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Ungarn-Urlaub in der DDR 1986 zur Jugendweihe

30. Juli 2016 | von | Kategorie: Aktuelles, Blog, Mauergewinner Leseproben

Hungarn wirAn meinem 15. Geburtstag gehen wir in den Palast der Republik, wo wir an einem Tisch im Palastrestaurant platziert werden. Während sich Benny nach stundenlangem Studiums der Karte dann doch nicht für das „Braumeister-Steak“, sondern wie üblich fürs „Steak-au-four“ entscheidet, trinke ich mit Vater bereits meine zweite Tulpe Wernesgrüner. Seit der Jugendweihe bestellt er immer Bier für mich mit. Ein Statement – das muss man ihm lassen. Mutter hat sich für Rosenthaler Kadarka und Gulasch entschieden, was sie komischerweise daran erinnert, als junge Frau – also vor sehr vielen Jahren – mal in Ungarn gewesen zu sein. Doch mein Alter unterbricht ihre Schwelgerei und ruft mir zu: „Da wolltest du doch auch schon immer mal hin, oder?“
Blöde Frage: Ungarn hat im Gegensatz zu allen anderen Bruderstaaten eine magische Anziehungskraft, denn dort kann man die Dinge aus dem Werbefernsehen nicht nur sehen und anfassen, sondern auch kaufen. Levis-Jeans, Camel-Zigaretten, Nike-Turnschuhe, Walkman, Ghettoblaster, Schallplatten, Bravo-Zeitschriften, Glitzersteine und Sticker – einfach alles, was das Herz begehrt. „Logo“, antworte ich gelangweilt, da ich ihm schon oft erklärt hatte, dass ich es nicht gerade witzig finde, mit 15 Jahren erst in drei Ländern gewesen zu sein: in der DDR, in der CSSR und in Polen nur, weil Benny und ich unerlaubt zwanzig Meter über die Grenze auf der Schneekoppe geflitzt waren.
„Okay, nächste Woche geht‘s los. Wir fahren für ein paar Tage nach Budapest“. Der Satz trifft es mich wie ein Schlag in die Magengrube und Benny verschluckt sich an der Club Cola. „Echt jetzt?“, brüllen wir im Chor – doch an Mutters seligem Grinsen hinter der Gabel voller Szegeginer Gulasch erkenne ich: Das ist kein Scherz. „Köszönöm heißt Danke“, murmelt sie und meint damit wohl, dass ich mich nun artig zu bedanken hätte. „Kriegen wir noch einen Pittiplatsch- oder einen Bummi-Eisbecher? Köszönom!“, antwortet mein Bruderherz spontan. Alle lachen.
Ich bin extrem begeistert, auch weil Vater über Beziehungen reichlich Berechtigungsscheine zum Umtausch von Mark in Forint besorgt, denn insgesamt dürfen eigentlich nur 2.650 Forint (knapp 440 Mark) pro Person im Jahr gewechselt werden. Endlich kann ich mein nutzlos herumliegendes Jugendweihe-Geld sinnvoll verbraten. Und obwohl auch Mutter durch diese Zettel der Staatsbank der DDR abgesichert ist, schmiert sie am Tag vor der Abreise einen monströsen Stullenberg.

Früh um 5 Uhr haben wir auf dem Parkplatz allerdings „die Brille auf“, wie mein Alter zu sagen pflegt, wenn es ein Problem gibt. Wir stehen vor dem Trabi und sehen, dass kein einziges Gepäckstück mehr in den kleinen Flitzer passt. Im Kofferraum ist jeder Zentimeter ausgefüllt (wobei ich auf die Kiste Bier verzichtet hätte) und auch auf der Rückbank und der Ablage stapeln sich schon Taschen und Beutel. Mutter schleppt vier dicke Pullover und unsere Anoraks wieder nach oben, obwohl sie da noch nicht wissen kann, dass heute der heißeste Tag des Jahres werden wird.
Vater hat gerade ein Kampfgewicht von 110 Kilo und auch seine Frau ist ja eher rundlich. Als sich dann auch noch ihre beiden dicken Kinder hinten hineinquetschen, wiegt das Auto sicher doppelt so viel wie bei Werksauslieferung in der Rummelsburger Straße.
An der Grenze zur CSSR stehen wir im längsten Stau unseres bisherigen Lebens. Da man beim Trabi die Fenster hinten nicht herunterkurbeln kann, bekommen wir bei fast 40 Grad kaum Luft und gieren nach dem von Mutter gemachten, längst lauwarm gewordenen, Eistee. Wir träumen von Ungarn und malen uns eine eiskalte Coca Cola an den Ufern der Donau aus, denken an Budapest mit Hotdog-Ständen an denen Würste in champagnerbeigen Senf gebettet werden. Doch dazu wird es heute nicht mehr kommen. Nach zehn Stunden Fahrt im Backofen hat Vater die Nase voll und verlässt in Brno die Autobahn. Er kennt sich hier durch diverse Radrennen ganz gut aus und steuert zielsicher eine Plattenbausiedlung an. Dort wohnt ein tschechischer Trainerkollege, der natürlich noch nicht daheim ist. Wie peinlich: fast zwei Stunden sitzen wir wie Asoziale im stockdunklen Treppenhaus, essen mitgebrachte Hackepeter- und Specksstullen und warten auf diesen Herrn Svoboda.
