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Halbgare Gürteltiere in Tikal – Guatemala zur WM 2002

26. Februar 2016 | von | Kategorie: 90 Minuten Leseproben, Aktuelles, Blog

Wir Tikal„Wisst ihr eigentlich, wo das Abflussrohr endet?“, brüllt uns Jenna vom Steg aus zu. „Dort, wo ihr gerade schwimmt!“ Wir zeigen ihm ein Fuckoff und gleiten weiter über den malerischen See. Der Lago de Peten-Itza ist kilometerlang, das wird sich schon einigermaßen verteilen. „Ich war aber gerade auf dem Klo!“, fügt unser Freund lachend hinzu. Göte und ich paddeln merklich schneller in Richtung der Seerosen.
Flores liegt auf einer kleinen Insel und ist nur durch einen Damm mit dem Festland verbunden. Obwohl sämtliche Spuren der ehemaligen Maya-Bewohner vernichtet wurden, ist es wunderschön. An den schmalen, gepflasterten Straßen haben sich kleine Hotels und Restaurants angesiedelt und der Hauptplatz mit der Kirche liegt auf einem Hügel im Zentrum.

Miguel hatte uns vor einem Haus auf der Westseite abgesetzt und während die Jungs mit ihm noch ein „Gallo“ trinken, übernehme ich die Verhandlungen. Eigentlich haben wir es längst nicht mehr nötig, um Zimmerpreise zu feilschen. Doch gerade ich hatte dies, durch viele Reisen mit finanziellen Engpässen, so sehr verinnerlicht, dass ich auch hier nicht anders kann. Jenna muss die Flüche der Frau gehört haben und erkundigt sich bei mir, welchen Preis ich für den Raum mit Seeblick ausgemacht habe. „Na, die wollte erst 50 Dollar, also 40 Quetzal“, sage ich empört. „Und jetzt seid ihr bei?“, fragt er gespannt. „Na bei der Hälfte, 20 von den komischen Dingern.“ Jenna grinst: „Du weißt aber schon, das 20 Quetzal nur 2,50 Dollar sind?“
‚Ach du Scheiße’, denke ich. Ich hatte mich durch die vielen Wechselkurse total vertan und schäme mich regelrecht. Eine weltweit bekannte Backpackergruppe steht normalerweise für das Handeln bis aufs Blut und nun komme ich mir selbst wie einer von ihnen vor. Ich entschuldige mich kleinlaut bei der alten Dame und sage ihr, dass wir selbstverständlich die 40 für das Dreibettzimmer zahlen würden. Nun schaut sie mich allerdings an, als ob ich dämlich wäre.
2004 Guate Flores
Wir spülen uns mögliche Fäkalien vom Körper, auch wenn die Dusche vom Wasser des Sees gespeist wird und gehen gemeinsam zum Abendessen in ein uriges Restaurant. Obwohl wir nicht alles, was auf der Karte steht, korrekt übersetzen können, ahnen wir, dass die Speisen ein Querschnitt der heimischen Tierwelt sind. Aus der Küche meinen wir das Knacken eines Panzers zu hören, denn Jenna hatte sich sofort für das „Armadillo“ (Gürteltier) entschieden. Göte und ich wollen uns ein „Tepezcuintle“ (ein kaninchengroßes Nagetier) und „Venado“ (Wild) teilen. Die „Pizotes“ (Nasenbären) müsse man leider vorbestellen. Nein, wir verspeisen nicht die letzten ihrer Art. Die Viecher sollen hier noch in großer Zahl im Dschungel herumlaufen. Mittlerweile verstehen wir uns wieder ganz gut und haben uns damit arrangiert, dass wir diesmal nur zu dritt unterwegs sind. Wie in alten Zeiten, liefern sich meine Freunde einen köstlichen Dialog bezüglich der Chilisoße.
Göte: „Aber Jenna, ich kann nicht verstehen, warum du immer solche Schärfe rein bringst?“; Jenna: „Die Schärfe bringt ihr beiden doch rein. Muss ich mir denn alles gefallen lassen“; Göte: „Ich hab doch da jetzt keine Schärfe rein gebracht!“;
Jenna: „Ja, du nicht! Du sitzt hier bequem auf deinem Stuhl, hast drei Gallo getrunken und bist schön locker.“
Zum x-ten Mal stoßen wir auf Rudi Völlers Wutrede an und bis weit nach Mitternacht sitzen wir am Ufer des Sees und quatschen über alte Zeiten. Als Göte bereits schlafen gegangen ist, hören wir ganz in der Nähe Musik. Wir kennen die Band und werden magisch hinaus in die Nacht gezogen. Auch in Guatemala spielen sie also „Maná“. Wir stellen zwar fest, dass die immer schnulziger klingen, dennoch ist die Disko ein guter Ort, um noch diverse rumhaltige Mixgetränke zu testen. Jenna genehmigt sich zudem drei Schnäpse pur. Wegen des nur halbgaren Gürteltiers hatte er beschlossen, sich sicherheitshalber „zu versiegeln“.
Wir Kneipe
Es war ihm nicht gelungen. Ganz im Gegenteil. Kurz vor 6 Uhr meckert Göte ihn an: „In fünf Minuten fahren wir ab!“ Der arme Kerl sitzt auf dem Klo und hält den Kopf über das Waschbecken. Seit zehn Minuten entleert er sich nun schon aus zwei Körperöffnungen gleichzeitig. Mit verquollenem Gesicht besteigt er den Minibus. Es geht zu den Maya-Pyramiden von Tikal, dem Highlight unserer diesjährigen Reise. „Ihr hättet mich ja ruhig mal früher wecken können. Ich konnte mir nicht mal die Lunge bräunen“, schnauzt er mürrisch. Er müffelt ein bisschen, doch auch ich schwitze gerade literweise Alkohol aus. Gestern Nacht hatte ich zudem den „Scheppert“ gemacht. Das war schon zum geflügelten Wort geworden, wenn man einfach aufsteht, geht und zu wenig bezahlt. Jenna bekommt noch Geld von mir.
Nur Göte scheint es gut zu gehen. Er unterhält sich hinter uns angeregt mit zwei britischen Paaren. Mein Freund kann sich fast akzentfrei verständigen. Dafür spreche ich besser Spanisch als der Amerikaner, der vorne hockt und den Fahrer ununterbrochen mit seinem Wissen über „Teicel“ nervt. Der schweigt jedoch eisern und lädt kurz hinter der Stadt noch einen Kumpel ein, der sich zwischen Jenna und mich quetscht. Von hinten bekomme ich nur Gesprächsfetzen mit.
Tikal
Anscheinend fragen die Engländer, ob eigentlich alle Deutschen so pünktlich und penibel wären, wie die, die sie bisher getroffen hätten. Ich ahne, was sie meinen. Auch wir hatten in Südamerika schon viele Landsleute erlebt, die mit den teuersten Klamotten aus dem „Globetrotterkatalog“ zu sehr früher Stunde und vor allem völlig humorlos in eine besonders undurchdringliche Pampa gestiefelt waren. Das scheint unser Markenzeichen zu sein. Göte erklärt in seiner charmanten Art, dass wir anders wären und auch nicht den Bus um 4 Uhr genommen hätten, um als Erster in Tikal zu sein. Wir müssten nicht jeden Brüllaffen per Handschlag begrüßen.

