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Australien gegen Deutschland beim Confed-Cup 2017 in Russland

16. Juni 2017 | von | Kategorie: Aktuelles, Blog

Zum Conved-Cup 2017 in Russland haben wir eine Tipprunde gegründet, damit wir das (mit Sicherheit ziemlich langweilige Turnier) nicht ganz so öde finden. Es geht also wieder um einen Jackpot – und dazu fällt mir eine Geschichte ein, die zum ersten Spiel der Deutschen gegen Australien passt, oder auch nicht – egal …

“Als Kinder träumten Benny und ich in unserem Neubaublock in Ostberlin oft von Australien. Wir hängten uns sogar eine große Fahne über das Bett und wünschten uns, einmal im Leben so weit reisen zu dürfen. 2006 – viele Jahre nach Benny – erfüllte ich mir mit Sylvie endlich diesen Traum. Wozu eine Weltreise doch alles gut sein kann! Nur wegen meiner „Erfahrungen“ hatte ich danach einen Job bekommen, der jährlich eine dreiwöchige Dienstreise nach Down Under beinhaltete. Anfang des Jahres übermittelte mir mein Boss den nächsten Termin: Juni 2008.

Am Tag des Viertelfinales Deutschland gegen Portugal, fährt mich Sylvie um 19 Uhr zum Flughafen. Mit hinein kommt sie nicht – schließlich will sie noch einen guten Platz im „Rockz“ bekommen. Heute trifft sich die komplette Tipperrunde in unserer Stammkneipe. Im Gegensatz zu den, in Vorfreude auf das Match, gefüllten Straßen gleicht der Flughafen Tegel einer Geisterstadt. Noch nie habe ich den Parkplatz so verlassen gesehen. Nur ein einziger Inlandsflug ist an der Abflugtafel für die Zeit des Spiels aufgelistet. Meiner. Im Wartebereich steht ein Fernseher, doch der zeigt Nachrichten auf n-tv. Wütende Reisende kriechen unter den Apparat und versuchen, auf einen anderen Kanal umzuschalten. Kurz nach Anpfiff haben wir endlich den Typen mit der Fernbedienung gefunden und sehen unsere Jungs über den Platz flitzen. Genau in diesem Moment wird zum Boarding aufgerufen. Ich reihe mich ein und denke daran, dass ich über Göte bei jedem Spiel an Karten heran gekommen wäre. In Wien sogar mit Hotel. Betröpfelt drücke ich einer Frau meinen Boardingpass mit falschem Flugziel in die Hand.

Am Eingang zum Flieger frage ich die Stewardess, ob denn der Kapitän die Zwischenergebnisse durchsagen würde. Sie ruft ins Cockpit: „Sagst du die Ergebnisse durch?“ Eine leicht tuntige Stimme fragt zurück: „Welche Ergebnisse?“ Verstört lasse ich mich auf meinen Platz fallen. Als eine der letzten Passagiere kommt eine aufgeregte ältere Dame ins Flugzeug gerannt. „1:0 für Deutschland durch den Schweinsberger!“, brüllt sie. Ich könnte heulen vor Wut. „Schweinsteiger!“, schreie ich überraschend laut zurück. Als wir in Frankfurt landen und ich den Ankunftsbereich betrete, höre ich nur noch den Schlusspfiff. Das Spiel war 3:2 ausgegangen und ich hatte kein einziges Tor gesehen.

Nach meiner Ankunft in Australien finde ich im Internet heraus, dass es den irischen Bezahlfernsehsender „Setanta“ gibt, der in einigen Städten auch in bestimmten Kneipen zu empfangen sei. Meine letzte Hoffnung das gigantische Halbfinale gegen unsere türkischen Freunde doch noch live zu verfolgen.
Der Taxifahrer in Brisbane empfiehlt mir, es in einem englischen Pub zu versuchen, da dort zuletzt ziemlich viel los gewesen sei. Am nächsten Morgen laufe ich frierend durch die Straßenschluchten der schlafenden Metropole zum „Pigs N Whistle“. Nach und nach tauchen aus den Seitenstraßen weitere müde Zombies auf. Zu meiner Erleichterung tragen die meisten, wie ich, ein Deutschland-Trikot. Rechtzeitig vor Anpfiff um 4:45 Uhr Ortszeit bekomme ich einen guten Platz. Auch dutzende Türkei-Anhänger sind hier, doch die Stimmung ist friedlich. Um diese Uhrzeit wird auch im „Traditional British Pub“ kein Bier mehr ausgeschenkt.

