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Jemand der Reinsch heißt

25. Januar 2015 | von | Kategorie: 90 Minuten Leseproben, Blog

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Um 7 Uhr war die Nacht vorbei, da wir schon eine halbe Stunde später zur Dschungeltour abgeholt werden sollten. Um 9 Uhr kam dann endlich ein verpeilter Typ, der mit uns durch die halbe Stadt düste, um im Hotel Premier, einen verschlafenen Portugiesen abzuholen, der ebenfalls zu unserer Truppe gehörte. Nur vier Stunden nach dem Aufstehen, also um kurz nach 11 Uhr, waren wir endlich auf dem Schiff, welches fußläufig zu unserem Hotel am „Porto Flutuante“ – einem schwimmendem Pier – gemütlich vor Anker lag. Das nenne ich mal Effektivität. Ganz großer brasilianischer Sport!

Unser Kahn, der versteckt hinter zahlreichen großen Booten und Containern mit der Aufschrift „Hamburg Süd“ lag, hätte sicher 30 Leuten Platz geboten, doch lediglich wir, Portugiesen-Pablo, eine Familie Reinsch aus Österreich (die Stunden auf uns gewartet hatte), zwei Besatzungsmitglieder und der Kapitän befanden sich an Bord. Natürlich brachte ich sogleich den alten Bart-Simpson-Spruch: „Ist hier eigentlich jemand der reinscheißt?“ und zur großen Freude antwortete Laila Reinsch ganz unbedarft: „Ja wir!“ Die dunkelhäutige Frau von Wolfgang war gebürtig in Ghana und ihr Sohn, der 16jährige Andreas sah ein bisschen wie mein Freund Pascal in der Heimat aus. Er freute sich offenbar, dass ich mich freue und klärte seine Mutter nicht auf, sodass ich den Witz während der Fahrt etliche Male wiederholen konnte. Sylvie erzählte den anderen daher irgendwann von meiner Kackaktion ins Meer in Sao Luis. Peinlich, doch wir lachten gemeinsam – Tränen.
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Nach „Feuchtgebiete“ kann man so etwas ja durchaus mal erwähnen: Mein Hämorriden-Problem hatte sich deutlich verschlimmert. Mittlerweile konnte ich kaum noch sitzen, so sehr schmerzten diese Gefäßpolster und nach jedem Stuhlgang war das Toilettenpapier blutdurchtränkt. Dass eine Fahrt durch das schwülwarme Amazonasgebiet auf einem Dampfer, dessen Sitzmöglichkeiten ausschließlich aus Holzplanken bestanden, nicht gerade sehr förderlich war, muss ich nicht erwähnen. Beim ersten gemeinsamen Bier fragte ich Wolfgang daher im Flüsterton, was ich dagegen tun könne. Er grinste, öffnete seinen Rucksack und zog mit großem Gehabe – sodass es alle sahen – eine Hämorriden-Salbe hervor. „Die hat man ab 40 doch immer dabei“, rief er, während ich dachte: ‚Herr Scheppert, du wirst alt!‘
Wir tuckerten gemächlich auf dem breiten Strom hinab und erfuhren erst jetzt, dass sich Manaus gar nicht am Amazonas, sondern an den Ufern des Rio Negros, eines der drei großen Zuflüsse des zweitlängsten Flusses der Erde befand. Doch unser Kutter fuhr uns direkt zum dicken Wasserriesen, der mit all seinen Brüder- und Schwesterflüssen 17 % des gesamten Süßwassers der Erde enthalten soll.
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Der „Encontro das Aquas“ (Zusammenfluss der Gewässer) soll angeblich weltberühmt sein, da man hier eine zentimeterscharfe Linie zwischen den schlammbraunen Wassern des Amazonas und den schwarzen Fluten des Rio Negros sehen soll. Kilometerlang fließen die beiden Ströme nebeneinander her und vermischen sich – wegen der unterschiedlicher Dichte, Geschwindigkeit und Temperatur – nicht. Dieses Phänomen konnten wir leider nicht beobachten, wurden aber später auf unseren Fotos Lügen gestraft, da man diese Linie dort sehrwohl erkannte. Dennoch kein Grund, das reale Leben und Gesehene zu verfluchen.