Das faltige Männlein neben uns redet nun mit dem Fahrer und isst dabei mit den Händen etwas aus einer grauen Plastiktüte, die auf seinem Schoß liegt. Jenna blickt angewidert zu mir herüber und beginnt, hustend zu würgen. Das Zeug sieht aus wie ein Mix der Fleischreste unseres gestrigen Abendmahls. Ich schaue etwas genauer hin und auch mir wird kotzübel. In der Tüte mit der unappetitlichen Masse krabbeln unzählige schwarze Käfer herum. „Stop! Pare!“. Der Fahrer reagiert nicht, doch Jenna klopft ihm fest auf die Schulter und wiederholt sein Anliegen lautstark.
Icke Tikal
Nach zehn Minuten kommt er leichenblass aus dem finsteren Waldstück zurück. In seiner Hand hält er eine kleine weiße Rolle. Hinter mir erklärt Göte den verdutzten Briten trocken, dass unser Freund ihre Vorurteile bestätigen würde. Ein ordentlicher Deutscher habe eben immer Klopapier dabei, falls er im Dschungel mal gleichzeitig kotzen und scheißen müsste. Alle lachen. Nur der Ami will zügig weiter nach „Teicel“.
Während wir am Besucherzentrum darauf warten, dass Jenna vom Klo kommt, quatschen wir mit den Engländern, die ihre Frauen im Souvenirladen abgegeben haben. Sie erkundigen sich nach der WM 2006 in Deutschland. Wie weit wir mit den Stadien wären, wie es mit der Sicherheit aussehe und vor allem, ob die Kneipen vorbereitet wären. „Ja, der Biervorrat könnte mit euch das größte Problem werden“, antwortet Göte, „denn der Deutsche an sich, trinkt ja nicht so viel.“ Sie schauen in mein aufgeschwemmtes Gesicht und schmunzeln. Zehn Minuten nach ihnen betreten wir eine der bedeutendsten Stätten der klassischen Mayaperiode.

