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Angst vor Italien-WM 2006 in Brasilien

1. Juli 2016 | von | Kategorie: 90 Minuten Leseproben, Aktuelles, Blog

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Hohe Wellen türmen sich vor mir auf und plötzlich springen zwei Delfine über die Schaumkronen. Langsam kommen sie mir entgegen geschwommen und lassen sich schließlich sogar berühren. Ein Glücksschauer läuft mir über den Rücken, als meine Hand über ihre elastische Haut gleitet. Ich hatte das immer als Unsinn abgetan, doch die beiden scheinen mich tatsächlich anzulächeln. Selbst als ich längst mit einer Zigarette am Strand sitze, strecken sie uns vergnügt die Köpfe entgegen. Sylvie legt einen Arm um mich. Unsere Zehen berühren die angespülte Brandung. Gebannt schauen wir aufs Meer und beobachten das einmalige Schauspiel. Ich weiß in diesem Moment: So glücklich werde ich nie mehr im Leben – vor einem WM-Halbfinale mit deutscher Beteiligung – sein. Niemals!

Wir verlieben uns sofort in das kleine Örtchen Itaunas mit seinen sandigen Wegen. Eine Pousada ist hier schöner als die andere und schließlich finden wir eine Traumunterkunft mit Pool und gemütlichen Hängematten vor den Zimmern. Marie zeigt uns den Weg zum Strand. Wir überqueren einen Fluss und hinter dem Nationalparkschild verstehen wir, warum alle Gassen des Ortes so weichgespült aussehen. Die sich vor uns auftürmenden Wanderdünen wehen unablässig beigefarbenen Sand in den Ort hinein. Dahinter liegt der blaue Atlantik.
Rechtzeitig sind wir zurück, duschen und streifen unsere Trikots über. Überall im Ort liegen grün-gelb-blaue Girlanden im Dreck. Brasilien hat abgeschmückt. Wieder einmal sitzen wir allein in einer Kneipe. Deutschland gegen Italien. Das scheint hier niemanden vom Hocker zu hauen. Nach der torlosen ersten Halbzeit gehen wir kurz in unsere Pousada und sehen im Restaurant nebenan, wo sich die Hardcore-Fans des Ortes aufhalten. Hier! Endlich treffen wir Mauro, den italienischen (!) Inhaber unseres Hotels, der uns, trotz falscher Trikotfarben, herzlich begrüßt und sofort mit seinen Dorfkumpels und drei Freunden aus dem Land des Stiefels bekanntmacht. Die zweite Halbzeit beginnt.

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Das Lokal ist in grün-weiß-roter Hand. Mauro und seine Gang tragen Trikots der „Squadra Azzurra“ und eine riesige italienische Fahne hängt von der Decke herab. Brahma-Bier und reichlich Kurze werden gereicht, was die Stimmung zusätzlich anheizt. Ich habe endlich das Gefühl, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Die Hütte brodelt, als ob wir uns in Sizilien befänden. Wir hatten nichts von dem italienischen Sender gehört, der mit seinen Anschuldigungen den Ausschluss von Torsten Frings verursacht hatte. Wir wussten nicht, dass gehässige Internetforen in Deutschland zum „Pizza bestellen“ während des Halbfinales aufgerufen hatten. Wir empfanden auch nicht, dass Italien unberechtigt so weit gekommen war. Dennoch bilden sich sehr schnell zwei Fan-Lager: Sylvie und ich gegen den Rest.
Das Spiel ist nicht gut, lebt aber von der Magenkrämpfe verursachenden Spannung und als nach 90 Minuten noch immer keine Tore gefallen sind, ordern auch wir erste Beruhigungsschnäpse.
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Mauro, der heißblütige und zugleich so schelmisch grinsende Kerl, dessen einziger deutscher Satz: „Du bist eine Scheiße-Italiener“ ist, platziert zur Verlängerung Heiligenfiguren im Raum. Die weihevolle Madonna direkt auf dem Fernseher wirkt in der 119. Minute. Das muss sie, denn Fabio Grosso ist der Torschütze. Der spielt bei Mauros Lieblingsverein: Palermo. Nach dem zweiten Tor dreht unser Hotelier endgültig frei. Die ganz große Freude. Zumindest für ihn und alle Italien-Fans auf dieser Welt.