Bis zur Mitte der zweiten Halbzeit bleibt es, obwohl die Bar jetzt brechend voll ist, relativ ruhig. Doch dann geschieht das Unglaubliche. Beim Stand von 1:1 fällt plötzlich das Bild aus. Einige Leute rufen entsetzt zu Hause an und erfahren, dass auch dort nur Schnee auf dem Bildschirm zu sehen wäre. Doch in Australien gibt es keinen Bela Rethy, der das Spiel in Radiomanier weiter kommentiert. Endlich taucht das Spielfeld wieder auf, aber ein Zwischenstand wird nicht eingeblendet. So sehen ich und die gut hundert anderen Leute erst nach einem ins Aus geschlagenen Ball die Wiederholung von Kloses 2:1. Wir können es gar nicht glauben. Erst als der Reporter das aktuelle Ergebnis bestätigt, liegen wir uns in den Armen. Frenetischer jubeln nur die australischen Türken beim Ausgleich fünf Minuten vor Schluss – doch das 3:2 von Lahm entflammt uns erneut für Deutschland. Schlusspfiff – Brisbane brennt! Ab 7 Uhr wird wieder Bier ausgeschenkt. Ein tobender, schwarz-rot-goldener, Mob verstört nach Spielende die Menschen auf ihrem Weg zur Arbeit. Die meisten haben ein wenig Angst vor uns.
Fußball ist natürlich mein Thema im Taxi, als ich am nächsten Tag zum Flughafen fahre. Auch der koreanische Fahrer ist von unserem Team schwer begeistert. Fast im Sekundentakt drückt er seine Begeisterung aus, indem er wiederholt ruft: „Ballack. Oh my god!”, „Podolski. Oh my god!“, „Sneileger. (vermutlich Schweinsteiger) Oh my god!“ Erst als ich aussteige, fällt ihm scheinbar wieder ein, wer unser Finalgegner sein wird, und er brüllt mir hinterher: „Spain. Oh my god!“

Seit der WM 1994 tippe ich immer auf Spanien als Titelträger. So auch dieses Mal. Doch bisher hatten sie immer kläglich versagt. Um unsere Tipprunde sicher zu gewinnen, müsste ich nun auch im Finalspiel auf sie setzen. Gegen Deutschland! Zum ersten Mal verstehe ich die Leute, die grundsätzlich patriotisch tippen. Was soll ich machen: Herz oder Verstand?

Ich komme zu spät in den tropischen Norden nach Cairns. Der örtliche Irish-Pub zeigt das Spiel nicht live und es bleibt nun auch keine Zeit mehr für Recherchen. Doch ich habe „Setanta“ auf dem Zimmer. Halb fünf klingelt der Wecker. Unsere Mannschaft spielt schlecht und Torres schießt das einzige Tor. Spanien ist Europameister 2008.
Eine halbe Stunde nach Abpfiff steige ich, noch immer ein wenig bedrückt, aus dem monströsen Pool und gehe zu meiner Liege. Unter dem Deutschland-Trikot, das ich auch allein im Zimmer getragen hatte, liegt mein Handy. „Eine neue Nachricht.“ Jenna, der das Spiel, zusammen mit unserer Tipprunde, 20000 Kilometer entfernt geschaut hatte, schreibt: „Du hast den Jackpot gewonnen. Verräter!“
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Zum Nachlesen bei Spiegel Online
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Zum Weiterlesen: “90 Minuten” von Mark Scheppert
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Auf Tante Käthe

30. November 2014 | von | Kategorie: 90 Minuten Leseproben, Blog

FreiheitIn einer unglaublich kurzen Zeit hatten wir ausgerechnet dem Erzfeind etwas ganz Wichtiges beigebracht. Ich sehe nur in glückliche, freudestrahlende Gesichter. Allein dafür haben sich die Strapazen gelohnt!

Der „Camino Inka“ ist die Gesamtheit der angelegten Straßen und Wege, welche die Inka in ihrer Herrschaftszeit in Südamerika errichtet hatten. Das bekannteste Teilstück und zugleich Südamerikas berühmteste Wanderung befindet sich in Peru.
Von Cusco mit dem Zug kommend, ist der „Inka Trail“ zwischen Kilometer 88 und der Ruinenstadt Machu Picchu eine 4-Tagestour für wagemutige Entdecker; zwischen Kilometer 104 und dem „Alten Gipfel“, etwas für Leute mit weniger Zeit und Ausdauer. Alle Weicheier fahren mit dem Zug bis zur Endstation.
Melli und Doro hatten uns noch in der Heimat erzählt, dass dieser Weg das absolute Highlight ihre Südamerikatour gewesen war. Atemberaubende Pässe, spektakuläre Blicke auf die schneebedeckten Berge und Schluchten, umgeben vom satten Grün des tropischen Regenwaldes. Ein einmaliges, wenn auch sehr anstrengendes Erlebnis, auf Höhen von bis zu 4200 Metern. Das Bild, das die kleine Doro vom vierten Tag gezeichnet hatte, werde ich nie vergessen. Als sie die letzte steinige Anhöhe überquert hatten, sämtliche Knochen des Körpers und die vielen Blasen an den Füßen schmerzten, tauchte plötzlich, im Nebel verhangen, diese verwunschene Inkastadt am Horizont auf. Sie hatte sich hinsetzen müssen und minutenlang geweint. Vor Freude, Erleichterung und vor Glück.
2000 Peru Machu ich