Tikal macht einen sprachlos. Es ist das Ambiente. Die Anlage, die inmitten eines riesigen Nationalparks liegt, scheint die verlorene Stadt zu sein, nach der die Spanier so lange gesucht hatten. Ein undurchdringlicher Dschungel hatte sie lange vor fremden Augen geschützt und geheimnisvolle Tiere sorgen für eine Geräuschkulisse, wie ich sie an keinem anderen Ort jemals gehört habe. Wir sehen Brüllaffen, die den Schrei von Raubkatzen nachahmen und Kletteraffen, die sich kreischend von Baum zu Baum schwingen. Bunt gefiederte Vögel stimmen in das Konzert ein und Baumfrösche sorgen mit ihrem Quaken für den Bass. Nasenbären, einige Tepezcuintle und sogar ein fettes Gürteltier kreuzen unseren Weg. Jenna ruft: „Merke! Gürteltier immer gut durchbraten!“ „Well done“, ergänzt Göte meckernd.
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Plötzlich ragen die steinernen Pyramiden, wie Wolkenkratzer aus dem Urwald empor. Erstmals möchte ich meinen: sie sind unbeschreiblich. Nachdem wir drei von ihnen erklommen haben, ist das allgemeine Unwohlsein und das Bereuen der gestrigen Fiesta fast völlig verschwunden. Wir haben lediglich Durst und rechtzeitig kommt uns ein kleiner Kerl mit einer Kühltasche um die Schulter entgegen gelaufen. Ich könnte jetzt alles trinken, außer Alkohol. Zwei Minuten später sitzen wir jeder mit zwei Flaschen „Gallo“ auf der Treppe an der Nord-Akropolis. Er hatte nur Bier. Ich stehe auf, betrachte meine Freunde und sage: „Ihr sitzt hier bequem auf euren Steinen, habt zwei Gallo getrunken und seid schön locker.“ Göte grinst, erhebt die Flasche und brüllt über mich hinweg: „Germans don’t drink that much“. Die Engländer laufen gerade vorbei. Es ist 9 Uhr Ortszeit.
Stundenlang laufen wir durch einen Irrgarten von Tempeln, Pavillons und kleinen Höfen. Am Komplex „der verlorenen Welt“ sehe ich eine Gruppe Maya-Männer – wahrscheinlich Arbeiter – sitzen. Wie gerne würde ich hinüber gehen und fragen, ob sich ein Wahrsager unter ihnen befindet. Meine letzte Hellseher-Info war die, dass Deutschland erst 2014 wieder Weltmeister wird. Aber vielleicht stimmt das sogar. Jeannet hatte gerade ihr drittes Kind (zum Glück von einem coolen Schweizer) bekommen. Auch das hatten wir damals hinterfragt. Zum Sonnenuntergang springen wir noch einmal in den glitzernden See. Was für ein fantastischer Tag.
2004 Guate Flores See
Auf dem Weg in die Heimat relaxen wir in Belize am Strand von Placencia, schnorcheln mit handzahmen Haien und Rochen am Riff vor Caye Caulker und landen einige Zeit später wieder in Carrillo Puerto in Mexiko. Manni scheint seit Tagen auf uns gewartet zu haben. Aufgeregt begrüßt er uns in der Dorfkneipe und organisiert sogleich ein Auto für die nächtliche Fahrt nach Tulum. Im Jeep eines Amis, namens Sammy, fehlen zwar sämtliche Kotflügel, die Motorhaube, ein Sitz und beide Türen, doch mit Zwischenstopp an einem Kühlhaus, in dem ausschließlich „Cerveza Sol“ gelagert wird, erreichen wir sicher die Cabanas am Traumstrand. Sammy fragt, ob uns eine Unze (28,35 Gramm) Marihuana für den ersten Abend erstmal reichen würde. Nach wenigen Tagen in Belize und Guatemala sehen wir also schon aus, wie verlotterte Kiffer-Idioten. „Mit euch mache ich mir eher Sorgen, dass hier gleich eine mittelschwere Bierkrise eintritt“, ruft Manni und schaut besorgt auf die vielen leeren „Sol“-Flaschen im Sand. Vier durstige Jungs sitzen am Lagerfeuer und erzählen sich lustige Geschichten. Ich werde an das ursprüngliche Mexiko erinnert, dass ich vor vielen Jahren lieben gelernt hatte. Gerne würde ich noch ein wenig verweilen.
Strand Tulum
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Zum Weiterlesen: “90 Minuten Südamerika” von Mark Scheppert
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Chi, Chi, Chi – le, le, le – Viva Chile!