Vielleicht war es ja doch ein geplanter Zwischenstopp, denn der Typ freut sich, dass wir bei ihm pennen und verschwindet, nachdem man uns vor den Fernseher verfrachtet hat, sofort mit meinen Eltern ins benachbarte Hochhausrestaurant. Das ist okay, denn neben den zwei tschechischen Sendern, ARD und ZDF haben die hier auch zwei österreichische Programme und eines aus Bayern. So eine Vielfalt – und dann noch in Farbe – haben wir noch nie erlebt. Wir bleiben bis Sendeschluss gebannt vor der Kiste sitzen, was ungefähr mit der nächtlichen Kneipenschließung einhergeht.
Vater
Am nächsten Tag geht es mit leicht verkaterten Eltern und Kindern mit viereckigen Augen bei brüllender Hitze weiter in Richtung Ungarn. Doch kurz vor der magischen Grenze beginnt plötzlich eine der wenigen elektronischen Leuchten im Trabi zu blinken. Vater fährt hektisch auf einen Rastplatz. Wir kommen an die frische Luft und ich lerne wieder einmal etwas dazu. Statt die Motorhaube zu öffnen oder nach dem Wartungshandbuch zu suchen, steigt er aus und geht sofort zu einer Gruppe quatschender Männer. Kurze Zeit später stehen zwei bedeutungsschwer diskutierende Kerle um unser Auto. Mein Vater lehnt derweil mit den Händen in den Hüften, an der Fahrertür und spornt die Jungs freundlich an, den Fehler zu finden. Ich weiß nicht, was das Problem war, nur, dass die hilfsbereiten Menschen namens Ede und Michel jeder zehn Mark bekommen und wir weiterfahren können. Ich muss zurück in den Backofen und ahne nun, wie man ein Auto repariert, wenn man Scheppert heißt.
Leider fahren wir aus Kostengründen noch einmal an eine Tankstelle und müssen dort und später an der Grenze zu meinem Land Nummer 4 wieder ewig warten. Doch nach dem letzten Schlagbaum erfasst mich ein Gefühl der grenzenlosen Freiheit, welches ich mir für immer im Leben bewahren möchte. In Ungarn weht ein laues Lüftchen und auf gut geteerten Straßen erreichen wir endlich die sagenumwobene Stadt an der blauen Donau.
Das Quartier bei Privatleuten hatte Mutter organisiert und nun wird es lustig: Sie meint sich nach gut zwanzig Jahren noch an die Straßenverläufe erinnern zu können, was leider nicht stimmt, da sie Vater von einer Einbahnstraße in die nächste Sackgasse lotst. Der ist in solchen Situationen nicht sonderlich entspannt, zumal er stark unterhopft wirkt und das erste ungarische Bier herbeisehnt. Während sich die Alten vorne anschreien, pieke ich mein Brüderchen in den Bauch und liefere mir ein Wortgefecht: „Du stinkst ja wie die Pest“ „Und du wie Buda“. Wir machen uns darüber lustig, dass unsere Alten nicht einmal wissen, in welchen Teil der Stadt wir überhaupt müssen. Irgendwann hat Vater die Schnauze voll, hält mitten auf einer viel befahrenen Kreuzung und fragt einen Verkehrspolizisten nach dem Weg. Es werden fünf weitere Befragungen von Passanten folgen bis wir am Ziel der Reise sind. Das Klima im vorderen Teil des Trabis ist mittlerweile – trotz 34 Grad – frostig.
Das Haus ist ganz alt, mit verschnörkelten Wänden und hohen, stuckverzierten Decken. Wir Kinder aus dem Neubau-Block wissen das natürlich nicht zu würdigen. Auch nicht, dass die Gastwirte extra für uns das Schlaf- und Jugendzimmer geräumt haben und nun drei Nächte auf der Wohnzimmercouch campieren. Benny ärgert das, weil dort der Fernseher steht. Doch der sendet nur in Schwarz-Weiß und ich möchte sofort hinunter in die farbefrohe West-Welt. Bis wir endlich aufbrechen, trinkt Vater „Schluckspecht“ mit dem Opa zwei Pálinka-Schnäpse, während die ältere Dame fünfmal mit der Hand durch meine Haare fährt und in gebrochenem Deutsch murmelt: „Was für ein schönes Kind. Wie mein Attila.“ 15jähjrige Jugendliche können das besonders gut leiden. Vor der Tür erklärt mir Mutter, dass deren einziger Sohn 1956 mit 18 Jahren gestorben sei und ich ihm wohl sehr ähnlich sehe. Trotzdem kein Grund mich so zu betätscheln. Schmuseäffchen Benny wird von mir ab sofort dafür eingeteilt; auch wenn er kein so schönes Kind ist, was ich ihm sofort mitteilen muss. Mutter verpasst mir ein Backpfeife und brüllt: „Natürlich! Benny ist noch viel hübscher“. Benny juchzt, ich grinse und Vater zwinkert mit verschwörerisch zu.