Erstmals im Leben füllen sich meine Augen wegen eines Fußballspiels mit Tränen und Sylvie nimmt mich tröstend in die Arme. Nach und nach kommen die Gäste an unseren Tisch und drücken ihr Mitgefühl aus. Barbesitzer Cassio stellt die Flasche Cachaça vor uns ab und Mauro setzt sich dazu. Er bettelt fast, dass wir nun bis zum Finale bleiben, in der Suite – ohne Aufpreis. Ich spüre, wie meine Trauer allmählich verfliegt, erhebe mein Glas und rufe: „Du bist eine Scheiße-Italiener!“
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Zum Nachlesen: “Abpfiff am Ende der Welt” bei Spiegel Online
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Das Buch: “90 Minuten Südamerika” von Mark Scheppert
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Scheiß Auswärtsspiel

19. Dezember 2014 | von | Kategorie: 90 Minuten Leseproben, Blog

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Die allererste Fußball-WM auf deutschem Boden! Es hätte ein großes Ereignis für mich werden können. Aber nein! Zum einen fand das Turnier auf der falschen Seite der Mauer statt, zum anderen war ich gerade erst drei Jahre alt. Mein Vater und Onkel Wolfgang hatten sich beim Frühschoppen so dermaßen einen eingeholfen, dass sie beim Finale 1974 schnarchend auf unserem Wohnzimmerteppich lagen und ich mit Mutter das Spiel allein anschaute. Die BRD wurde Weltmeister und ich – viele Jahre später – Fan dieser Mannschaft.
Meine zweite Fußball-WM auf deutschem Boden! Es hätte ein großes Ereignis für mich werden können. Aber nein!

„Alles Scheiße“ schreibt Jenna. Er berichtet in einer E-Mail, dass in den Straßen Berlins, tausende Touristen herumlungern und schon Stunden vor Spielbeginn unsere Stammkneipen blockieren. Wie eine Radioübertragung hätte er das Eröffnungsspiel verfolgt, eingekesselt von nervigen „Fans“ hinter einer fetten Säule. Er hätte kein einziges Tor auf der Leinwand live gesehen. Trotzdem, zwischen den Zeilen lese ich, dass in der Hauptstadt – bei Bombenwetter – gehörig die Post abgeht. Ich habe sogar ein Bild vor Augen: Vollbusige schwedische und brasilianische Fans tanzen halbnackt in der Simon-Dach-Straße mit meinen Freunden auf den Tischen. Auch in Argentinien sehen wir doch, dass Deutschland mit der ganzen Welt eine ausgelassene Party feiert. Ein schwarz-rot-goldenes Fahnenmeer auf diesen Meilen. Ich muss mir ständig verwundert die Augen reiben und bin erstmals regelrecht stolz, aus einem Land zu kommen, das so sympathisch herüberkommt. „Alles Scheiße“ sieht komplett anders aus!
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Gleich am ersten Tag entdecken wir die Kneipenmeile von Salta. An vielen Pubs hängen große Tafeln: „Fußball mit Livemusik.“ Wie gerne hätte ich das Spiel gegen Costa Rica hier (statt in Bolivien), eingekesselt von hunderten Leuten, hinter einer fetten Säule mit dem, hier angepriesenen, Eimer voller Bier verfolgt. Da wir heute einen alkoholfreien Tag einlegen, macht mich allein der Gedanke daran durstig.