In der Mitte des Flusses, der jetzt nur noch Amazonas hieß, konnten wir erahnen, wie groß Manaus ist, weil wir schon über eine Stunde gefahren waren und noch immer Bretterbuden, die zur Millionenmetropole gehörten, das Ufer säumten. Dennoch entspannten wir uns nach kürzester Zeit und wie zur Belohnung sahen wir die ersten Amazonas-Delfine. Die größten aller Süßwasserdelfine, auch Botas genannt, waren zartrosa gefärbt und schwammen direkt am Bug vorbei. Angeblich sind es die einzigen ihrer Art, die sich auch rückwärts paddelnd fortbewegen können. Nach dieser Begegnung bogen wir in einen schmaleren Fluss ein und schipperten immer tiefer hinein in die grünste Lunge der Erde mit seinen weit verzweigten Wasseradern. Wir sahen zwei rote-grün-blaue Papageien, einen Tucan mit knallbuntem Schnabel, langbeinige Ibisse und etliche andere Vögel in Bäumen oder am Ufer sitzen. Überall raschelte, kreischte und trällerte es. Allerdings staunten wir darüber, bisher noch keine einzige Mücke zu Gesicht bekommen zu haben. Erfreulich war ebenfalls, dass ich mir mit Wolle Reinsch bereits das zweite Fahrtbier aufgemacht hatte und dämlich labern konnte.
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Nach 70 Kilometern hatten wir unser Ziel erreicht. Noch immer befanden wir uns auf einem kanalartigen Fluss umgeben vom dichten Regenwald. Doch allmählich verbreiterte sich der Wasserweg und mündete letztendlich in einen See, an dessen gegenüberliegenden Ende wir ein winziges Haus erkennen konnten. Beim Näherkommen wurde das Gebäude, welches auf schwimmenden, hölzernen Pontons stand, dann doch etwas größer. Wir befanden uns nun – im Nirgendwo. Um 15 Uhr, viel später als versprochen, checkten wir in einem rustikalen Zimmer direkt über der Wasserkante ein. Der Raum war zwar spartanisch eingerichtet, verfügte aber immerhin über ein eigenes Klo und so etwas ähnliches wie eine Dusche.

Sofort gab es Mittagessen und da alle anderen Gruppen schon wesentlich länger vor Ort waren, reihten wir uns brav hinten ein. Hier waren keine armen Schlucker am Start, wenn sie es von Europa oder aus den USA bis tief in den brasilianischen Regenwald geschafft hatten. Doch wie im Pauschalurlaub stürmten vor allem die Franzosen das Buffet regelrecht und so blieben für uns nur welke Salatblätter, einige Körner Reis und der kümmerliche Rest des grätenreichen Fisches übrig. Es gab also auch im Paradies ein Hauen und Stechen ums Fressen. Wolfgang warf mir eine Dose Bier zu. Alles war gut. Skol!
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Unsere Tagestour startete in einem kleinen Boot mit Außenborder. Ein Amerikaner namens Edward komplettierte die Truppe. Angelangt an einem ruhenden Gewässer, umgeben von dickstämigen Bäumen und dichtem Grün, drückte uns der Führer Ronny einen Holzstab, Sehne, Haken und rohes Fleisch in die Hand. Während wir noch dabei waren, die Angel zu rekonstruieren, hatte der Einheimische schon den ersten Piranha gefangen. Beeindruckt betasteten wir die messerscharfen Zähne des Ungeheuers. Österreich, Portugal, Ghana und die USA waren jetzt heiß, die Deutschen im Wettkampf zu schlagen. Brasilien lief hier außer Konkurrenz.