Icke Bad Boy
Schwein gehabt, wir wohnen in „Buda“ und gar nicht mal weit entfernt von der Donau. Doch für den riesigen Fluss und die ihn überspannenden Brücken haben wir keinen Sinn, da uns ausschließlich die knallbunten Auslagen der Geschäfte interessieren. Direkt neben unserem Haus gibt es einen Laden mit kuhlen Adidas, Nike- und Reebok-Klamotten. „Komm mal. Sowas haste noch nicht gesehen“, zerren wir an Vater. Doch der will ein Frischbier und vertröstet uns auf morgen. Unter dem Bogen einer für Mutter berühmten Kettenbrücke, wobei sie in den nächsten Tagen alles „berühmt“ oder „weltberühmt“ betitelt – entdecken wir einen Imbisstand. Vater spendiert uns zwei eiskalte Coca Cola und „Paros virsli mustar a szemle“, oder so ähnlich, denn aus Ungarisch werden wir – trotz Russischunterrichts – nicht schlau. Der Hotdog ist trotzdem – wie der erste Eindruck von dieser Stadt – zum Weinen fantastisch!
Außerdem kostet die Cola umgerechnet nur 10 Forint und die Wurst im Brotlaib 20. Das ist ja alles bezahlbar, wobei wir fürs Abendbrot trotzdem zurück in die Bude geschliffen werden. Dort ist Vaters mitgebrachtes Gastgeschenk (Berliner Pilsner) nun kalt und auch die Teewurst-Schrippen haben sich im Kühlschrank ein wenig erholt. Es sind die letzten dieser Tour. Für Morgen wird uns echtes ungarisches Gulasch im Restaurant versprochen.
Am Abend machen wir noch einen kleinen Ringel. Die komplette Stadt scheint zu leuchten. Die Uferpromenade, die Brücken, die Ausflugsdampfer, die Werbetafeln auf den Häuserzeilen, die Reklamen der Geschäfte, die Taxis, die Busse, die Metroeingänge – einfach alles. Im RIAS habe ich Moderatoren schon öfter mal vom grauen, finsteren Ostberlin reden hören. Heute habe ich erstmals eine Vorstellung davon, was sie damit gemeint haben könnten. Budapest fetzt! Urst! Ein!
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Am Morgen gibt es dennoch Stress. Obwohl wir uns in der perfekten Konsumgesellschaft befinden, in der man einfach alles kaufen kann, gibt es zum Frühstück nur Brötchen mit Marmelade oder Honig und danach will Mutter auch noch auf Sehenswürdigkeits-Tour gehen, wohingegen wir natürlich die Kauftempel der Stadt plündern wollen. Wir einigen uns auf einen Kompromiss: Benny und ich haben bis Mittag Ausgang. Wir treffen uns erst um 13 Uhr an dieser Würstchenbude wieder. Zunächst denke ich, die Alten wollen uns verarschen, doch die Gastwirtin streichelt Benny über die Omme und versichert dabei, dass die Geschäfte hier wirklich alle auch am Sonnabend geöffnet haben.

Aufgrund der Kürze der Zeit, aber auch weil mein Forint-Vorrat keinen Kleiderschrank füllt, muss ich in den Boutiquen meine Kaufhallentaktik anwenden. Es wird immer ein – durchaus hochwertiges – Stück gekauft und eines geklaut. Benny bekommt von alledem nichts mit und ist mit seinem naiv-drolligen Gesichtsausdruck vielleicht sogar ein ganz gutes Alibi. Eine dunkelgraue Levis, ein weißer Nike-Pullover, blau-weiße Converse-Schuhe und ein schwarz-rotes „Bad Boys“-Shirt landen so in meinen Einkaufstüten, wobei ich nur für die Hose und die Treter bezahlen muss. Benny erwirbt Sticker von „Franky Goes To Hollywood“, „Kim Wilde“ und „Sandra“ und ich spendiere ihm, da der Spasti kaum Geld dabei hat, ein günstiges Nicki mit einer Werbung von „Honda“. Noch nie haben wir so viele Sachen gesehen, die wir brauchten. Im Plattenladen greife ich dann nochmals tief in die Tasche und hole mir die „Black Celebration“ von „Depeche Mode“ und „Standing on a Beach“ von „The Cure“. Obwohl ich fast alle Songs auf Kassette habe, kann ich damit zu Hause richtig einfetzen. Goldstaub ist gar kein Ausdruck. Die Scheiben kosten zusammen 500 Forint (83 Mark), allerdings könnte ich sie im Plänterwald sicher für das Fünffache verkaufen – was natürlich nie und nimmer geschehen wird. Benny hilft mir beim Tragen und vollbepackt wie zwei DDR-Esel erreichen wir den Imbiss von gestern Abend.