Das erste Spiel der Argentinier hatten wir in San Salvador de Jujuy gesehen. Die Stadt hielt den Atem an und es herrschte eine gespenstische Stille. Nur wir rannten kurz vor 15 Uhr wie die Bekloppten durch die Innenstadt, um in die empfohlene Kneipe zu gelangen. Es gab dort zwar eine Leinwand, aber wir waren umgeben von circa zwanzig Familien, die das Spiel trocken analysierten. Zur richtigen Zeit am falschen Ort. Schon zum zweiten Mal brüllten Sylvie und ich am lautesten herum – vom Reporter im Fernsehen einmal abgesehen. Sein “Gooool de Argentina!” dehnte er auf gefühlte fünf Minuten. Wahnsinn!
Die Einheimischen schüttelten über das irre deutsche Pärchen nur die Köpfe und nach dem knappen 2:1 gegen die Elfenbeinküste gingen alle brav nach Hause. Keine Straßenparty, kein Autokorso, gar nichts in Downtown. Nur zwei angeheiterte Deutsche, die durch die Straßen taumelten und „Olé, olé“ brüllten.
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Auf dem Weg ins Hostal kommen wir an einem Schuppen vorbei, aus dem krachige Livemusik schallt. Obwohl wir einen ruhigen Abend geplant hatten, müssen wir dort hinein. Punkrock ist unsere gemeinsame Musik. Nach einem „Lag Wagon“ Konzert in Mannheim hatte ich „my brown eyed girl“ das erste Mal hemmungslos geküsst.
Die hiesige Band kann geradeso drei Akkorde spielen, der Sound ist räudig, die Texte kaum zu verstehen und außer uns hängen hier nur 16-jährige herum. Wir stellen uns vor die Bühne und wackeln mit dem Hintern. Der Sänger und einige Zuschauer tragen Tote Hosen T-Shirts und plötzlich verstehen wir auch warum. Sie beginnen, Songs der Düsseldorfer zu covern. „Los Pantalones Muertes“ (Die Toten Hosen), brüllt der Frontmann ins Mikro und gibt plötzlich richtig Gas. Das scheint das Codewort gewesen zu sein, denn auf der Tanzfläche gibt es nun kein Halten mehr. Wir wissen natürlich längst, dass Punk in Argentinien schwer angesagt ist, aber, dass die Leute hier derart krass ausflippen, ist uns neu. Sie brüllen und pogen, wie ich es selten erlebt habe und wir stehen mittendrin. Die Refrains ertönen aus heiseren Kehlen und klingen in dem kleinen Saal, wie ein wütender Schrei.
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Nach drei Liedern spüre ich, dass ich langsam zu alt für so einen Scheiß werde. Mein T-Shirt ist klitschnass und an den Schienenbeinen spüre ich schon jetzt die blauen Flecken von morgen. Keuchend laufe ich zur Bar, um uns dann doch mal ein Bier zu besorgen. Der Tresentyp schaut mich an, als ob ich ihn verarschen will und zeigt auf Cola, 7up und Wasser. Kurz überlege ich, was ich falsch gemacht habe, oder ob ich gar „zu jung“ aussehe. Gleichzeitig schaue ich mich im Raum etwas genauer um. Das Ambiente entspricht eigentlich eher dem einer Schuldisko. Junge Mädchen und die Streber sitzen eingeschüchtert in der Ecke auf Holzstühlen. Nur die ultracoolen Jungs mit Irokesen-Schnitten und zerrissenen Jeans duellieren sich vor der Bühne, strecken die Fäuste in die Luft und brüllen die Texte mit. Im Klo werden mir endgültig die Augen geöffnet. Fünf Kids stehen am Waschbecken und lassen lachend eine Flasche Hochprozentigen kreisen. Das ist eine Schuldisko! Dankend lehne ich die mir gereichte Pulle ab und bringe Sylvie eine Cola. „Bist du bescheuert oder was? War doch nur ein Scherz mit dem alkfreien Tag!“ Ich lächele sie an und weiß wieder einmal, dass sie genau die Richtige ist.
Die letzte Zugabe. Ich kann eigentlich nicht mehr, doch Sylvie stürmt bereits nach vorn. Sie spielen das Lied der Lieder. Wir hatten es in den letzten Wochen hunderte Male gehört. Es hatte uns regelrecht verfolgt und dennoch konnten wir nicht genug davon bekommen. Quilmes, Argentiniens bekannteste Biermarke, hatte als Sponsor der „Selección“ einen außergewöhnlichen WM-Werbespot gedreht. Das Video zeigt mit welcher Hingabe und Leidenschaft die Argies den Fußball zelebrieren, wie sehr sie an große Erfolge anknüpfen wollen und den Titel herbeisehnen.
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Das Besondere: die Bilder von jubelnden Fans und Ausschnitten wichtiger Spiele sind mit einem Punksong von „Attaque 77“ unterlegt. Ein ganzes Land berauscht sich seit Tagen an „No me arrepiento de este amor“. Was für ein geiler Werbespot für ein Bier. Durst! Laut schreiend springe ich in den Pulk der tobenden Massen. Links neben mir, versucht sich Sylvie auf den Beinen zu halten. Ich höre es nur Krachen und sehe, wie ein Ellenbogen von meiner Nase zurückfedert. Voll gepumpt mit Adrenalin verspüre ich keinerlei Schmerz. Doch ein Typ zieht mich von der Tanzfläche und deutet mit sorgenvoller Miene auf mein Gesicht. Nun sehe ich es auch. In weinroten Fontänen kommt mir das Blut aus der Nase geschossen. Mein Shirt, die Hose und sogar meine Schuhe sind schon eingesaut. Vor dem Spiegel im Klo kann ich nicht erkennen, ob etwas gebrochen ist, denn mein Zinken ist bereits auf Kartoffelgröße angeschwollen. Ich reinige mein verschmiertes Gesicht und stopfe mir Papierfetzen in die Löcher. Draußen wartet die besorgte Sylvie. Erst auf dem Heimweg erfahre ich, dass auch sie sich den Knöchel verstaucht hatte. Wie ein gerade überfallenes Rentnerehepaar stolpern wir durch die einsamen Straßen. Es gibt jetzt keine geöffneten Tank- und Spätverkaufstellen mehr. Kein kühlendes Quilmes-Bier. Ich lege ihren Arm auf meine Schulter, um sie ein wenig zu stützen. Sie lächelt mich dankbar an und tupft meine Nase sauber. ‚No me arrepiento de este amor’, denke ich gerührt und flüstere ihr die Übersetzung ins Ohr: „Ich bereue diese Liebe nicht!“
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„Alles Scheiße“, brülle ich am nächsten Nachmittag. Nein, meine Nase scheint nicht gebrochen zu sein. Wir sitzen am hektischen Busbahnhof und starren auf einen verrauschten Bildschirm mit schlechten Farben. Es läuft das Spiel Brasilien gegen Kroatien. Es ist kein schönes Spiel und der amtierende Weltmeister zeigt nicht gerade Samba-Fußball. Doch das Match findet in Berlin statt. Es wäre mir egal, ob tausende Menschen vor mir stehen oder fette Säulen mir die Sicht versperren würden. Zum allerersten Mal auf dieser Reise wäre ich jetzt gerne zusammen mit Freunden in den Straßen meiner feiernden Heimatstadt. Scheiß Auswärtsspiel! Betröpfelt gehe ich zu einem schäbigen Kiosk und kaufe Fahrtbiere. Viele!