1. Juli 2015 | von | Kategorie: 90 Minuten Leseproben, Aktuelles, Blog, Leseproben

1996 Santiago Zimmerleute
Ein trauriger Blick zurück. Jeannet steht vor dem Check-In und weint mit rot unterlaufenen Augen. Ich winke ein letztes Mal und verschwinde dann um die Ecke. Auch mir kullern warme Tränen über die Wangen, die ich mir mit dem Ärmel vom Gesicht wische. Betröpfelt reihe ich mich in die Schlange ein und besteige den Flieger. Wir verabschieden uns in unterschiedliche Richtungen im Leben.
Ich bin jetzt fast 25. Seit dem Mauerfall hatte ich nur herumgelungert und mich mit Nebenjobs über Wasser gehalten. Eine innere Stimme sagte mir, dass ich endlich einmal etwas Sinnvolles anpacken müsse. Doch was, wann und wo? Spontan hatte ich mir einen Flug nach Santiago de Chile gebucht. Auf dem Ticket schien „Ausgang aus der Verwirrung“ zu stehen. Die sieben Wochen würde ich ernsthaft dazu nutzen, um über meine Zukunft nachzudenken.
So groß der Abschiedsschmerz auch war: der Flieger saugt mich in eine andere Welt. Wie auf Knopfdruck kehrt diese intensive Neugier nach dem Fremden zurück. Ich weiß, dass ich jetzt einfach nur abwarten muss, dass etwas mit mir passieren wird. Nur unterwegs entdecke ich Dinge und mich ständig neu. Wie zur Bestätigung, setzen sich zwei Jungs neben mich und grüßen auf Deutsch. Sven aus Braunschweig und Jörg aus Zürich sehen sehr speziell aus. Ich hatte zwar schon einige durch meine Stadt laufen sehen, aber nie geahnt, dass ich die ersten auf einem Flug nach Südamerika kennen lerne.
Beide tragen weite schwarze Schlaghosen aus Cord, dazu passende Westen und ein Jackett mit großen Knöpfen. Darunter weiße Hemden und Krawatte. Sven hat einen Hut mit breiter Krempe und Jörg einen Zylinder auf dem Kopf. Es sind Zimmerleute auf der Walz. Ihre Habseligkeiten hatten sie in einem kleinen Bündel (Charlie) zusammen mit ihrem Stock (Stenz) in den Ablagen verstaut.
Begeistert lausche ich den Geschichten ihrer Wanderzeit und stelle fest, dass es, sobald wir die deutsche Grenze überflogen haben, kein Ost oder West, arm oder reich, schlau oder ungebildet mehr gibt. Alles, was jetzt noch zählt, ist Sympathie. Der Schweizer schüttet mir mitten in der Nacht ein Bier über den Schädel, da er der Meinung ist, dass wir jetzt Äquatortaufe feiern müssten. „Bist du bescheuert oder was?“, schreie ich künstlich entsetzt, aber er hat ja recht, auch ich überquere erstmals diesen Breitengrad. Die Jungs sind sympathisch!
Da sie ohne Reiseführer nach Chile fliegen und kein Wort Spanisch sprechen, fragt Sven mich, ob wir die ersten Tage gemeinsam verbringen können. Als wir in die Stadt fahren, beobachte ich, wie sie ihre ersten südamerikanischen Eindrücke gierig aufsaugen. Santiago wirkt im Gegensatz zu Mexiko City modern, sauber und unaufgeregt. Nur die Außentemperaturen lassen zu wünschen übrig. Ich Idiot fliege in den chilenischen Winter, während in Europa gerade bei Sonnenschein die Fußball-EM zu Ende geht. Diese Reise war mir wirklich wichtig gewesen!
Um dem Jetlag zu entgehen, kaufen wir Rotwein und beginnen im Hotel, mit einer Streichholzschachtel zu spielen. Derjenige, der an der Reihe ist, schnippt sie in die Luft und je nachdem auf welcher Seite sie landet, gibt es verschiedene Punkte. Wer die siegbringenden 22 Zähler als Erster erzielt, muss aufspringen und „Leckarsch“ brüllen. Wir lachen Tränen und duellieren uns bis tief in die Nacht.
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Am nächsten Tag fallen wir nicht nur beim Bummel durchs Kneipenviertel „Bellavista“ und der Fahrt mit der Seilbahn auf den Hausberg auf. Während für uns der Panoramablick auf die von den Anden umrahmte Stadt eine Sensation ist, sind wir es für die Einheimischen. Ich passe als großer, blonder Typ schon nicht so recht ins Stadtbild, doch die Wandergesellen sind der Knaller. Überall verursachen wir einen kleinen Menschenauflauf. „Carpintero“ (Zimmermann) wird das dritte Wort, was Sven und Jörg auf Spanisch lernen. „Tres cervezas“ (drei Bier) waren die ersten gewesen. Doch auch ich bin fasziniert von den beiden. Mit einer fast kindlichen Naivität erkunden sie die Stadt, schäkern grinsend mit den Frauen, bringen Kinder zum Lachen oder ziehen charmant vor älteren Herren den Hut. Aber ich beneide sie nicht nur um ihre Ausstrahlung. Sie verkörpern in meinen Augen das Wort „Freiheit“ in Reinkultur. Sie können jederzeit überall hinfahren, arbeiten und einfach wieder abhauen. Es gelten immer nur ihre eigenen Regeln. Sie sind unabhängig und mindestens für drei Jahre und einen Tag unterwegs. Ich wäre gerne wie sie.

Gut gelaunt kehren wir zurück. Vor unserem Hotel wird gerade ein Film gedreht. Schnell kommen wir, mit einem Becher „Gato Negro“ Rotwein in der Hand, mit den Akteuren ins Gespräch und da zumindest ich ein paar Brocken verstehe, erfahren wir, dass sie einen Kinderfilm produzieren. Wir genießen die angenehme Stimmung in der Abenddämmerung und versuchen die Handlung herzuleiten. Tief in der Nacht – wir spielen längst wieder „Leckarsch“ – haben die Geschehnisse so eine Eigendynamik entwickelt, dass wir uns nur noch mit unseren neuen Namen ansprechen: Sven ist nun „Ulf der irre Igel“, Jörg „Klaus-Dieter das lachende Lama“ und ich bin „Tobias das gütige Gürteltier“.