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Vater nippt genüsslich am Fassbier und Mutter schlägt sich die Hände vor den Mund als sie uns kommen sieht. „Ihr habt ja halb Budapest leergekauft“, ruft sie, wobei auch vor ihr zwei Einkaufstaschen voller Westklamotten auf dem Boden stehen. Ich habe meine rot-schwarz längsgestreifte „Lee“ an, die mir Oma mal mitgebracht hatte. Die Röhrenjeans fühlt sich heute wie eine Spendierhose an, vor allem, weil ich sie nun auch mal mit der „Levis“ wechseln kann. Ich gehe an den Kiosk und bestelle vier dieser „Paros Wüschtli Mustafa“. Den Preis zeichnet mir der Verkäufer auf: 160 Forint. Eine Matheschwäche habe ich nicht. „Nee Genosse Towarisch, 80!“ Ich lasse mir den Kuli geben, um es aufzuschreiben, denn gestern hatte ja eine nur 20 gekostet. Doch er beharrt auf dem Wucherpreis, bis ich meinen Vater heranwinke. „Mark, mein Bier hat auch schon das Doppelte gekostet. Morgen ist hier Formel-1-Rennen.“ „Was hat denn das mit den Hotdogs zu tun?“, frage ich entsetzt. „Junge, schon mal was von freier Marktwirtschaft gehört?“, mischt sich eine Frau neben mir plötzlich ein. „Was will die Olle denn jetzt?“, flüstere ich meinem Vater zu, der gerade die noch fehlenden Forint hinter die Theke schiebt. Die Frau wedelt mit einem 10 DM-Schein.
‚Der Kapitalismus ist eine Gesellschaft der Ausbeutung‘, kommen mir die ständig gebrüllten Worte unserer Staatsbürgerkunde-Lehrerin Frisch in den Sinn. „Wegen eines beschissenen Autorennens verdoppelt Watzlav hier gleich mal die Preise“, schimpfe ich. Doch Vater, der sich noch ein zweites überteuertes Bier geleistet hat, antwortet, als könne er Gedanken lesen: „Nur der Kommunismus kann die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen beseitigen, Prost!“ Darüber kann auch ich dann wieder ablachen.
Im ehemaligen „Attila-Zimmer“ breiten wir stolz unsere Einkäufe auf dem Bett aus. Die Wirtin kriegt sich fast nicht mehr ein und ich staune, dass Benny einen Beutel voller Glitzersteine hat mitgehen lassen. Er grinst mich verstohlen an, während ich bereits überlege, mir damit „DEMO“ auf die Jacke zu pinnen. Eigentlich brauche ich jetzt nur noch Kleinkram, wie Kassetten, Camel und eine Bravo, die es hier an jeder zweiten Ecke zu kaufen gibt.
Nach einem Stadtbummel laden uns die Eltern – wie versprochen – in ein uriges Lokal in der Altstadt ein. Im Land des „Gulasch-Kommunismus“ werden wir am Einlass gefragt: „Deutsch oder DDR?“, und dann vom Objektleiter in die hinterste Ecke des Ladens verfrachtet. Die Stadt ist wegen des ersten Formel-1-Rennens am Hungaro-Ring voll von Deutschen, die jedoch von den Ungarn in zwei Kategorien eingeteilt werden. Reisen bildet!
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Zum Frühstück gibt es diesmal zwar U-SA (Ungarische Salami) aber ansonsten scheinen wir nun wirklich DDR-Betteltouristen zu sein, die trotz Metro alles ablaufen und die das noble Hilton Hotel nur von außen bestaunen dürfen. Danach erklimmen wir den Gellertberg und dessen Zitadelle, nur wegen der „fantastischen Aussicht“ bis wir endlich das „weltberühmte“ Gellert-Bad erreichen. Mutter die Sonntagsroute zu überlassen, war keine gute Idee.
Vor dem Eingang stehen hunderte mumienartige Frauen in der prallen Sonne an, um ihre verschrumpelten alten Körper in Heilwasser zu tunken. Darauf haben wir echt keine Böcke.