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Zum Weiterlesen: 90 Minuten Südamerika
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Anstoß am Ende der Welt – bei Spiegel Online

11. Juni 2014 | von | Kategorie: Blog, Fußball-WM 2014

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Kein Mitleid! Ich hatte meine WM im eigenen Land bereits. Leider auf der falschen Seite der Mauer und im Alter von drei Jahren. Die Anekdote vom Endspiel 1974 geht etwa so: Mein Vater und mein Onkel haben sich im “Schubert-Eck”, Mollstraße, Ecke Hans-Beimler-Straße beim Frühschoppen so dermaßen einen eingeholfen, dass sie beim Finale BRD geben Holland schnarchend bei uns auf dem Wohnzimmerteppich lagen und ich mit Mutter das Spiel allein anschaute. So wurde ich zum Fußballfan.

Ich ging zu Oberligaspielen meines Team, sammelte Fußballwimpel (ich hatte sogar einen von Wismut Aue) und gehe auch heute noch mindestens zwei Mal im Jahr zu verschiedenen Berliner Mannschaften oder zu Länderspielen.

Natürlich kicke ich auch selbst – ein bisschen und mit wechselndem Erfolg. Das Schlimmste allerdings ist, dass ich völlig unnützes Fußball-Fachwissen besitze, das einem im Leben kein bisschen weiterhilft.

Zur WM 2006 in Deutschland hätte ich mit meinem Fußballwissen wohl anerkennendes Nicken oder ungläubiges Kopfschütteln hervorgerufen – aber ich war gar nicht zu Hause. Ich saß schlauerweise in einem arschkalten Anden-Staat, in dem ausgebuddelte Dinosaurier eine größere Bedeutung haben, als runde Leder, die ins Eckige müssen.

In dem bolivianischen Hochgebirgskaff, wo wir das Eröffnungsspiel sahen, hätte ich die vier bolivianischen Kids, die den WM-Auftakt mit uns anschauten am liebsten mit dem Kopf auf den Tisch schlagen. Die saßen vor dem Fernseher in der einzigen Kneipe, in der Fußball lief und sahen aus als würden sie “Sandmännchen” gucken. Ich meine: Für Millionen Deutsche, Europäer aber auch Südamerikaner war es das Spiel der Spiele, einfach nur deshalb, weil das monate-, nein jahrelange Warten vom Endspiel der letzten WM bis zum Wiederanpfiff endlich vorbei war.

Der Jubel der Massen im Münchner Stadion, die unter die Haut gehende Stimmung bei den Nationalhymnen, das wunderbare Tor von Phillip Lahm – all das war für die hiesigen bolivianischen Zuschauer scheinbar ausgesprochen langweilig und am liebsten hätten sie zu dem japanischen Actionfilm auf Kanal 2 zurückgeschaltet. Dabei bestätigten mir nur Tage später sogar einige Engländer, dass das 4:2 gegen Costa Rica fantastisches Entertainment war. Aber den vier Bolivianern bedeutete das alles gar nichts. So war meine absolut Fußball uninteressierte Freundin Sylvie diejenige, die an meiner Seite am zweitlautesten jubelte.

Zum Weiterlesen bei Spiegel Online
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Zum Buch 90 Minuten Südamerika
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Magisches Dreieck bei “Fritten, Fussball & Bier” – Jugend in der DDR

24. April 2014 | von | Kategorie: Blog, Fußball-WM 2014

Triangel“Meine erste Fußball-WM auf deutschem Boden! Es hätte ein großes, ein bedeutendes Ereignis für mich werden können. Aber nein!