Am nächsten Tag fahren wir ans Meer und behalten die Namen einfach bei. Wir übernachten in einem Kaff, auf dessen Fischmarkt etliche Seelöwen und Pelikane herumlungern, bevor es weiter nach Cartagena geht. In einem Restaurant lernen wir Chilenen in unserem Alter kennen. Trotz Sprachbarrieren mögen wir uns auf Anhieb und quartieren uns in deren Hostal ein. Wir verlieren gegen die Jungs im Strandfußball und beim Wettschwimmen im eiswürfelkalten Meer, was sie dazu animiert, lauthals: „Chi, Chi, Chi, le, le, le“, zu brüllen. Dafür schlagen wir sie locker im Tischfußball und beim „Leckarsch“. Ulf und ich rufen: „Deutsch, Deutsch, Deutsch, land, land, land.“, doch nur die Chilenen hatten es ernst gemeint.
1996 Chile Neruda
Besonders mit Valeria und der kleinen Saqui verstehe ich mich blendend. Bei Kerzenlicht, Wein und Gitarrenmusik erzählen sie mir, dass sie einer linken politischen Gruppe angehören. Ich weiß natürlich, dass sich auch in Chile seit 1989 einiges verändert hatte. Die ersten freien Wahlen nach 15 Jahren Pinochet-Diktatur waren für sie die große Erlösung – der chilenische Mauerfall – gewesen. Ich ahne, was ihnen die neu gewonnenen Freiheiten bedeuten und bewundere sie dafür, dass sie noch immer aktiv an der Neugestaltung ihres Landes mitwirken. Ich bin, obwohl ich Anfang der 90iger noch Juso-Chef von Friedrichshain war, politisch gesehen, extrem ernüchtert und desillusioniert. Eine „unterm Strich zähl ich“-Mentalität hatte langsam von mir Besitz ergriffen.
Beim Ausflug nach Isla Negra zeigen sie uns voller Stolz das Arbeitshaus von Pablo Neruda. Die Ausstellungsräume gleichen einem voll gestopften Museum, da der Literaturnobelpreisträger scheinbar von einer ungeheuren Sammelleidenschaft besessen war. Alle Zimmer sind voller Kitsch und Tinnef. Trotzdem ist es ergreifend, durch die Wohnräume von Chiles größtem Poet und Messie zu wandeln. Ein verloren geglaubtes Gefühl kehrt zurück. Die Bibliothek meiner Kindheit hieß aus Solidarität mit dem chilenischen Volke „Pablo Neruda“. Ich nehme Valeria und Saqui in die Arme. Was würde ich den Mädels wohl in Deutschland zeigen wollen?
In den Adern von Saqui fließt das Blut der Mapuche-Indianer. Blauschwarze Haare bedecken ihren fast kreisrund wirkenden Kopf und ihre Nase ist fast so breit wie der immer lächelnde Mund. Mit den dichten Augenbrauen und stolzen Indianeraugen sieht sie eher aus, wie ich mir eine Frau aus dem äußersten Norden der Erde vorgestellt hätte. Ich nenne sie deshalb: Eskimo. Obwohl es zwischen uns, außer herzlichen Umarmungen, zu keinerlei körperlichem Kontakt kommt, sehe ich in ihrem feurigen Blick, dass dies nicht immer so bleiben müsste.
1996 Chile Mapuche
Um mein Gewissen zu beruhigen, telefoniere ich mit Jeannet. Als ob ich im Ferienlager wäre, erzähle ich überschwänglich, dass ich gut angekommen bin und schon richtig gute Freunde gefunden habe. Sie klingt ein wenig verstimmt und sagt mir, dass ich mich sofort bei Matze melden soll. Wäre wohl wichtig. Außerdem hätte Deutschland das Endspiel der EM erreicht. Diese Info würde mich ja sicherlich auch interessieren. Ihr Unterton irritiert mich. Erst als ich auflege, bemerke ich, dass ich vergessen hatte, „Ich liebe dich“, zu sagen. Ich wähle die Nummer meines Freundes und gehe dann zurück zu den anderen. Ulf Igel und Klaus-Dieter Lama sitzen zusammen mit den Chilenen, brüllen schon wieder „Leckarsch“ durchs halbe Hostal und rücken eiligst einen weiteren Stuhl an den Tisch heran.

Als ich mich in Santiago von den herzensguten Zimmerleuten verabschiede, kullern mir beinahe Tränen über die Wangen. Sie waren mir in dieser Woche richtig ans Herz gewachsen. „Mach’s gut Tobias Gürteltier“, rufen sie zurück und winken ein letztes Mal, bevor sie um die Ecke verschwinden…
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Zum Weiterlesen: 90 Minuten Südamerika
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Kleiner Nachtrag: Kennt die Jungs (Zimmerleute) zufällig jemand? Seit dieser Reise habe ich nur Ulf Igel einmal getroffen und danach beide – in Zeiten ohne E-Mail-Adresse oder Handy – nie wieder gesehen.
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Nur diese Bergleute, aber da waren sie nicht dabei …

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Tobias Gürteltier – WM-Maskottchen 2014

10. September 2012 | von | Kategorie: Blog, Fußball-WM 2014

Tobias GürteltierWie lautete die Widmung in meinem (2011 erschienenen) Buch “90 Minuten Südamerika”?
Richtig: “Du lebst nur einmal. Alles was zählt, ist das Jetzt und Hier. Genieße den Augenblick Tobias Gürteltier!” .
Immerhin ist dies schon meine dritte richtige Vorhersage im Werk:
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1. Deutschland wird nicht Frauenfußball-Weltmeister 2011
2. Spanien wird Fußball-Europameister in Polen und der Ukraine 2012
3. Ein gütiges Gürteltier wird 2013 zum Maskottchen der WM gekürt
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Womit bewiesen ist:
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4. Deutschland wird Fußball-Weltmeister 2014

Wir sehen uns!
Mark S.