Unsere Truppe gehört – obwohl sie den Weg ursprünglich mal eben kurz abspazieren wollte – zur Kategorie der „feinen Herren“, die gemütlich bis an den Fuß der Ruinenstadt gondelt, sich bei Kilometer 106 das erste Fahrtbier aufmacht und „Auf Tante Käthe“ brüllt. Rudi Völler hatte vor einigen Wochen Erich Ribbeck – diese Oberpfeife – als Teamchef abgelöst. Ein Tal der Tragödien ist durchwandert.
Gut gelaunt erreichen wir den Souvenirladen-Ort Aquas Calientes und ohne Blessuren checken wir im „Gringo Bill´s“ am Fuße des Tränen auslösenden Bauwerks ein. Göte, Jenna und Matze sitzen auf der großzügigen Terrasse und prosten den umliegenden Eumeln zu. Mit zwei Herrenhandtaschen „Cerveza Cusqueña“ geselle ich mich dazu und mache den Jungs klar, dass ich morgen die restlichen 1,5 Kilometer nach Machu Picchu bergauf laufen möchte, um wenigstens einen kleinen magischen Moment zu erleben. „Warum nicht Scheppert, aber gib mir erstmal ’ne neue Suppe rüber“, antwortet Göte in seinem typischen Meckerton.
Gegen Mittag beginnen wir mit dem Aufstieg. Es ist heute ungewöhnlich heiß für die Jahreszeit – bei maximaler Luftfeuchtigkeit – sodass wir nach gefühlten zwölf Metern durchgeschwitzt sind. Da ich den Reiseführer etwas genauer studiert habe, erzähle ich den anderen lieber nicht, dass nun noch etwa 600 Höhenmeter auf uns warten. Doch noch ist die Stimmung gut und wir haben vier Bier dabei. An einem kleinen Fluss, nach 74 gelaufenen Metern, ist es fast alle. „Auf Tante Käthe“, rufen wir und lassen die Flaschen ein letztes Mal gegeneinander scheppern.
Schnell pendelt sich auf dem engen, serpentinenartigen Weg eine Reihenfolge ein, die in etwa unserem Zigarettenkonsum entspricht. Matze an der Spitze, dicht gefolgt von mir, dann kommt Göte und schon bald entschwindet Jenna aus unserem Sichtfeld, der selbst zu diesem Kurzausflug – zur Sicherheit – zwei Schachteln rote Marlboro mitgenommen hatte. Der steile Aufstieg wird schnell zur Qual und selbst ich bereue schon nach kürzester Zeit, dass wir uns nicht mit einem der schicken Busse hoch chauffieren lassen haben. Nur wenn man gelegentlich die asphaltierte Straße kreuzt, die sich hier parallel hoch schlängelt, wird es ein bisschen flacher. Die engen Jeans kleben am Körper und Schweiß läuft eimerweise in meine Doc Martens.
Bier Aufstieg
Ich finde eine Astgabel am Wegesrand und nutze sie als Wanderstock. Mittlerweile sehe ich weder vor noch hinter mir einen meiner Freunde und überlege kurz, ob man nicht vielleicht doch aus den kleinen braunen Pfützen, Wasser trinken könne. Obwohl ich wahrscheinlich gerade einmal die Hälfte der Strecke zurückgelegt habe, hoffe ich vor jeder Biegung sehnsüchtig, dass dieses sagenumwobene Machu Picchu endlich vor mir erscheint. Warum in aller Welt haben sich die Inkas bloß hier oben angesiedelt? Erschöpft lasse ich mich auf einem Stein nieder und nehme den Kopf zwischen die Hände. Ich kann nicht mehr und bräuchte Wasser.
Plötzlich höre ich oberhalb des Weges lautes Geschrei. Es ist Englisch, ich verstehe irgendwas von „Stopp“ und „Dieb“ und sehe, wie jemand im Affenzahn auf mich zu gerast kommt. Ich versuche aufzustehen, indem ich meinen Krückstock nach vorne in den Boden ramme, um mich daran hoch zu ziehen, als genau in diesem Moment, jemand über meine Astgabel segelt. „Oh sorry“, rufe ich ernsthaft bestürzt und sehe, wie sich ein etwa 10jähriger Junge in zwölf Metern Entfernung wieder aufrappelt. Ängstlich schaut er mich mit schwarzen Knopfaugen an, scheint kurz etwas zu überlegen und spurtet dann im Höllentempo weiter den Berg hinab. Als ich mich noch über die komische Szene wundere, kommt jemand deutlich langsamer den Pfad hinunter gelaufen. Der dickliche, europäische Typ schwitzt, als habe er gerade einen Marathon hinter sich. Atemlos fragt er: “Did you see the guy with the handbag?”
Irritiert schaue ich ihn an. Den Jungen ja, aber was für eine Handtasche? Doch scheinbar gleichzeitig sehen wir etwas an einem Baumstamm liegen, was dort augenscheinlich nicht hingehört. Wir laufen hinunter und tatsächlich, dort liegt eine alte, rosafarbene Henkel-Handtasche, wie sie vielleicht in den 70igern modern gewesen war. Bedeutungsschwer nickt er mir zu und gratuliert zur vermeintlichen Mithilfe. Ich verstehe noch immer nur Bahnhof, während er, umständlich das speckige Ding aus Kunstleder öffnet. Sichtlich enttäuscht schaut er mich an und holt eine Fünf-Dollar-Note heraus. Trotz weiteren Kramens und Schüttelns – mehr scheint da nicht drin zu sein. Interesse heuchelnd frage ich ihn, was eigentlich passiert wäre. Er erklärt mir, dass er sofort, als ihm der kleine Junge entgegen gerannt kam, bemerkt hatte, dass diese auffallend pinke Damenhandtasche nicht zu seinem jetzigen Besitzer gehören könne und war ihm hinterher gerannt. Er scheint zu erwarten, dass ich ihn nun in den höchsten Tönen für seine britische Spürnase loben werde, doch ich frage nur: „Do you have water?“
2000 Peru ich Machu