Zum einen fand dieses Turnier auf der falschen Seite der Mauer statt, zum anderen war ich gerade erst drei Jahre alt. Das Endspiel 1974 verlief für mich in etwa so: Mein Vater und mein Onkel Wolfgang haben sich im von uns so genannten “Scheppert-Eck” Mollstraße / Ecke Hans-Beimler-Straße beim Frühschoppen so dermaßen einen eingeholfen, dass sie beim Finale BRD gegen Holland schnarchend auf unserem Wohnzimmerteppich lagen und ich mit Mutter das Spiel allein anschaute. Die BRD wurde Weltmeister und ich – trotz allem – zum Fußballfan.

Mein Berlin hatte zwei Mannschaften zu dieser Zeit: Union Berlin und den BFC Dynamo. Wir wohnten in Friedrichshain, und da war es zu Union nach Köpenick in Kinderaugen genauso weit wie nach Magdeburg oder Halle. Der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Prenzlauer Berg hingegen war gleich um die Ecke – also wurde ich weinrot-weiß Dynamo.

Ich war noch sehr klein und wusste nicht, welchen zweifelhaften Ruf meine Mannschaft in unserer Republik besaß. Wahrscheinlich haben mich Sprüche der Gästefans wie: „Ihr bekackten Mielke-Stasi-Arschlöscher-Bonzen!“ in diesem Alter nur verwirrt. Es war eine Frage der sozialistischen Ideologie: BFC-Fan hieß, man war dafür, Unioner waren dagegen. Egal – ich hatte ein Team, das ständig gewann!”
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Hier gehts zum Weiterlesen bei: Fritten, Fussball & Bier

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Brasiliens Norden: Von Matthäus nach Manaus. Teil 1

27. Dezember 2013 | von | Kategorie: 90 Minuten Leseproben, Blog, Fußball-WM 2014

Pool
Es hieß also von Itaunas, Abschied zu nehmen, von Mauro, Maria, Cassio und so vielen lieben Leuten mehr. Wir verließen gerührt einen Ort, der uns für immer im Leben in fantastischer Erinnerung bleiben wird – nicht nur in Zusammenhang mit der Fußball-WM 2006.

Um 13.30 stiegen wir in den Bus und bereits um 16.30 Uhr erreichten wir ein Städtchen namens Sao Matheus. Doch dort gab es ein Problem: der Bus für die Weiterfahrt war bereits ausgebucht und der nächste würde erst weit nach Mitternacht fahren. Das bedeutete, dass wir über acht Stunden in einem Ort ausharren müssten, der den Charme von Merseburg Hauptbahnhof hatte, relativ gefährlich wirkte – und vor allem so hieß, wie der in Brasilien so verehrte „Loddar“ mit Nachnamen. Matthäus hätte womöglich gesagt „Sis’ are different exercises. Not only bumm!“ Okay, das Internetcafé, welches wir nach langem Suchen fanden, war trotz der Kiddies, die sich leidenschaftlich irgendwelchen Ballerspielen hingaben, ein „Zeittotschlager“. In aller Ruhe las ich nach, was meine Freunde und die restliche Welt über die soeben beendete Fußball-WM berichteten. Deutschland feierte scheinbar noch immer den dritten Platz – und sich selbst.
Porto Seguro 2

Gegen 20 Uhr kehrten wir in ein räudiges Restaurant ein, um zwei weitere Stunden herumzubekommen, denn gegen 22 Uhr machten sie dicht – mit dem freundlich gemeinten Hinweis, dass es in dieser Gegend viel zu gefährlich wäre, um noch länger geöffnet zu haben. Nun hieß es, drei Stunden auf einem gruseligen Bushahnhof zu sitzen und zu hoffen, dass uns keine Gang anhaut und mit gezücktem Messer freundlich fragt, ob Sie unsere Rucksäcke samt Wertgegenstände mitnehmen dürfen? Wie sagte schon Lothar M.: „I hope, we have a little bit lucky.“ Wir kauften zwei Dosenbier bei einen Mann mit zerknautschtem Gesicht am unbeleuchteten Kiosk – lachten, quatschten und fast pünktlich um 1 Uhr trudelt auch der Bus ein. Wir waren mittlerweile völlig kaputt, sodass uns sogleich die Augen zufielen. „Ein Wort gab das andere – wir hatten uns nichts zu sagen“, flüsterte mir Lothar leise zu.
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Eine Alkoholpassage in Porto Seguro
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Wir befanden uns noch immer in italienischer Hand, denn in Porto Seguro holte uns Mauros Kumpel Rino ab, um uns in seine hübsche Appartementanlage zu fahren. Es war bei ihm zwar etwas teurer, dafür hatten wir ein separates Schlafzimmer, Wohnzimmer und vor allem eine voll ausgestattete eigene Küche. Die riesige Terrasse mit Hängematten gehörte bei italienischen Brasilianern scheinbar sowieso zur Grundausstattung.
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Nachdem wir etwas Schlaf nachgeholt hatten, schlenderten wir auf Kopfsteinpflastern durch die gemütliche, bunte Stadt, welche unter anderem dafür bekannt ist, dass dies der Ort war, wo Portugiesen erstmals auf ein Land trafen, welches heute Brasilien genannt wird. Auf den ersten Eindruck mochte man meinen Porto Seguro mit seinen farbenfrohen Häusern im Kolonialstil und einer Straße namens „Passarela do Alcool“ sei eine Touristenhochburg, wo es nachts wie in Mallorca zugehen würde – nur eben rhythmischer – brasilianischerer. Um es vorwegzunehmen: So war es nicht. Porto Seguro ist ein ruhiger, entspannter Ort mit ein bisschen Nightlife in dieser Alkohol-Passage. Ein sicherer Hafen.
Porto Seguro