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Frauenfußball-WM 2011

1. Juli 2011 | von | Kategorie: Blog

Mädchen Strand

Warum hörte ich eigentlich gerade von den Mädels aus meinem Freundeskreis vor dem bedeutenden Ereignis im eigenen Land immer wieder: „Ihr wollt nicht wirklich diese WM tippen?“
Natürlich schauten wir auch die Frauenfußball-WM, wetteten auf die Ergebnisse und fieberten mit! Letztendlich waren wir 24 Leute geworden, die täglich gebannt verfolgten, ob ihre Tipps mit den tatsächlichen Resultaten übereinstimmten. Meine Prognosen standen allerdings schon längst vor der WM 2011 fest. Ein Rückblick…

‚Die USA vor Japan, Frankreich und Deutschland. Das macht ja überhaupt keinen Sinn’, dachte ich verwirrt. Wir saßen im Oktober 2010 an einem Fluss im Brasilanischen Pantanal und genossen den Sonnenuntergang. Soeben hatte unser Tourguide Alex ein Piranha-Wettangeln veranstaltet. Das Ergebnis werde uns prophezeien, wer die nächste Fußball-Weltmeisterschaft gewinnt, hatte er lächelnd verkündet. Und nun das: USA vor Japan und Frankreich?

Pascal, der 1,90 Meter-Hüne nahm nicht teil. Er ist der gütigste Mensch den ich kenne und tötet keine Tiere. Ich jedoch zog sogar mein Deutschland-Trikot an, um später Beweisfotos zu haben, die, bei einem grandiosen Sieg, meine Theorien zum WM-Ausgang 2014 untermauern sollten. Sylvie wollte komischerweise für die USA ins Rennen gehen und als sich Jenna für Frankreich entschied, war mir klar: die Schweine hatten vor mich zu verarschen. Das waren ja nicht gerade meine „Lieblingsländer“. Doch Jenna war, wie die kleine Japanerin – die für hier Heimatland startete – zu vernachlässigen. Der Typ hatte noch nie zuvor gefischt und ich war in meiner Jugend sogar im Angelverein gewesen.

Angeln

Ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass die Fische in den hiesigen stillen Gewässern, im Gegensatz zum Amazonas, wo Sylvie und ich, Familie Reintsch aus Österreich vor Jahren gemeinsam mit 3:0 geschlagen hatten, bei jedem einzelnen Auswerfen sofort anbissen („I werd narrisch“, hatte Vater Reintsch damals unentwegt gebrüllt). Während Sylvie – unter Anleitung von Alex – einen Piranha nach dem anderen an Land zog, bekam ich das rohe Fleisch mit meinen Wurstfingern nicht schnell genug auf den Haken oder kriegte die Fische mit den messerscharfen Beißern dann nicht mehr ab. Gleichzeitig stand ich ganz außen, dort, wo ständig ein zwei Meter großer Kaiman mit gierigem Maul, bedenklich nah an mich heran gekrochen kam. Als Alex „time is over“ rief, hingen dennoch drei Zahnfische an meinem Stöckchen. Doch Sylvie hatte acht aufgefädelt und auch Jenna schlug mich mit vier. Die Japanerin hatte sogar sechs Piranhas gefangen. Was für ein Mist!

Ich Angeln

Jenna, Pascal und ich saßen in Liegestühlen auf einem Hügel und lauschten dem vielstimmigen Kreischen der Vögel, das den nahenden Sonnenuntergang verkündete. Einige Kaimane lümmelten träge am Flussufer herum und schauten uninspiriert auf, wenn wir eine Brahma-Dose aufzischen ließen. Das mit dem Wettangeln hatte also nicht funktioniert, doch es war mir egal. Mutter Natur zeigte sich gerade von seiner Honigseite. Jenna drehte sich zur Seite und prostete mir zu. „War doch nur die Weiber-WM 2011, Scheppi.“ Ich lächelte dankbar zurück. Richtig! Sylvie hatte gewonnen. Erster USA, Zweiter Japan und Dritter Frankreich. Das machte ja sogar halbwegs Sinn!