In großen Zügen trinke ich das beste lauwarme Wasser meines bisherigen Lebens. Er packt die Tasche in seinen Rucksack und gemeinsam laufen wir dem Gipfel entgegen. Gary aus Sheffield reist allein. Er erzählt mir von seiner Heimatstadt, seinem Job als Lehrer und seinem Lieblingsverein „Sheffield Wednesday“. Er verwendet dabei ziemlich oft das Wort „Fuck“ – nicht nur weil sein Club diese Saison gerade abgestiegen war.

Es gibt eigentlich nur noch wenige Situationen, die mich daran erinnern, dass ich in der DDR geboren wurde. Dies ist eine davon. Ich kann bis heute nicht verstehen, warum zwischen Engländern und Deutschen eine derartige Fußball-Feindschaft existiert. Auf fast all meinen Reisen nach dem Mauerfall hatte ich äußerst humorvolle Menschen von der Insel kennen gelernt und mich oft darüber geärgert, dass diese mir immer mit großer Skepsis entgegen getreten waren. Über Generationen hatten sich Vorurteile und Klischees in den Köpfen beider Seiten zementiert. Doch schon längst beteilige auch ich mich an Diskussionen über das „Wembleytor“ und erwähne gerne mal tragische Partien der englischen Fußballhistorie. Ich bin ein kleines Rädchen in diesem Getriebe geworden. Dennoch, ich mag den Typen sofort und erzähle ihm, dass ich 1995 einmal bei Everton gegen Sheffield gewesen war.