Es war nun bereits schon Mittag – und eigentlich Zeit für Alkohol. Nein, wir leisteten uns lediglich extrem gutes Eis in einem kleinen Café am Wegesrand. Das Wetter war ein wenig durchwachsen, sodass wir uns nach dem Supermarktbesuch auf unsere eigenen vier Wände, die selbst gemachten Spagetti, das Schnitzel und den ersten Wein seit Wochen freuten. Endlich hatten wir auch Spielkarten gekauft, und beim Rommé zog ich Sylvie sogleich böse ab. Der „Alcohol Walkway“ musste also bis morgen warten.
Wir schliefen sehr lange und merkten somit erst spät, dass draußen fantastisches Wetter war. Sofort packten wir die Badesachen und dackelten zum Fähranleger. Porto Seguro hat zwar auch einige fußläufige Strände, doch „die Hammerbuchten“ sollen auf der anderen Seite der Lagune liegen – erklärte und Rino.
Auf der Autofähre tranken die meisten Passagiere in knalliger Sonne bereits ihre ersten Literflaschen „Cerveca Brahma“ des Tages. Nicht wenige krakelten lauthals irgendwelche Lieder. Ich glaube in Deutschland wäre mir das ziemlich auf den Keks gegangen, doch in Brasilien genoss ich – wie zumeist auf dieser Reise – die ausgelassene Ferienstimmung. Die Bucht mit ihren Fischerbooten und Seglern war außerdem atemberaubend schön.
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Auf der anderen Seite des Rios Buranhem waren wir uns nicht sicher, ob wir hier schon richtig waren. Da es jedoch dort, wo das Boot angelegt hatte, nicht besonders gemütlich aussah, beschloss ich, in den Bus nach Arraial d‘ Ajuda zu steigen. Sylvie zeigte mir zwar einen Vogel und als wir ankamen, gab ich ihr zunächst Recht, da wir auch dort nicht sofort sahen, wo es zum angepriesenen Strand ging. Dennoch klarte die Stimmung bald auf, als wir auf sandigen Straßen den gemütlichen Ortskern mit der niedlichen Kirche und endlich auch die beeindruckende, langgezogene Badebucht entdeckten.
Arraial d‘ Ajuda