Jenna

Als wir zum Camp zurückliefen, kamen mir die Schwedinnen aufgeregt entgegen gerannt. Schlechte Nachrichten: Sylvie ging es überhaupt nicht gut. Geschockt begleitete ich sie ins Zimmer der Frauen und betrachtete mein süßes Mädchen. Sie war von Kopf bis Fuß mit dicken, roten Beulen übersät, so als wäre sie von hunderten Hornissen gestochen worden. Stolz, wie eine Indianerin, hatte sie vorhin nicht groß über den Stich des wespenartigen Viehs gejammert und lediglich gesagt, dass sie schon vorginge. Doch scheinbar hatte sie allergisch darauf reagiert.
Sich selber nicht so wichtig nehmen, ist ihre Lebensdevise. Mir gefällt das eigentlich, doch augenblicklich spürte auch ich einen Stich – in der Herzgegend. Das Reisen in Südamerika kitzelte seit jeher große Gefühle aus mir heraus. Ich liebte dieses kleine Wesen dort unten im Bett abgöttisch und wusste plötzlich wieder, dass ich nie mehr im Leben ohne sie sein kann.
Pascal beruhigte mich und zusammen mit Diane besuchten wir Sylvie jede Stunde. Antiallergikum und Wasser schienen zu helfen und bevor sie einschlief, beglückwünschte ich sie nochmals zum Angelsieg und zum Gewinn der Frauen-WM. Sie fragte: „Kennst du denn auch eine Fußballspielerin?“ „Ja, Marta!“, antwortete ich überraschend spontan und gab ihr einen Gute-Nacht-Kuss. Die weltbeste Fußballerin kannte sogar ich. „Die spielt aber leider für Brasilien und nicht für ‚deine’ USA!“, flüsterte ich ihr ins Ohr. Sie lächelte. Am nächsten Morgen ging es ihr besser, doch sie fühlte sich noch zu schwach, um auf die Bootstour mitzukommen.

Caiman

Ich hatte es schon in den ersten Tagen festgestellt: für Normaltouristen, wie uns, schlug das Pantanal, das Amazonasgebiet um Längen. Sicherlich gab es im Dschungel am großen Fluss mehr Tier- und Pflanzenarten, doch man sah sie dort einfach nicht. Das unkontrollierte Wuchern von Bäumen und Sträuchern verhinderte oft einen Blick in diese einzigartige Welt. Im Pantanal, dem größten Binnenland-Feuchtgebiet der Erde, liefen wir durch lichtdurchflutete Wälder, ritten über steppenartige Ebenen und beobachteten an großen Wasserlöchern, wie sich Brehms-Tierleben versammelte. Der „Scheiß-Sumpf“, wie ihn Jenna vorher noch bezeichnet hatte, war das schönste und artenreichste Naturparadies, das ich jemals in Südamerika gesehen hatte. Die sportbegeisterten Schwedinnen riefen einen regelrechten Wettkampf aus, wer die spektakulärsten Tiere fotografierte. Doch obwohl wir in unterschiedlichen Tourgruppen unterwegs waren, sahen wir letztendlich die gleichen Sumpfhirsche, Ameisenbären, hyazinthfarbene Aras, Tukane, Raubvögel, Riesenstörche, Brüllaffen, Riesenotter, Leguane, Kaimane usw.

Aras

Als wir mit dem Boot starteten, waren wir ihnen lediglich zwei Gürteltiere voraus, während sie schon ein Wasserschwein gesehen hatten. Diane und Susan warfen die Angeln aus und brüllten uns hinterher: „More than eight.“ ‚Niemals würden sie mehr als acht Piranhas fangen’, dachte ich und schrie zurück: „And we will see a jaguar!“
Das Wasserschwein war schnell abgehakt, doch einen Jaguar sahen wir natürlich nicht. Er ist die größte Katze und das Tier der Tiere auf diesem Kontinent. In fast allen alten Kulturen, wurde er gottgleich verehrt, doch in unserem Zeitalter sieht man ihn nur noch sehr selten. Den letzten hatte hier jemand vor sechs Wochen gesichtet und Alex sogar noch nie einen. Er hatte allerdings auch kein besonders gutes „Tierauge“. Oftmals erblickten wir eine Spezies zuerst und fragten unseren erstaunten Guide, was das eigentlich war.
Die Fahrt auf dem spiegelglatten Fluss glich einer Biologiestunde. Lediglich die Flummiball-Ähnlichen Augen von Caimanen trieben ab und an bedrohlich auf der Wasseroberfläche. Alex hatte uns erklärt, dass diese südamerikanische Krokodilart hier reichlich zu fressen fände, da unter uns Abermillionen Piranhas schwämmen. Die lieben stille Gewässer, denn sobald es etwas Strömung gebe, könne man sogar halbwegs gefahrlos baden. Hier jedoch bewegte sich – wie auf einem ollen Ententeich bei Windstille – nichts. Tausende verschiedenfarbige Vögel standen am Ufer oder saßen hoch oben auf den Bäumen und achteten darauf, dass sie den gefährlichen Fleischfressern bloß nicht zu Nahe zu kamen.
Begeistert tuckerten wir den Fluss in umgekehrter Richtung wieder zurück.
Wahrscheinlich waren wir zu schwer, denn wir strandeten auf einer Sandbank und Alex forderte uns lächelnd auf, mal kurz auszusteigen. Wie dumm, gerade noch gehört und schon wieder verdrängt: Mein Gehirn verarbeitete erst, als wir wieder an Bord waren, dass wir soeben in einem fast regungslosen, extrem Piranha-verseuchtem Gewässer gestanden hatten. Horror!
In diesem Moment raschelte es neben uns im Dickicht. Bis auf Alex sahen wir ihn alle gleichzeitig. Mit funkelnden Augen schaute uns ein ausgewachsener Jaguar an. Es war der magische Augenblick, das Non-Plus-Ultra, das unbeschreibliche Highlight und das intensivste Gefühl meiner bisherigen Reisen. Das muskulöse Raubtier hätte mit einem Satz jederzeit auf unseren Bug springen können, doch es schaute uns nur fragend an und schlug seine Pfoten elegant übereinander. Als die Großkatze fast geräuschlos wieder im Urwald verschwand, schwiegen wir minutenlang andachtsvoll. Alex standen Tränen der Rührung in den Augen und ehrlich gesagt: mir auch.