Andreas nahm nicht teil. Er töte keine Tiere, nuschelte er mit Wiener Dialekt. Vater Reinsch rief jedoch ununterbrochen „I werd narrisch“, da bei ihm rein gar nichts beißen wollte, während wir wenigstens feierten, dass unser Fleisch vom Haken gerissen wurden. Dann der erste Fang – beide gleichzeitig. Während Sylvie ihren Piranha gekonnt an Land zog und abfummelte, bekam ich den Fisch mit den messerscharfen Beißern ewig nicht ab und verletze mich zudem am Finger.
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Als Ronny „time is over“ rief, hingen dennoch zwei Zahnfische an meinem Sammel-Stöckchen. Doch Sylvie hatte, wie Laila (Ghana), ebenso zwei aufgefädelt. Wenigstens den US-Amerikaner Edward mit nur einem Killerfisch schlugen wir und Pablo (für Portugal) hatte gar keinen gefangen. Falls es jemals eine Fußball-WM mit diesen Teams geben sollte, könnte das bedeuten: Deutschland-Portugal 2:0 (oder 4:0, wenn ich Sylvie mitrechne); Deutschland-USA 2:1 und Deutschland-Ghana 2-2. Das machte ja alles sogar halbwegs Sinn. Österreich vernachlässigen wir hier einmal. Sylvie wedelte noch lange ganz aufgeregt mit ihren beiden Fischen herum und alle hofften, dass wir soeben nicht unser Abendbrot gefangen hatten, denn das würde Hungern bedeuten.
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Auf der Rückfahrt steuerten wir einem blutroten Sonnenuntergang über dem sattgrünen Urwalddickicht entgegen. Nun staunte ich über meine sonst eher ängstliche Freundin. Wir hatten soeben mehrere fleischfressende Piranhas geangelt und in die Glubschaugen gefräßiger Kaimane auf der Wasseroberfläche geschaut, doch sie sprang urplötzlich – gleich hinter Ronny – in die todbringenden Fluten. Nein, ich hechtete nicht hinterher, denn meine vor sich hin blutenden Hämorriden vermittelten mir das Gefühl, dass mir innerhalb von zehn Sekunden die Beine weggefressen werden würden – vom Arsch an abwärts. Der Fluss war hier zwar so breit wie ein riesiger See und in fließenden Gewässern sollen sich Piranhas eher ungern aufhalten, aber wer weiß das schon so genau? Sylvie kam vollständig wieder an Bord. Das endgültige Abtauchen der Sonne hinter der Dschungelmatte war unfassbar spektakulär. Solch einen Himmel, der sich 1:1 im Wasser spiegelte, hatte ich noch nie zuvor gesehen.
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Zurück auf dem Mutterschiff ging es sofort zum Abendessen. Das war hier ziemlich straff durchorganisiert bei nunmehr zirpender Urwaldfinsternis und basslastigen Froschkonzerten. Neben „Piracuru“ (Fisch), Bohnen und Reis gab es extrem teures Bier, welches wir dennoch in größeren Chargen orderten. Besonders Wolle hatte Durst nach der erfolglosen Angeltour. Mitten in der Nacht entriss uns Ronny den Gestensaft und schubste uns in das kleine Boot. Den Alligatoren-Nachtausflug hatten wir fast vergessen und bei der fröhlichen Stimmung auch gerne weggelassen. Die Fahrt war ätzend. Nach einer halben Stunde auf schmalen Holzbrettern schmerzten der Rücken und vor allem der Hintern mordsmäßig. Ein Mann (der Reinsch heißt), drückte Sylvie, Pablo, Edward und mir eine heimlich geschmuggelte Skol-Dose in die Hand – danach ging`es wieder. Als wir in die modrige, tiefschwarze Lagunenwelt hineinfuhren, wunderten wir uns, dass wir sogar dort von Moskitos verschont blieben.
Ronny suchte mit einer Taschenlampe im Moor und Unterholz nach leuchtenden Alligatorenaugen. Zwar blinkten sie einige Male im Schilf hell auf – er bekam jedoch keines der Viecher zu fassen. Nachdem wir schon fast wieder umkehren wollten, griff er ein letztes Mal in die sumpfige Brühe und holte tatsächlich einen kleinen Kaiman an Bord. Ich hatte noch nie einen Alligator in den Händen gehalten und wollte ihn natürlich, genau wie Sylvie und Andi, berühren und streicheln. Schnell einigten wir uns auf einen Namen für den schuppigen Kerl. Wir nannten ihn – warum auch immer – Poldi. Der Kleine wurde ganz schön herumgereicht, bevor Ronny ihn auf Nimmerwiedersehen in den wasserreichsten Strom der Erde entließ.
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Auf dem Rückweg beschloss unser Führer unplanmäßig an Land zu gehen. Mitten im Urwald standen wir plötzlich vor einer schummrigen Bar. Ronny wollte hier augenscheinlich ein wenig Dope käuflich zu erwerben. Uns verkauften sie derweil eiskalte Biere zum fairen Preis und die Frauen genehmigten sich eine Frucht-Batida. Wir quatschten, spielten Billard und lernten uns bei ausgelassener Stimmung in dieser abgefahrenen Umgebung noch besser kennen. Plötzlich fiel mir etwas auf den Kopf. Als ich sah, was es war, musste ich schmunzeln, da ich daran dachte, wie Sylvie wohl reagiert hatte, wenn ihr dieser kantige Käfer auf den Schädel geklatscht wäre. Wir fotografierten ihn auf dem Boden liegend neben meiner Zigarettenschachtel. Das schwarze Insekt war größer! Weit nach 1 Uhr erreichten wir das Hausboot und tranken ein letztes Brahma. Wir hatten beschlossen, den Sonnenaufgangs-Trip ausfallen zu lassen, der in vier Stunden starten sollte.