Von einer Hügelspitze – das Arial des eigentlichen Ortes lag auf einem begrünten Berg – sah das türkisfunkelnde Meer mit den vorgelagerten Riffen absolut fantastisch aus. Nach einem steilen Weg bergab bemerkten wir zum wiederholten Male einen ungewöhnlichen Spleen der Brasilianer. Es gab direkt an der Straße zwei große Bars mit unzähligen Stühlen, Liegen und riesigen Boxen aus denen extrem laute Musik erschallte. Und genau dort lagen, bzw. saßen sie – alle! Rechts und links erstreckten sich einsame, kilometerlange Strände mit Schatten spendenden tropischen Bäumen im Hintergrund, doch die Einheimischen hockten alle auf einem Haufen lachten, tanzen und tranken Bier oder Caipirinhas – dabei meist hüfttief im Wasser stehend.
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Nur dreißig Meter weiter sah man dann keine Menschen mehr und der Strand war gut und gerne sieben Kilometer lang. Wir jedenfalls bevorzugten es, abseits der Menschenmassen zu liegen. Allerdings verschwanden auch wir nicht außer Sichtweite, denn vielleicht gab es hier ja irgendein Gefahrenproblem, weshalb die alle zusammen blieben. Somit wurden wir weder überfallen, vergewaltigt, aber auch nicht gestört. Ich fand ein schattiges Plätzchen und das Wasser war, vom Naturriff umgeben, eine übergroße Schnorchel-Badewanne.
Hätten wir nicht vorher so eine tolle Zeit bei Mauro in Itaunas verbracht – hier wären wir definitiv wieder versackt, denn überall im Ort gab es günstige Hotels und Bungalows, Open-Air-Restaurants, Bars und sogar einen Italiener, der einen übergroßen Weltmeister-Pokal aus Pappmasche stolz vor seiner Pizzeria präsentierte.
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Leider mussten wir wegen fehlender Zeit weiter in Richtung Norden düsen. Auf dem Weg zu unserem Apartment kamen wir in Porto Seguro diesmal nicht an der berüchtigten „Passarela do Àlcool“ – ohne ein, zwei Kaltgetränke – vorbei. Ein wunderschöner Tag endete tief in der Nacht auf unserer Terrasse.
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Surfer- und Hippiestadt Itacaré
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Am Bushahnhof sahen wir am nächsten Tag, dass auch Porto Seguro seine Favelas hat. Hier waren es Zelte mit Plastikplanen in denen die arme Bevölkerung hauste. Vor dem umzäunten Areal standen riesige Schilder, die Luxusimmobilien anpriesen. Wie krass!
Nach einer anstrengenden Busfahrt landeten wir um 16 Uhr in Ilhéus. Nach kurzem Grübeln beschlossen wir, noch weiter nach Itacaré zu fahren. Zum einen sollte dieser Ort nur 18.000 Einwohner – statt 220.000 in Ilhéus – haben, zum anderen schwärmten schon einige unserer bisherigen Wegbegleiter von der (!) Surfer- und Hippiestadt Brasiliens.
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In einem vollbesetzen Minibus erreichten wir kurz vor 19 Uhr den angepriesenen Ort und ließen uns, da wir wie immer völlig planlos und ohne Reiseführer unterwegs waren, von einer Schleppertruppe in eine Unterkunft führen. Das Hostel „International“ war furchtbar räudig und die Inhaber besaßen sogar die Frechheit, für ihre verkeimten, dunklen Zimmer, 80 Real pro Person zu verlangen. Zum Vergleich: bei Mauro in Itaunas und Rino in Porto Seguro hatten wir jeweils 40 für die Nacht bezahlt, mit Swimmingpool, Hängematten-Terrasse und kostenlosem Caipirinha-Service.
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Wir überließen das Hostel den zahlreichen europäischen Backpackern und fanden ein ähnlich schlechtes Hotel für die Hälfte des Preises. Das Zimmer war eigentlich gar nicht so übel, aber bereits jetzt brüllten etliche Traveller-Kids ununterbrochen auf dem Hof herum. Der ganze Ort war komplett auf diesen Backpacker-Scheiß ausgelegt, von Hippies und coolen Durchgeknallten jedoch keine Spur. Unzählige Bars, Lokale und Reiseagenturen (für die ganz großen Abenteurer, wie Surfen, Reiten, Kanufahren, Mountainbiking und Rafting) warben um Kundschaft. Vielleicht waren wir auch einfach nur zu kaputt und konnten die laut kreischenden Mädels (die alles „amazing“ und „awesome“ fanden), momentan einfach nur nicht ertragen. Wir aßen eine äußerst lasche Moqueca (Brasiliens sonst so vorzüglichen Fischeintopf), tranken lauwarmes Bier mit Cooler und gingen recht früh ins Bett. Dies hätten wir uns durchaus schenken können, da es bis 4 Uhr nachts unerträglich laut auf unserem Hof und der gegenüberliegenden Straße war. Und bereits früh um 7 Uhr trampelten die ersten Spinner auf ihrem Weg zum Adventuretrip durch die Gänge.
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Zwar konnten wir nochmals ein wenig pennen; trotzdem waren wir gerädert und vor allem genervt von dem Ort mit seinen äußerst gut gelaunten, lässigen Backpacker-Touristen. Ich versuchte Sylvie zu überreden, einen dreitägigen Surfkurs zu buchen und das bescheuerte Treiben in den Wellen des Meeres einfach zu ignorieren. Als wir im Foyer unsers Hostels jedoch einen äußerst bedrückten Amerikaner kennenlernten, überzeuge auch mich seine Story, dass wir stattdessen schleunigst abhauen sollten.
Dem armen Jungen hatten sie nämlich gestern (in unserem Hotel!), sein komplettes Gepäck aus dem Zimmer geklaut als er sich gerade beim Surfen an einem „lovely beach“ befand. Die Diebe waren scheinbar von außen durchs Fenster in seinen Raum geklettert und hatten sich nicht mal die Mühe gemacht, nach Wertsachen zu suchen. Sie hatten einfach alles komplett mitgenommen: seinen großen und den kleinen Rucksack, natürlich inklusive des Geldes, der Kamera und vor allem seines Passes. Er besaß nun buchstäblich nur noch das, was er am Leibe trug. Bei uns hätte dies wahrscheinlich die Heimreise bedeutet. Der Engel mit dem Engelsgesicht (Sylvie) schenkte ihm daraufhin 100 R$ für die Fahrt nach Salvador.
Danach verrammelten wir unser Zimmer, schlossen die Fenster und gingen für ein paar Stunden an den überfüllten Stadtstrand „Praia da Concha“. So richtig genießen konnten wir die ausgelassene Beachstimmung nun aber nicht mehr. Die Kulisse mit den überdrehten Menschen nervte zusehends. Einen schönen Augenblick gab es dennoch. Als wir auf die Mole gingen, sahen wir eine riesige Meeresschildkröte durchs Wasser gleiten. Die hatte sich wohl leider im Ort geirrt! Der Tag dümpelte vor sich hin und in der Nacht freuten wir uns bereits auf neue, entspanntere Erlebnisse auf unserer Reise durch den Norden Brasiliens.
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Ungewöhnlich früh standen wir auf. Sylvie kaufte Frühstück aus dem Minimarkt während ich die Bustickets holte damit wir keine weitere Zeit verschwenden mussten. Während der Fahrt atmeten wir mehrmals tief durch und genossen die beeindruckend schöne Landschaft. Auf Schotter- und Sandpisten fuhren wir durch tropische Regenwälder, entlang an malerischen Flüssen, sahen spektakuläre Wasserfälle und äußerst idyllisch wirkende Käffer. Ein bisschen ärgerten wir uns nun sogar, dass wir noch immer keinen Reiseführer besaßen, denn hier hätte sich sicherlich ein kurzer Zwischenstopp gelohnt.
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Zum Weiterlesen: 90 Minuten Update