Die Zeit vergeht wie im Flug und so bemerke ich gar nicht, dass sich der Wald schon erheblich gelichtet hatte. Hinter uns öffnet sich eine grandiose Landschaft, mit einem Blick auf tiefe, bewaldete Täler und, vom Nebel umschlungene, mystische Berggipfel. Ich beginne die Inkas langsam zu verstehen – es ist ein Bild für Götter.
Wir erreichen eine fünf Meter hohe Mauer aus massiven, quaderförmigen Steinen. „Alles Scheiße, Scheppi“, ruft uns jemand von oben zu. Als wir bei Matze angelangt sind, befinden wir uns auf einem Parkplatz mit vielen Imbiss- und Getränkeständen, zig Souvenirläden und fliegenden Händlern. Von Machu Picchu noch immer keine Spur, denn vor uns liegt ein wahrscheinlich letzter Anstieg, der uns den Blick auf die terrassenförmig angelegte Ruine mit seinem markanten Hügel versperrt. Das Ziel unserer Wanderung sollte doch die Magie des Augenblicks sein, wenn wir die verwunschene Inkastadt nach den Qualen zum ersten Mal erblicken. Doch es ist rein gar nichts zu sehen. Dafür beginnt es leicht zu tröpfeln.
Günna icke Cusco
Das erste gemeinsame Bier schmeckt trotzdem fantastisch. Wir trinken es gierig in einem Zug. „Ach so. Auf Tante Käthe“, ruft Matze. Als Göte dazu stößt, lachen wir über sein fleckiges Gesicht. Außerdem blutet er aus beiden Nasenlöchern. „Schöne Scheißidee, Scheppert“, meckert er. Allmählich öffnet der Himmel seine Schleusen und ein Straßenhändler braucht uns nicht lange zu bitten, dass wir ihm Regenjacken abkaufen. Die Dinger sehen zwar aus wie übergroße Müllbeutel doch sie erfüllen ihren Zweck und kosten nur einen Dollar. Erst als Gary ein Foto von seinen deutschen Begleitern machen will, fällt uns auf, dass wir einen schwarzen, einen roten, und einen gelben Plastik-Müllsack erstanden haben. Wir stellen uns in der richtigen, schwarz-rot-goldenen Reihenfolge auf die Mauer, recken unser Bier in die Höhe und rufen „Auf Tante Käthe.“ Göte hat mittlerweile zwei Tempos in den Nasenlöchern. Gary drückt ab. Ein Bild für Götter!
Schwarz-rot-gold
In diesem Moment geschehen viele Dinge gleichzeitig. Jenna kommt völlig durchnässt den Berg hoch gehechelt. Er ist kalkweiß und ruft kopfschüttelnd: „Was für eine Dreckskacke, Scheppert!“ Dadurch bemerken wir gar nicht, dass hinter uns mehrere Menschen auf uns zustürmen. Es sind zwei peruanische Polizisten, ein kleiner Junge und eine etwa 60jährige aufgebrezelte Dame. Natürlich ist allen sofort klar, dass sie gekommen sind, weil wir hier so herum krakeelen. Doch der Knirps zeigt, böse blickend, nur auf mich. Die Oma in dem geblümten Kostümchen rennt sofort auf mich zu und schreit: „Where is the handbag?“ Ich schiebe sie vorsichtig von mir weg, schaue in die dunklen Augen des kleinen Kerls und erkenne ihn. Es ist der Dieb, dem ich – wenn auch unabsichtlich – die Beine gestellt hatte. Trotzdem begreife ich gar nichts. Doch Gary hat das gute rosafarbene Stück bereits in der Hand und beginnt der aufgeregten Amerikanerin zu erklären, was geschehen war. Wutschnaubend hört sie ihm zu und erklärt dann ihre Version. Beim Hinunterfahren mit dem Bus von Machu Picchu gibt es ein vermeintlich lustiges Spiel zwischen Touristen und der heimischen Dorfjugend. In die alte Handtasche des jeweiligen Jungen werden 5 Dollar gepackt und wenn dieser zu Fuß – also rennend – eher im Tal ist, als der Bus, bekäme er zur Belohnung das Doppelte der Summe gezahlt. Meist ist es so, dass die kleinen Flitzer – ähnlich, wie bei der Hase und Igel Geschichte – immer dann, wenn die Serpentinenstraße den kleinen Dschungelweg kreuzt, schon da wären und kurz dem Bus zuwinkten, bevor sie weitersprinteten. Wir hätten also nicht nur den armen Kerl bestohlen, sondern auch eine Rentnertruppe aus den USA um ein einmaliges Vergnügen gebracht. Die beiden Polizisten starren uns bedrohlich an.
Vor ihnen steht ein leicht angetrunkener Engländer mit einer pinken Henkel-Handtasche im Arm, ein klitschnasser, hustend rauchender Jenna und drei weitere Deutsche in schwarz-rot-goldenen Müllsäcken, wovon einer zwei Papierpfropfen in der Nase hat. Letztendlich einigen wir uns nach 45 quälenden Minuten darauf, dass wir allen 10 Dollar geben. Dem Jungen als Entschädigung, der alten Dame für den Linienbus nach unten und den Bullen, damit sie nicht mehr so fies gucken.
2000 Peru Machu Jenna
Als wir das wichtigste Touristenziel Südamerikas und die weltweit bedeutendste Ruinenstadt der Inkas betreten, ist es schon sehr spät. Wir schlendern nur durch einen winzigen Teil der riesigen Anlage, bevor wir schon wieder den Rückweg zum Ausgang antreten müssen.
Waren wir bescheuert oder was? Wegen zu späten Aufstehens und gewisser Unfitness, aber vor allem wegen einer abgewetzten Kunstleder-Handtasche war ich in meinem Leben bisher nur 30 Minuten im eigentlichen „Machu Picchu“ – einem der sieben Weltwunder der Neuzeit – gewesen. In dieser kurzen Zeit hatten wir einem Engländer, namens Gary, jedoch etwas ganz Wichtiges beigebracht. Beim Absackerbier auf dem Parkplatz brüllt er fast akzentfrei: „Auf Tante Käthe!“
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Zum Weiterlesen: 90 Minuten Südamerika

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Chelsea London gegen Bayern München im Championsleague-Finale 2012

14. April 2012 | von | Kategorie: Blog

Icke und Terry
Ich habe mal drei Jahre in Mannheim gewohnt. Es war ’ne geile Zeit, nicht nur weil ich meine Sylvie und Jenna, seither mein bester Freund, dort kennen gelernt habe. Letzterer ärgert sich allerdings bis heute, dass ich damals nicht mit zu seinen „Waldhöfern“ gegangen bin, sondern deren Erzfeind die Daumen gedrückt habe.
Dabei ist er selbst Schuld. Hätte er mich, wie Kai, gleich nach drei Wochen mit zum Fußball geschleppt, wären mir wohl nicht – und so etwas geschieht eben auch im „Ausland“ – die „Roten Teufel“ gegeben worden, sondern „Mannem“.
Doch einmal mitgegangen, gehangen und wie der Zufall es wollte, erlebte ich dort mehr als nur ’ne geile Zeit, denn der 1. FC Kaiserslautern spielte die Fußball-Saison des Jahrhunderts. Waren sie 1997, in meinem ersten Jahr, „nur“ in die 1. Bundesliga gestürmt, erlebte ich im Jahr darauf das Unfassbare: „Lautre“ holte als erstes (und vermutlich letztes) Team in der Bundesliga die deutsche Meisterschaft nach einem Aufstieg. Einen Spieler hatte ich dabei besonders ins Herz geschlossen…

