
Auch ich komme darin mit meinem DDR-Buch “Mauergewinner” zu Wort. Einen kleinen Ausschnitt könnt ihr : hier sehen

Cover hinten

Der Film kann zum Preis von 10€ (zzgl. 3€ Versandkosten) käuflich erworben werden. Hierfür bitte unter folgender Emailadresse direkt Kontakt mit Carolyn Zeck aufzunehmen:
carolyn_zeck@yahoo.de
Mehr Infos: Hier

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Autor des Monats

28. Dezember 2010 | von | Kategorie: Blog

915 nase3Da ich mich in den letzten Monaten sehr intensiv mit meinem neuen Buch beschäftigt habe, hatte ich völlig übersehen, dass ich bei Pervan.de zum “Autor des Monats November” gekürt wurde. Ganz ehrlich: das macht mir ein wenig Mut, dass mein neues Werk – welches ja eher eine Art Reiseroman werden soll – nicht vollkommen sinnfrei ist. Pervan.de ist eine Onlineplattform, auf der Privatpersonen ihre Urlaubs- und Reiseberichte einstellen können – insofern passt das schon. Vor einigen Jahren hatte ich dort ein Tagebuch unserer Weltreise eingestellt. Hier geht´s zu meiner Pervan-Seite und das ist mein damaliger Weltreise-Blog.

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Putzpulver

15. August 2010 | von | Kategorie: Blog

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Für meine letzte “Baseball-Geschichte” auf Spiegel Online habe ich ja ganz schön Putzpulver von einigen Lesern bekommen. Zumindest an dieser Stelle mal eine kurze Äußerung dazu. Gerade diese Geschichte kann man vielleicht nur verstehen, wenn man die – im Buch direkt darauf folgende – Story “Grüne Kotze” über das GST-Lager in der 11. Klasse liest.

Auszug…”in nur zwei Wochen zerbrach ich fast an dieser alltäglichen Schikane. Zum ersten Mal in meinem Leben war ich richtigen Vorgesetzten ausgesetzt gewesen. Weder die Eltern noch die Lehrer konnten einen doch wirklich zu irgendetwas zwingen. Noch nie zuvor hatte ich innerhalb kürzester Zeit so viele Dinge gemacht, die ich niemals freiwillig getan hätte. Mir wurde bewusst, dass das komplette weitere Leben nach dem Abitur aus solchen Kompromissen und Strafarbeiten bestehen würde, um beruflich in diesem System voranzukommen. Das Lager war ein bitterer Vorgeschmack dessen. Politische Diskussionen wurden strikt unterbunden. Man durfte nur reden, wenn man gefragt wurde, und dies nur in einem bescheuerten DDR-Armeeslang. Niemand durfte das Lager verlassen. Wir waren nicht nur Gefangene in diesem Lager, sondern in unserem eigenen Land. Der Umgang mit einfachen jungen Abiturienten, die eigentlich gerade ihre Sommerferien hatten, ließ mich erschaudern und Angst vor der Zukunft in meiner Republik bekommen.”

Es war also später alles gar nicht mehr so unbeschwert und lustig…und vielleicht spürt der eine oder andere Leser ja, dass sogar ich das irgendwann kapiert habe.

Hier der betreffende Spiegelartikel

Mein DDR-Buch “Mauergewinner” kann man u.a. bei >amazon.de beziehen.


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Seite des Monats August

5. August 2010 | von | Kategorie: Blog

Töppen-klein
Nach meiner Dresden-Story auf Spiegel Online hat mir gleich ein Olaf geschrieben, dass er ne Rezension auf seiner Seite “www.ostfussball.com” zu dem ollen DDR-Buch geschrieben hat. Coole Aktion, coole Seite – und vor allem erstmals eine Meinung aus der Fußball-Szene.
…wie schrieb ein Verlag, der mein Manuskript ablehnte: “Ist uns nicht literarisch genug.”

Genau!

Hier noch´n paar Rezis zu meinem Buch

498 ich strand

Hier kann man mein DDR-Buch “Mauergewinner” auch beziehen.

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SPIEGEL ONLINE

21. Oktober 2009 | von | Kategorie: Leseproben, Mauergewinner Leseproben
    Bei Spiegel Online – einestages – gibt es mehrere Leseproben vom Mauergewinner – dort auch mit den entsprechenden Bildern.

anikas_b

Was finden diese Ossis nur an FKK? Mark Scheppert verbrachte selbst einige Urlaube seiner Jugend an der Ostseeküste

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