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Anstoß am Anfang

1. November 2012 | von | Kategorie: Blog, Fußball-WM 2014

Anstoss
Heute möchte ich Euch einmal meinen allerersten Artikel vorstellen.
Aus einer Bierlaune heraus hatte ich “einestages” spontan damit angefangen, meine Erlebnisse während der Fußball-WM 2006, die ich ja “leider” in Südamerika verbringen musste, niederzuschreiben. Dass daraus einmal mein Fußballbuch 90 Minuten Südamerika entstehen würde, war damals keinesfalls absehbar, zumal der Text eher holprig daher kommt (und eigentlich auch ziemlich schlecht ist). Aber “Spiegel Online” hat ihn immerhin veröffentlicht, worauf ich damals megastolz war:

Kein Mitleid! Ich hatte meine WM im eigenen Land bereits. Leider auf der falschen Seite der Mauer und im Alter von drei Jahren. Die Anekdote vom Endspiel 1974 geht etwa so: Mein Vater und mein Onkel haben sich im “Schubert-Eck”, Mollstraße, Ecke Hans-Beimler-Straße beim Frühschoppen so dermaßen einen eingeholfen, dass sie beim Finale BRD geben Holland schnarchend bei uns auf dem Wohnzimmerteppich lagen und ich mit Mutter das Spiel allein anschaute. So wurde ich zum Fußballfan.

Ich ging zu Oberligaspielen meines Team, sammelte Fußballwimpel (ich hatte sogar einen von Wismut Aue) und gehe auch heute noch mindestens zwei Mal im Jahr zu verschiedenen Berliner Mannschaften oder zu Länderspielen.

Natürlich kicke ich auch selbst – ein bisschen und mit wechselndem Erfolg. Das Schlimmste allerdings ist, dass ich völlig unnützes Fußball-Fachwissen besitze, das einem im Leben kein bisschen weiterhilft.

Zur WM 2006 in Deutschland hätte ich mit meinem Fußballwissen wohl anerkennendes Nicken oder ungläubiges Kopfschütteln hervorgerufen – aber ich war gar nicht zu Hause. Ich saß schlauerweise in einem arschkalten Anden-Staat, in dem ausgebuddelte Dinosaurier eine größere Bedeutung haben, als runde Leder, die ins Eckige müssen.

In dem bolivianischen Hochgebirgskaff, wo wir das Eröffnungsspiel sahen, hätte ich die vier bolivianischen Kids, die den WM-Auftakt mit uns anschauten am liebsten mit dem Kopf auf den Tisch schlagen. Die saßen vor dem Fernseher in der einzigen Kneipe, in der Fußball lief und sahen aus als würden sie “Sandmännchen” gucken. Ich meine: Für Millionen Deutsche, Europäer aber auch Südamerikaner war es das Spiel der Spiele, einfach nur deshalb, weil das monate-, nein jahrelange Warten vom Endspiel der letzten WM bis zum Wiederanpfiff endlich vorbei war….

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