Drogba Torres

Sylvie war ganz in der Nähe des „Betze“ groß geworden. Als ich sie erstmals traf, hatte sie noch knallrote Teufel-Haare, obwohl sie mit Fußball eigentlich recht wenig am Hut hatte. Bei Maria, ihrer besten Freundin, war das anders. Sie erzählte mir einmal eine Geschichte, die ich bis heute nicht vergessen habe, obwohl ich nicht für ihren Wahrheitsgehalt garantieren kann.
Sie war 1998 Kellnerin im „Cafe am Markt“ und da Kaiserslautern (vor den Zeiten von Hoffenheim) das größte Fußballdorf der Liga war, tauchten dort eben auch öfter mal die Bundesligaprofis auf. Ein immer wiederkehrender Satz zwischen Spielern und Trainer Otto Rehhagel in Richtung der vornehmlich gut aussehenden Bedienungen lautete: „Geht doch mal mit dem Michael aus. Der kennt hier doch niemanden!“
Genau von diesem Zeitpunkt an mochte ich den unscheinbaren Mann aus Görlitz, denn in meiner „ersten Saison“ in Mannheim war es mir ähnlich ergangen – ich kannte keine Sau. Das änderte sich mit der Zeit, doch „den Michael“ – eine Simone hatte sich damals erbarmt – kennt heute ein ganzes Land. Richtig, der schüchterne Junge aus ’m Osten hieß: Michael Ballack!

Ich habe seinen spektakulären Werdegang somit fast von Anfang an verfolgt, sah ihn live in Leverkusen auflaufen und mit den Bayern und der Nationalmannschaft im Olympiastadion spielen. Noch heute gerate ich ins Schwärmen wenn ich an die WM 2002 denke, wo er sich im Halbfinale aufopferungsvoll die Gelbsperre einhandelte, um „uns“ kurz danach ins Finale zu schießen. Sein Hammer-Freistoßtor bei der EM 2008 gegen Österreich verursacht noch immer eine Gänsehaut.
Und was wird momentan aus „dem Michael“ gemacht? Mein Lieblings-Sachse gilt als arrogantes, eingeschnapptes Arschloch, der nie einen großen Titel gewonnen hat und als einer, der sich mit unserem „allseits beliebten“ Jogi Löw eine Blutfehde liefert. Zugegeben, ich kenne Ballack nicht persönlich, weiß nicht ob er in mein Schema eines guten Freundes passen würde, aber rein sportlich hat er vermutlich mehr große Titel gewonnen als alle (!) dieser geschniegelten aktuellen Nationalspieler.
Viermal Deutscher Meister, dreimal DfB-Pokalsieger, einmal Englischer Meister, dreimal FA-Cup-Gewinner, um nur die wichtigsten zu nennen. Von wegen „Vize-Ballack“. Bei den letzten WM- und EM-Titeln Deutschlands 1990 und 1996 war auch kein Lahm, Müller oder Schweinsteiger mit dabei gewesen. Ballack ist 2002 Vizeweltmeister und 2008 Vizeeuropameister geworden und stand zweimal im Championsleague-Finale. Und?
Das ist doch grandios! Seine Demontage nach dem Foul von Boateng kotzt mich extrem an, denn ich bin mir sicher, dass wir bei der WM 2010 mit ihm nie und nimmer schlechter abgeschnitten hätten. Ein würdiges Abschiedspiels des Mannes der bei der „BSG Motor Fritz Heckert Karl-Marx-Stadt“ das Fußballspielen erlernt hatte und zum torgefährlichsten Mittelfeldspieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft „ever“ wurde, wäre ja wohl nicht zu viel verlangt gewesen…

Kurz nachdem ich mein Studium in Mannheim 1999 (halbwegs) erfolgreich beendet hatte, ging Göte, mein bester Freund in Berlin, wegen eines Jobs und der Liebe nach London. Keine Ahnung wer ihn – den Jungen, der dort niemanden kannte – erstmals mitgeschleppt hatte, jedenfalls wurde ihm „Chelsea“ gegeben. Er erlebte mit seinem Team viele Tiefs aber eben auch die glorreichste Zeit des Vereins in seiner Historie. Fünfzig Jahre nach dem bisher einzigen Titel wurden sie 2005 wieder Englischer Meister und wiederholten dies 2006 und – 2010 mit dem Michael!
Göte hatte mich in den Ballack-Jahren öfter einmal eingeladen, doch irgendwie hatte ich es verkackt und das Team nie mit ihm live in London spielen sehen.