Nach einem Dschungelfrühstück mit viel frischen Obst – der Ossi freut sich auch nach so einer langen Reise noch immer besonders über Bananen – ging es wieder los. Die Fahrt war erneut lang und das Klima schwül, sodass wir uns freuten, im unterwartet kühlen Regenwald unter schattigen Bäumen abtauchen zu konnten. Eine botanische Führung stand auf dem Programm. Ronny, der heute sehr lustig war, hetzte uns nicht durchs fetteste Grün dieser Erde, sondern nahm Rücksicht auf die Temperaturen und unsere lahmen Füße. Auch wenn ich schon öfter durch einen Urwald gestiefelt war, steckte dieser Dschungel voller spannender Geheimnisse. Über drei Stunden befassten wir uns intensiv mit der faszinierenden Welt Amazoniens und wurden überrascht, welch ungewöhnliche Pflanzen (rund 60.000 verschiedene soll es geben), Vögel, Säugetiere und Insekten es auf unserem Planeten gibt. Hier waren sie vor allem eines: groß!
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Der Regenwald spendet den einheimischen Bewohnern nicht nur reichlich Nahrung. In einigen Hölzern versteckten sich literweise Trinkwasser, aus der nächsten Pflanze wurde ein tödliches Pfeilgift gewonnen, eine andere war Heilmittel und die nächste Kosmetik für die Luxuswelt in unseren Gefilden. Kautschuk, Öle und Harze flossen von Bäumen wie Honig und einige Stoffe ließen sich äußerst leicht entzünden. Etliche Schlingpflanzen dienten uns als Hollywoodschaukel oder Hängematte. Der Wald war zudem von einem köstlichen, zarten Duft erfüllt. Was für ein sagenhaftes Biotop!

Ehrlich gesagt, fand ich es hier erstmals etwas unpassend, dass uns die Einheimischen in ihrer „originalen“ Holzhütte im Indianerdorf kaltes Bier anboten. Manches Mal bemerkt man eben erst sehr spät, wie weit die Zivilisation – und damit auch wir mit unseren weißen Ärschen – in die letzten unberührten Lebensräume dieser Erde vorgedrungen sind. Wolfgang pfiff als erster auf das schlechte Gewissen und öffnete die Dose mit lautem Zischen. Sylvie und Laila freuten sich, als ihnen von einem Indio ein mit Wasser gefüllter Baumstamm aufschlagen wurde an dem sie sich laben konnten.
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Um 15 Uhr verabschiedeten wir uns von Pablo, Edward, Ronny und unseren Reinschs – von neuen Freunden namens Andreas, Laila und Wolfgang. Wir waren neidisch auf die Österreicher, da sie noch einen Tag länger auf dem Hausboot verweilten durften. Der große Fluss und das ganze Flair drum herum waren so intensiv und inspirierend gewesen, dass wir gerne noch geblieben wären. Auf einem ziemlich großen Kahn schipperten wir – nur zu zweit an Bord – zurück nach Manaus, stiegen im „Colonial“ ab und gingen um die Ecke in ein Restaurant. Der blasse Kellner sagte uns gegen 20 Uhr, dass sie jetzt schließen würden, da diese Gegend nun viel zu gefährlich sei. Willkommen in der Zivilisation! Recht früh gingen auch im Hotel die Lichter aus, denn morgen würde es weiter in Richtung Norden gehen.
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Zum Abschluss unseres Brasilientrips hatten wir ein letztes Mal Inlandsflüge gebucht. Nach mehreren, oft tagelangen, Busfahrten genossen wir diesen Komfort. Am Flughafen sahen wir noch einmal die Schildkröten und ohne Verspätung hob die Maschine in Richtung Boa Vista ab. Für schmales Geld fuhren wir per Taxi zum Busbahnhof, entschieden aber dort, erst morgen nach Venezuela weiterzureisen. Wir beide wollten – wie zwei vom Glück Verfolgte – noch einen Tag länger im bisher schönsten Land unserer Weltreise verweilen. Wir wussten längst, dass es dem Satz von Jorge Amado nichts hinzuzufügen gibt: “Wer Brasilen bereist, wird mehr Lebensfreude, Herzenswärme und Intensität erleben, als in seinem ganzen Dasein!”
Wir kommen wieder!

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