Also zurück. In umgekehrter Richtung wandern wir an endlosen Straßenzügen entlang, bis wir die Margareten-Brücke und die im Fluss befindliche Margareten-Insel erreicht haben. Wir lechzten nach einem Eis und vor allem wollen wir nun endlich baden gehen. Auch das hiesige Palatinus-Bad kennt unsere Mutter wie aus dem Nähkästchen, obwohl sie zuletzt vor zwanzig Jahren dort gewesen war. Ununterbrochen schwärmt sie von den riesigen Schwimmbecken, den großen Liegewiesen und vom einzigartigen Wellenbad. Das ist zwar alles noch da, aber vollgestopft mit tausenden Menschen. Hier scheinen es eher Mütter mit drei kreischenden Gören zu sein. „Alle anderen Männer sind beim Grand-Prix“, nörgelt mein Vater, obwohl er sich absolut nicht für Autorennen interessiert.
Richtig schlimm wird es erst im Wasser. Die Konstruktion des Wellenbades ist wahrscheinlich von 1937 und nichts im Vergleich mit unserem hochmodernen SEZ in Friedrichshain, welches die Schweden vor kurzem erbaut hatten. Die Wellen kommen nur einmal jede Stunde, sind popelig oder durch die Massen nur zu erahnen. Völlig arschlos!
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„Mark, Benny, ist das nicht schau? Benny, gleich kommt die nächste Welle. Mark, ist das nicht schau hier?“, brüllt meine Mutter ohne Unterlass. „Nein, lass los. Das ist die letzte Scheiße!“, rufe ich, doch sie krallt sich regelrecht an mir fest. Ich weiß mir nicht anders zu helfen, als sie grob wegzustoßen und treffe dabei versehentlich ihr Gesicht. Das hat mir gerade noch gefehlt, denn nun beginnt meine Mutter auch noch zu heulen. Das wird Vater überhaupt nicht gefallen, der gerade in der Schlange vor dem Bierstand versackt ist. Nicht nur deshalb entschuldige ich mich auf dem Weg zum Handtuch mehrmals und erkläre ihr das Berlin-Budapest-Wellenbad-Ding noch einmal genau.

Und plötzlich beginnt meine Mutter ganz unerwartet mit tränennassen Augen zu erzählen …
… dass ihre erste große Liebe ein Ungar namens Laszlo gewesen war, mit dem sie die drei schönsten Wochen ihres Lebens am Balaton und in Budapest verbracht hat. In diesem Wellenbad haben sie sich das erste Mal geküsst. Ich staune mit offenem Mund und überlege sogleich, was mit einem ungarischen Vater alles möglich gewesen wäre. Allein Klamottentechnisch.
Mit 15 Jahren nehme ich meine Mutti erstmals ohne Scham oder ein Gefühl des Unwohlseins in die Arme. Diese Reise wird mir nicht nur deshalb sehr lange in Erinnerung bleiben und vielleicht werde ich in 30 Jahren einmal darüber berichten?!
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Zum Weiterlesen: Berlin Leninplatz
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Genosse Gehorsam – Berlin Leninplatz – Jugend in der DDR

1. Dezember 2015 | von | Kategorie: Aktuelles, Blog, Mauergewinner Leseproben

JW4Ich habe keinen homogenen Freundeskreis. Unsere Truppe ist nicht kongruent, wie Mathelehrer Blase vielleicht sagen würde – nicht gleichförmig. Gegen Bommel, dessen Kopf nur knapp über die Tischkante reicht, bin ich ein Riese, gegen Leuchtturm-Andi ein Zwerg, der fette Tessi lässt mich als Fadennudel erscheinen und Bergis Oberarme können es mit dem Umfang meiner Schenkel aufnehmen. Dünn, klein, fett, groß und kräftig, aber lustig sind sie alle.
Tessi ist der Spaßvogel unserer Truppe, wobei seine Witze erst richtig einfetzen, wenn Bommel über seine Streiche so herzhaft und mit hoher Stimme lacht, dass auch bei uns bald die Tränen kullern. Bergi ist unser Mann mit dem tiefsinnigen Gespür für eine Pointe und Andis Humor ist mir manchmal zu hohl.
Alle Väter machen was anderes. Meiner ist Trainer, Bommels, der kleinste Busfahrer Berlins, der von Tessie arbeitet in einer Eckkneipe hinterm Tresen, während Bergis Alter Möbelpacker ist. Nur Andi lebt ohne Papi allein mit seiner überforderten Mutter. Sie arbeitet an in der Pablo-Neruda-Bibliothek, verleiht mir Bücher und ist (das darf ich Andi niemals sagen – niemals!) sauhübsch für ihr hohes Alter von Mitte dreißig.
Eigentlich hatte die Truppe erst nach der Jugendweiheparty so richtig zueinander gefunden. Bommel, Bergi, Tessi, Andi und ich bildeten lange den harten Kern der Leninplatz-Clique und sind seit Eröffnung des Alfclubs eigentlich unzertrennlich.