Marta groß

Diane und Susan, die jeweils fünf Piranhas gefangen hatten, konnten es nicht fassen, als wir ihnen freudestrahlend die Bilder zeigten. Ich dachte kurz darüber nach, dass „uns“ jetzt auch noch Schweden im Wettangeln geschlagen hatte und Deutschland bei der Frauen-WM somit nicht einmal ins Halbfinale käme. Aber so weit würde es schon nicht kommen. War ja eh alles nur Quatsch!
Auch die anderen Leute im Camp waren neidvoll begeistert. Obwohl ich gleich zu Sylvie rennen wollte, sollte ich die Fotos zunächst noch Carlos zeigen. Er unterhielt eine Datenbank, in der alle Jaguare geführt waren, die in dieser Region bisher gesichtet wurden. Anhand der markanten schwarzen Ringflecken könne er uns sofort den Namen nennen. Doch unser Weibchen wurde noch nie zuvor gesehen. Er bat Alex, Jenna, Pascal und mich, das Tier zu taufen und alle hatten scheinbar dieselbe Idee. „Wartet!“, rief ich.
Natürlich war Sylvie todtraurig, dass sie soeben nicht dabei gewesen war und zugleich gerührt, dass sie die Namensgeberin eines so bedeutenden Tieres werden sollte. Sie zog mich nach unten ins Bett, nahm mich in die Arme und flüsterte: „Das ist ja süß, aber ich möchte nicht, dass euer Jaguar Sylvie heißt.“ „Warum denn nicht?“, antwortete ich enttäuscht. „Hast du eine bessere Idee?“ Sie lächelte mich an. „Wir sind ja schließlich in Brasilien. Nennt ihn bitte Marta!“
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Ach so: obwohl ich bei unserer Tipprunde die Einzelergebnisse nicht sonderlich gut getippt habe, stehe ich momentan übrigens prima da!
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Hier der Endstand:

1. Ullibulli 50
1. larubia (also icke) 50
3. Domino Stein 48
3. Dillinger 45
5. Marco Rockz 47
6. Agent 46
6. Katia 46
6. OLÈ 46
9. Uli Bier-Off 42
9. Eckfahne 42
11. Sexmachine 41
11. Taavi 41
11. Team Durchblick 41
14. Kreiselchen 40
14. Katinka 40
16. Frauenglück 39
17. Dicke 38
17. Sportfreundin 38
17. King Kaulsdorf 38
20. Shaka Ziggi 37
20. Schöne Müllerin 37
20. Didi 37
23. Prinzessin Lulu die Gütige 36
24. Dentöse 33
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Hier noch der Trailer zu 90 Minuten Südamerika

Rezensionen:

„90 Minuten Südamerika“ ist eine Art nonfiktiver Coming-of-Age-Roman, in dem der Fußball sukzessive stärker in den Fokus rückt. Schepperts Berichte sind keine abgehangenen Weisheiten, sondern großartig geschriebene Momentaufnahmen einer riesigen Weltkarte. —11 Freunde 116, Juli 2011

Was macht der Fußball aus Menschen? M. S. war 1990 noch peinlich berührt, als Deutschland den Titel holte. 20 Jahre später bejubelte den legendären Sieg über England – und wurde auf einem Partytrip ins Land des Weltmeisters endgültig zum Patrioten.
Spiegel Online, Juli 2011

„90 Minuten Südamerika“ macht Lust und Laune alles Stehen und Liegen zu lassen, um in den nächsten Flieger nach Übersee zu steigen. —Ingo Braun (Autor „Von Haifa bis Havanna“), Juni 2011

Wie das bei Männern so ist, gibt es jede Menge Abenteuer, der Alkohol steht neben dem Fußball ganz vorn, aber auch die Frauen stehen nicht im Abseits, sondern eher im Mittelfeld oder im Sturm. —Literatwo, Juni 2011

Das Werk ist weder ein Fußballbuch noch ein Reiseführer. Vielmehr ist es eine Liebeserklärung an einen Kontinent, in dem 2014 die Weltmeisterschaft stattfinden wird. —Fussball-Kurve, Juni 2011

Nadja 3 Brasili

Südamerika, Alkohol, Frauen und Fußball. Ach ja, die Freundschaften und die Abenteuer darf man nicht vergessen, aber genau diese Mischung macht das Buch zu einem verdammt guten Buch. Auch weil jeder von uns sich nach solchen Trips und nach solchen Erlebnissen sehnt. Fritten, Fussball & Bier – der alternative Fußballblog, Juli 2011

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