Stadion außen

Doch immer wieder erzählte er mir, wie sehr sie den „Meikel“ mit der Nummer 13 noch immer verehren, wie sehr sie ihm nachtrauern – wie beliebt er gewesen war.
In Chemnitz, Kaiserslautern, Leverkusen und München war ich schon bei einem Fußballmatch, es fehlte mir also nur noch die Stamford Bridge, um an all seinen Wirkungsstätten als Profi einmal gewesen zu sein. Ich wollte das Kapitel Michael Ballack endlich abschließen. Chelsea-Time!

„Scheppert, bist du eigentlich total bescheuert oder was?“, fragt mich Jenna als wir uns in London zum Treffpunkt begeben. Auf dem Weg mit der Tube zum „Oxford Circus“ erzählt er mir von Götes E-Mail, die mich nie erreicht hatte. Dieser hatte „zur Feier des Tages“ Karten in einer Box (Lounge) besorgt und uns als Investment-Heinis einer deutschen Bank angekündigt. Seine E-Mail: „Ihr braucht euch ja nicht aufzuschlipsen, aber bitte kein Kapuzenpulli und auf keinen Fall Turnschuhe!“ Mein Outfit: Bluejeans, grüne Regenjacke, schwarzer Kapuzenpulli und natürlich Turnschuhe – herzlichen Glückwunsch Herr Scheppert. Zumindest trage ich auch ein Hemd drunter und Jenna sieht – trotz Nobelpullover – scheiße aus wie immer.
Göte und Matze begrüßen uns im Pub dennoch herzlich, doch ihr Kollege Lars fragt sogleich in die Runde, ob wir „Headhunter“ (Alt-Hooligans) wären.

Nach etlichen „Becks Vier“ – Leichtbier mit nur 4 Prozent Alkohol – geht es los in Richtung Stadion. „Fulham Broadway“ ist nicht gerade in der Nähe, aber erst auf den letzten drei Stationen steigen endlich auch „Blues“ ein. Göte erklärt im typischen Meckerton, dass in London eben mehr als nur zwei Teams beheimatet sind. Die Chelsea-Leute leben somit fast alle rundherum um ihr Stadion und viele „Ausländer“, wie er, unterstützen sie.
Die „Stamford Bridge“ ist von außen extrem unspektakulär, da sie sich in einer Wohngegend hinter unzähligen Apartmenthäusern versteckt – kein gigantisches Bauwerk, welches sich in den blau-weißen Himmel erhebt.
Alles friedlich. Geteilte Chelsea-Benfica-Schals werden verkauft und die Fans mischen sich 1:10 durcheinander. An den das Stadion begrenzenden Mauern hängen Bilder der größten Chelsea-Götter – auch „der Michael“ ist zu sehen.

Ballack
Ein Pseudo-Investmentbanker mit Hooligan-Turnschuhen betritt das Allerheiligste.
Ich brauche keine „Box“ mit Schnickschnack und die hiesige sieht eher aus wie ein Besprechungsraum der AOK, aber es gibt Freibier und gutes Essen, welches den Alkohol bindet. Nörgeln sollte ich sowieso nicht, da ich zum Viertelfinale der Championsleague 2012 eingeladen bin.
Als das Spiel beginnt, begreife ich jedoch unmittelbar, wie sich der Fußball in England in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Okay, die VIP-Boxen und die anderen Leute mit teuren Karten finanzieren das Business, aber da sitzen eben häufig nicht gerade die heißblütigen Supporter des Teams. In unserer Lounge befinden sich drei Fan-Touristen die überhaupt keine Ahnung von Fußball haben und besonders eine Frau fragt viele unnötige Dinge über Abseitsfallen.
Man darf in keiner Ecke des Stadions rauchen, das Bier nicht mit auf die Tribüne nehmen (ich werde fast von einem Ordner angesprungen) und selbst „Aufstehen“ und „Brüllen“ bei brenzligen Situationen wird von den Guards äußerst ungern gesehen. Das ist der Fußball des 21. Jahrhunderts in England…

Wir haben „draußen“ 16 Plätze und da nicht alle immer gleichzeitig anwesend sind, ist der linke Sitz neben mir frei. Ein Typ, der so ähnlich aussieht wie die ätzenden Oberordner, fragt mich höflich, ob er sich mal kurz setzen darf. Ich nicke doch Göte ruft sofort: „Aber nur kurz, wenn Jenna kommt, musste dich wieder verpissen.“ Der Typ nickt unterwürfig während Göte zum Pinkeln verschwindet.