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Einer fehlt in dieser Aufzählung: Torsten. Wir waren gemeinsam in den Kindergarten gegangen, in der Schule sitzt er schräg vor mir und gegenüber wohnt er auch. Warum die anderen ihn nicht akzeptieren? Torsten ist unauffällig-brav und deshalb in ihren Augen stinklangweilig. Er hat sogar einen fiesen Spitznamen. Ein Wort, welches unsere Stabi-Lehrerin Frisch ständig benutzt, ist das antiquierte „gehorsam“. Kaum eine Stunde vergeht, wo wir nicht angehalten werden, endlich – verdammt nochmal – gehorsam zu sein. Torsten nennen sie „Genosse Gehorsam“. Das trifft es allerdings nicht, finde ich. Okay, er ist artig oder eben aus Lehrersicht vorbildlich fügsam – weder falsch noch hinterfotzig (wie Lars und Dirk) oder oberstrebsam (wie Susanne). Oft beobachte ich aus den Augenwinkeln, wie er auf dem Schulhof schüchtern in unsere Reihen schaut und sich augenscheinlich wünscht, derjenige zu sein, welcher den nächsten Brüller raushaut.
Was die Jungs nicht wissen: bei ihm zu Hause herrscht Zucht und Ordnung. Im Prinzip hat der Kerl lebenslangen Stubenarrest.
Seit seinem siebenten Kindergeburtstag war ich ihn nicht mehr besuchen und nie darf er abends noch runter. Stets wird er durch einen grellen Pfiff seines Arschloch-Vaters, dieser buckligen Brotspinne, nach oben zitiert. Selbst sein Schatten ist dann innerhalb von Sekunden im Hauseingang verschwunden. Doch alles änderte sich an einem bestimmten Tag.

Der Schultag war nicht sonderlich spektakulär gewesen – bis auf die letzte Stunde. Tessie hatte im Schlafzimmer seines Erzeugers in einem Geheimversteck etwas Ungeheuerliches entdeckt und in Physik in den hinteren Bänken herumgereicht. Beim Blick auf (und in) das erste weibliche Geschlechtsorgan meines Lebens in Farbe und Nahaufnahme hätte ich beinahe gekotzt. Bommel ließ die Sache fast auffliegen, da er beim Betrachten des Porno-Heftes zunächst dunkelrot anlief, dann aber laut und mit Piepsstimme brüllte: „Was für ’ne riesige Muschi“, bevor ihm wie immer die Freudentränen über die Wangen kullerten.

Dem westlichen Druckerzeugnis will ich mich nach Unterrichtsschluss noch etwas genauer widmen. Viele Bilder, wenig Text – das kannte ich bisher nur aus den „Abrafaxe“-Heften und eine Frau darin sah aus wie Andis Mutti, wobei ich nur das Gesicht beurteilen kann. Tessi ist verschwunden, doch über Lars, der immer weiß wo sich gerade jemand aufhält, habe ich schnell sein Versteck ausgehorcht. Er liegt mit Bergi und Bommel in einer der Betonröhren auf dem Spielplatz und blättert durch Seiten voller Ekelkram. Pfui! – ich krieche erfreut dazu. Mit gedrücktem Knopf der weinroten Narva-Stabtaschenlampe starren wir auf das versaute Bilderrätsel.
Torsten tritt ins Licht der kreisrunden Öffnung. „Was will denn Genosse Gehorsam hier?“, ruft Bommel während Tessi hektisch das Westheft im Aktenkoffer verstaut und aus der Röhre robbt. Auch wir kriechen ins Freie. „Kommt, lasst uns was einklauen“, murmelt Bergi konsterniert. „Darf ich mitkommen?“ Alle Blicke sind plötzlich auf Torsten gerichtet. „Aber wenn du petzt, Spasti, kriegst du tierisch eins aufs Maul“, keift Klein-Bommel, da Torsten noch nie bei einem dieser Raubzüge in der Koofi dabei gewesen war. Gemeinsam laufen wir zum Selbstbedienungsladen an der Büschingstraße und treffen Assi – also Astrid – davor, die sich uns anschießt.
Gekonnt sackt Bommel eine Flasche Kirsch-Whisky im Turnbeutel ein, Assi lässt eine Pulle Pfeffi unter ihrem weiten Pullover verschwinden und mein Aktenkoffer wird mit Kali (Kaffeelikör) gefüllt, bevor wir zu dritt, unschuldig schauend, eine Stange Zitronen-Bonbons von Zitro an der Kasse kaufen. Bergi und Tessi stehen Schmiere.
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Nur Torsten ist weg. Bis wir ihn schließlich mit einem vollbeladenen Einkaufswagen rechts neben den Kassen vorbeimarschieren sehen. Wie selbstverständlich holt er zwei Dederon-Beutel aus seinem Ranzen, packt eiskalt etliche Schnaps-, Likör- und sogar Bierflaschen hinein und marschiert damit seelenruhig zum Ausgang. Wir bekommen den Mund fast nicht zu. „Na du bist ja ein krasser Kunde!“, ruft ihm Bommel auf dem Heimweg durchaus anerkennend zu: „Und jetzt mit Club-Cola die Birne wegschießen?“ Allen ist klar, dass wir die Wahnsinns-Tat (er hat sogar eine schwer zu klauende Curaçao-Pulle und Falkner-Whisky eingesackt) im Alfclub begießen müssen. Bei Torstens Premiere gibt‘s Grüne Wiese. Tessi verabschiedet sich recht bald (inklusive Pornoheftes), Assi folgt kurze Zeit später und so brechen auch wir nach nur einem Glas auf. Bergi fragt: „Noch schnell ein Telefonstreich bei Dir?“ „Och ja, bitte Scheppi“, stimmt Bommel aufgeregt zu, nicht nur, weil seine Alten gar kein Telefon besitzen. Ich habe nichts dagegen und auch Torsten folgt uns wortlos in den Aufzug. Oben liegt Benny auf der Couch und schaut die Schlüpfe in der ARD. Andi klingelt unten an der Tür. Mit ihm sind wir nun fast wieder vollzählig.

Alles begann vor einigen Monaten ganz harmlos. Ich hatte mir aus Langeweile das Telefonbuch geschnappt und ein bisschen darin geblättert. Beim Buchstaben „W“ war mir ein Witz meines Vaters eingefallen. Ich rief bei einer Frau Werk an und sagte: „Kann ich mal bitte ihre Tochter Claire sprechen?“. „Wen?“, brüllte mich eine Frau an. „Na ihre Tochter Klärwerk!“. So richtig zündete das noch nicht und erst als ich bei Frau Grube nochmals die Nummer brachte, kugelte sich Bommel vor Lachen mit meinem Bruder auf der Couch. „Klärgrube, ich dreh durch!“ Plötzlich hatten alle Feuer gefangen. Billy aus der A schnappte sich den Schinken, ließ die Wählscheibe sieben Mal rotieren und sagte mit tiefer Stimme: „Hier ist Karl Schäffner. Wollen Sie nächste Saison bei uns spielen?“ Wir verstanden die Antwort nicht. „Das ist mein Rainer Ernst!“, brüllte er in den Hörer, schmiss ihn auf die Gabel und klopfte sich auf die Schenkel. Doch so machte das keinen Spaß.
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Er hatte sich als Union-Trainer ausgegeben und bei einem Rainer Ernst (Namensgeber des BFC-Spielers) angerufen, was an sich lustig war. Aber nur für Fußballfans und vielleicht, wenn er uns vorher aufgeklärt hätte. Die Regeln wurden geändert. Den Nachnamen musste man nun vorher sagen. So kamen immerhin noch ein Mark Stück, eine Martha Pahl und ein Carsten Bier zustande, was ausreichte, um auch die nicht anwesenden Jungs der Clique eine Woche lang zu belustigen. Danach gingen meine Freunde, denen unser Musik- und Zeichenlehrer, Herr Elster, jegliche Kreativität abgesprochen hatte, derart in sich, dass die fantastischsten Telefonstreiche geboren wurden. Bergi fragte eine Frau Stäbe nach Gitta, Tessi suchte seine Cousine Anna Nass, Billy wollte Onkel Bill Iger sprechen und Andi einer Frau Gurgel „anne Gurgel“ gehen. Das alles fetzte erst richtig ein, wenn Bommel und mein Bruderherz dabei waren, denn die lachten mit einer kindlichen Naivität oftmals minutenlang, wodurch sie uns alle ansteckten. Bei Bommels Anruf auf der Suche nach Hack Fresse quietschte jedoch nur Benny vor Vergnügen, da Hack ja kein Vorname war und er zudem bei einem Herrn Fräse angerufen hatte. Doch als Bergi dann noch einen Herrn Smaul im Buch entdeckte und fragte: „Bin ich da richtig bei Christoph Smaul“ musste ich alle einbremsen, bevor noch Nachbar Bohne Voss erschien.