Icke Fahne

In diesem Moment geschehen viele Dinge gleichzeitig. Genau als mich mein neuer englischer Sitznachbar fragt, ob ich Chelseafan wäre, taucht ein Kerl mit einem Stapel Bilder auf. Ich sage: „No, but“, und beobachte, wie der Mensch neben mir, äußerst routiniert Autogramme auf den Dingern verteilt. Viele Zuschauer drehen sich nun um und grüßen ihn mit einem Lächeln im Gesicht.
Göte bleibt cool. Als er zurückkehrt und erfährt, dass dies der Spieler mit den zweitmeisten Toren von Chelsea „ever“ – noch vor Frank Lampard – ist, wiederholt er seinen Satz: „Aber wenn Jenna kommt, musst du abhauen!“ Kerry Dixon nickt.
Wir kommen ins Gespräch. Ich erfahre, dass er 1985 – zusammen mit Gary Lineker – Torschützenkönig der englischen Liga war und sein erstes Länderspieltor gegen Deutschland erzielt hatte. Mein Stichwort: ich spreche ihn auf Ballack an.
Was jetzt kommt, gleicht einer Lobeshymne, denn „der Michael“ war für Dixon einer der besten Spieler, der jemals für Chelsea aufgelaufen ist. Er war weder der schnellste noch der torgefährlichste oder technisch versierteste Player, aber der Mann hatte Klasse, Eleganz, Spielverständnis und vor allem Ausstrahlung.
Jenna kommt. Mein neuer Freund Kerry steht unbeholfen auf. Von weitem ruft er mit zu: „Hey Mark. My second name is Michael“. Ich grinse. Wir sehen uns nie wieder.

In der Halbzeitpause – Frank Lampard hatte per Elfmeter bereits zum 1-0 getroffen und ein Portugiese war vom Platz geflogen – erzählt mir Matze, das Göte seinen Sohn nach einem Spieler von Chelsea benennen will. Seine Freundin ist nunmehr im siebten Monat schwanger und alle überlegen schon ob er Didier, Fernando oder Branislav heißen wird. Mir fiele da noch etwas anderes ein…

Zweite Halbzeit. Chelsea spielt kacke und Benfica – zumindest bis zum 16er – genial. Doch sie versauen die besten Chancen und treffen eher unverhofft nach einer Ecke in der 85igsten Minute zum 1-1. Das Hinspiel war 1-0 für Chelsea ausgegangen. Endlich Championsleague-Feeling. Die knapp 3000 mitgereisten Portugiesen flippen schlichtweg aus.

In einer atemberaubenden Schlussphase haben sie trotz Unterzahl Chancen zum Sieg, doch gerade der verhasste Meireles (spielte mal bei Porto) entscheidet die Partie in einem Konter für Chelsea. Göte und die Jungs auf den „Stehrängen“ rechts unter uns drehen durch. Halbfinale gegen Barça!

Und ich? Endlich war ich einmal in dem englischen Stadion gewesen in dem einer der besten deutschen Fußballer „ever“ gespielt hatte. Ich habe in den 90 Minuten tatsächlich sehr oft an ihn gedacht und deshalb möchte ich Michael Ballack einen Rat geben. Da Chelsea das Finale der Champions League ja sicherlich gegen Bayern München erreichen wird: Fahre hin! Es wäre auch dein Abschiedspiel. Jeder wüsste, dass du mit diesen beiden Teams deine größten Erfolge im Vereinsfußball gefeiert hast, jeder würde sich noch einmal vor dir verneigen und niemand würde dich von einem Platz mit dem Spruch: „verpiss dich, gleich kommt mein Kumpel wieder“, verweisen, da „den Michael“ auch Menschen kennen, die überhaupt keine Ahnung vom Fußball haben.
Noch!

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Hier geht´s zu meinem Bericht auf “Fritten, Fussball & Bier” mit anderen Videos

Stadion voll

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Fußball-WM 2014 in Brasilien

10. August 2011 | von | Kategorie: Fußball-WM 2014

Nadja 3 BrasiliSeit heute habe ich die neue Rubrik “Fußball-WM 2014” in meinen Blog integriert. Grundsätzlich will ich hier öfter einmal ein paar Zeilen schreiben, was es Neues gibt auf dem Weg zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien.

Heute, vor dem Spiel gegen den Rekordweltmeister aus dem Land des Zuckerhuts, fehlt mir leider die Zeit, etwas Vernünftiges zu verfassen, da das Match gleich angepfiffen wird. Urspünglich wollte ich ja nach Stuttgart fliegen, doch dann stellte sich heraus, dass es doch nicht das Abschiedsspiel von Michael “Ballacki” Ballack werden würde und ich verwarf den Plan wieder. Bin wohl doch ein Unverbesserlicher, da ich noch immer viel von dem Typen halte (und er einiges zu meiner Begeisterung für die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft beigetragen hat).

Wie auch immer: damit es dennoch etwas zu lesen gibt, stelle ich hier noch einen Artikel von mir ein, der vor ewigen Zeiten bei Spiegel Online erschienen ist.
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Einfach anklicken: Gott ist Brasilianer
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