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Auch am heutigen Tag ist es witzig. Als ob uns noch allen das Pornoheft im Hirn herumschwirrt, verlangt Bommel nach einer Frau Rosa Schlüpfer, Andi nach Rose Tee (wobei er Rosette danach erklären muss) und Bergi murmelt sautrocken in den Hörer: „Spreche ich mit Herrn Harten? Ich bin ein Klassenkamerad von ihrem Sohn Christian“. „Von wem?“ „Kriegst ja n Harten!“ Der zieht bei allen und auch mein Christian bei Frau Steifen ist noch ein Brüller. Nur Torsten verzieht keine Miene. Okay, er ist nicht eingeweiht und so schnell fällt einem auch nichts Neues ein. Doch plötzlich ruft er: „Hat jemand mal die Nummer von Assi?“ Ich bin ein wenig perplex, reiche ihm aber mein kleines Notizbuch. ‚Welcher Vorname soll denn auf Homberg passen‘, frage ich mich. Er schnappt sich unser graues Telefon und bedient elegant die Wählscheibe. 4373250 – die „0“ dreht sich dabei besonders lang auf dem Nummernschalter, bevor das erste Freizeichen ertönt. Alle sind mucksmäuschenstill. „Ja bitte?“ „Spreche ich mit Astrid Homberg?“, sagt er mit der tiefsten Stimme, die ich jemals bei einem Jungen meines Alters gehört habe. „Ja, wieso?“ „Hier spricht Klaus Meier aus der Konsum-Kaufhalle an der Büschingsstraße. Sie wurden angezeigt, heute um 15 Uhr einen Ladendiebstahl begannen zu haben. Kommen Sie umgehend mit ihrem Personalausweis und einem Besen vorbei! Ich erwarte sie vor dem Eingang.“ Wir hören die Antwort nicht. „Umgehend, oder es erwarten sie Konsequenzen!“ Torsten legt auf. Wir sind baff, doch Bergi bricht das Schweigen: „Hut ab, Genosse Gehorsam!“ Plötzlich beginnen alle zu lachen und rennen zum Kinderzimmerfenster. Wir lehnen uns aufs Fensterbrett, um zu schauen, ob Assi tatsächlich aus dem Nachbareingang marschiert. „Was ist denn mit dir heute los?“, frage ich Torsten. Langsam wird es mir unheimlich, was aus dem sonst so braven Muttersöhnchen innerhalb eines Tages geworden ist. Nach kurzer Pause brummt er: „Ach weißte Scheppi, ich habe eine Woche sturmfrei, weil meine Oma gestorben ist und wollte auch mal ein bisschen Spaß haben.“ Noch bevor ich darüber nachdenken kann, schreit Bommel, der mit dem Kopf gerade so über den Fensterrahmen reicht: „Das gibt’s doch gar nicht!“ Unsere Klassenkameradin Astrid verlässt tatsächlich mit einem Besen in der Hand das Haus – und wer hechelt hinterher? Richtig, Tessi. „Die Schweine haben sich das Pornoheft angeschaut!“, brüllt Andi. „Was für ein Heft?“, piepst mein Bruder. „Ach so ein Pittiplatsch-und-Schnatterinchen-Heft.“ Wir grinsen über Bergis kuhlen Witz und rennen zur Tür. Torsten fragt mich nach unserem Besen und spurtet mit diesem sofort die Treppen hinunter.
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Er ist vor dem Fahrstuhl unten und draußen sehen wir, wie er die Abkürzung durch den Rosengarten in Richtung Kaufhalle nimmt. Jetzt müssen auch wir uns sputen, wenn wir sehen wollen, was dort geschieht. Doch wir kommen zu spät. Vor dem Eingang fegt Assi bereits. „Was machst du denn hier?“, quietscht Bommel und sieht dabei aus, als ob er sich gleich in die abgeschnittene Boxerjeans pisst. „Na irgend so ein Schwein hat uns verpfiffen und jetzt müssen wir die Scheiße hier machen. Der da“, sie deutet auf Torsten, der ebenfalls fegt „war schon vor mir da und hat gesagt, dass ich mitmachen soll?“ Astrid läuft rot an. Wir auch, aber nicht aus Scham, sondern aus purer Freude über den besten Streich des Schuljahres. Bommel liegt längst auf dem Boden, kugelt sich und brüllt immer wieder: „Ich kann nicht mehr!“ Er steckt uns alle damit an und sogar Astrid muss irgendwann grinsen. Der Kaufhallenleiter kommt raus und brüllt: „Verpisst euch, ihr Penner.“ Auf dem Rückweg entschuldigt sich Torsten bei Assi und sagt dann: „Ey, du hast ja Sperma aufm Pulli.“ Sie blickt an sich hinunter. Er schnippt ihr mit dem mit dem Finger unter die Nase. „Reingefallen!“
Am nächsten Tag wurde er in unsere Clique aufgenommen. Um 18 Uhr schloss ich den Alfclub auf und wenig später verlagerten wir die Veranstaltung – inklusive etlicher Mädchen – in Torstens Wohnung. Es entwickelte sich eine legendäre Party von der wir noch lange schwärmten. Leider darf ich davon nichts berichten, da wir uns das mit Indianer- und Pionierehrenwort geschworen haben. Was ich jedoch verraten kann: An jenem Abend, der in Chaos und diversen Sex-Experimenten endete, verlor Torsten seinen Spitznamen. Genosse Gehorsam wurde unser Freund Torte.
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