Posts Tagged ‘ DDR-Erzählungen ’

DDR-Bücher

25. November 2010 | von | Kategorie: Blog

mauer

Es gibt ja zum Glück nicht nur den „Mauergewinner“…

In den letzten Monaten habe ich mir noch das eine oder andere „DDR-Buch“ zugelegt.
Ohne die einzelnen Werke hier großartig beurteilen zu wollen (da mir das sicherlich nicht zusteht) – grundsätzlich fiel mir auf, dass noch immer nicht alles gesagt und erzählt ist.

Anbei eine kleine Auswahl der gelesenen DDR-Bücher (Belletristik):

  • Meine Freie Deusche Jugend von Claudia Rusch
  • DJ-Westradio von Sascha Lange
  • Soundtrack meiner Jugend von Jan Josef Liefers
  • Damals in der DDR von Hans-Hermann Hertle
  • Ost-Berlin von Lutz Rathenow
  • Der Turm von Uwe Tellkamp
  • Boxhagener Platz von Torsten Schulz
  • Mein erstes T-Shirt von Jakob Hein
  • Simple Storys von Ingo Schulze
  • Schlecht Englisch kann ich gut von Bürger Lars Dietrich
  • Am kürzeren Ende der Sonnenallee von Thomas Brussig
  • Geteilte Träume von Robert Ide
  • Haltet euer Herz bereit von Maxim Leo
  • Ich schlage vor, dass wir uns küssen von Rayk Wieland
  • Zonenkinder von Jana Hensel
  • Westbesuch von Jutta Voigt
  • Der Klassenfeind und ich von Barbara Bollwahn
  • Immer wieder Dezember von Susanne Schädlich
  • Kalungas Kind von Stephanie-Lahya Aukongo
  • Falls ihr noch Tipps und Anregungen habt, schreibt bitte einfach einen Kommentar.

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    Lesebühne am 14.10.2010 in Berlin-Friedrichshain

    13. September 2010 | von | Kategorie: Blog

    Palazzo

    Lesung:
    Lesebühne “Die Unerhörten” am 14. Oktober um 20.00 im Café Tasso, Frankfurter Allee 11, Eintritt frei. Thema diesmal: Deutsche Einheit

    Unerhörte Lesung zur Deutschen Einheit

    Die seit einem Jahr existierende Lesebühne “Die Unerhörten” tritt einmal monatlich im Café Tasso (Frankfurter Allee 11) auf und widmet sich jeweils einem anderen Thema. Mittlerweile hat die kleine Lesebühne ein festes Stammpublikum, gilt aber noch als Geheimtipp.
    Am 14.10. (20.00) nehmen sich die fünf Autoren die “Deutsche Einheit” vor. Die Unerhörten haben sich zum Ziel gesetzt, unterhaltsame wie auch anspruchsvolle Kurzgeschichten vorzutragen.

    Es lesen für Sie (in alphabetischer Reihenfolge) :

    Friedhelm Feller, Oliver Mahlke, Ariane Meinzer, Mark Scheppert, Susanne Schmidt, Ralph Trommer

    Cafe Tasso
    Frankfurter Allee 11
    10247 Berlin,
    Beginn: 20.00 Uhr
    Café Tasso

    …mehr Infos hier: Cafe Tasso

    (Ich lese keine Geschichten aus meinem DDR-Buch “Mauergewinner”, sondern etwas Neues)

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    Putzpulver

    15. August 2010 | von | Kategorie: Blog

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    Für meine letzte “Baseball-Geschichte” auf Spiegel Online habe ich ja ganz schön Putzpulver von einigen Lesern bekommen. Zumindest an dieser Stelle mal eine kurze Äußerung dazu. Gerade diese Geschichte kann man vielleicht nur verstehen, wenn man die – im Buch direkt darauf folgende – Story “Grüne Kotze” über das GST-Lager in der 11. Klasse liest.

    Auszug…”in nur zwei Wochen zerbrach ich fast an dieser alltäglichen Schikane. Zum ersten Mal in meinem Leben war ich richtigen Vorgesetzten ausgesetzt gewesen. Weder die Eltern noch die Lehrer konnten einen doch wirklich zu irgendetwas zwingen. Noch nie zuvor hatte ich innerhalb kürzester Zeit so viele Dinge gemacht, die ich niemals freiwillig getan hätte. Mir wurde bewusst, dass das komplette weitere Leben nach dem Abitur aus solchen Kompromissen und Strafarbeiten bestehen würde, um beruflich in diesem System voranzukommen. Das Lager war ein bitterer Vorgeschmack dessen. Politische Diskussionen wurden strikt unterbunden. Man durfte nur reden, wenn man gefragt wurde, und dies nur in einem bescheuerten DDR-Armeeslang. Niemand durfte das Lager verlassen. Wir waren nicht nur Gefangene in diesem Lager, sondern in unserem eigenen Land. Der Umgang mit einfachen jungen Abiturienten, die eigentlich gerade ihre Sommerferien hatten, ließ mich erschaudern und Angst vor der Zukunft in meiner Republik bekommen.”

    Es war also später alles gar nicht mehr so unbeschwert und lustig…und vielleicht spürt der eine oder andere Leser ja, dass sogar ich das irgendwann kapiert habe.

    Hier der betreffende Spiegelartikel

    Mein DDR-Buch “Mauergewinner” kann man u.a. bei >amazon.de beziehen.


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    In der Bestseller-Liste

    9. August 2010 | von | Kategorie: Blog

    Bestseller

    Aus einer Pressemitteilung vom 09.08.2010: Das bereits in der zweiten Auflage erschienene DDR-Buch „Mauergewinner oder ein Wessi des Ostens“ von Mark Scheppert (Herausgeber Vito von Eichborn) ist in dieser Woche wieder in die Bestsellerliste Belletristik seines Verlages Books on Demand (BoD) eingestiegen und belegt dort Rang 8..

    Laut Verlagsangaben sind im letzten Jahr 2,5 Millionen Bücher bei BoD in Norderstedt hergestellt worden und Ende Dezember 2009 seien rund 150.000 Titel lieferbar gewesen. In den Bestsellerlisten werden jeweils die 20 verkaufstärksten Titel der Sparten „Sachbuch“, „Belletristik“, „Lyrik“ und „Kinderbuch“ veröffentlicht.

    Das ist doch immerhin etwas! Hier die aktuelle Bestseller-Liste.

    Cover Mauergewinner neu

    Hier noch die Pressemitteilung

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    Punkrock im August

    6. August 2010 | von | Kategorie: Blog

    DDR-Punk
    Irgendwo schreibe ich ja in meinem Buch ja: DDR gut – BRD böse; UDSSR sehr gut – USA sehr böse. Stimmt das noch? Nuklear! Immer wenn ich auf US-amerikanischen Punk-Rock-Konzerten bin, springe ich gegen den feindlichen Imperialismus an. Werde zwar langsam zu alt für so´n Scheiß, aber bei “Lagwagon” hab ich nochmal richtig Gas gegeben. Hab ja schließlich mein Mädel aus Wessiland bei einem Konzert von denen vor 12 Jahren in Mannheim kennengelernt. 2010 im SO 36 gings dann mal wieder ab und uff´m Video sind wir auch öfter mal zu sehen, wenn man weiß, wie unsere Hinterköpfe ausehen…

    Es war natürlich das Konzert des Monats August – Die USA ist manchmal auch weniger böse. War´n Abend, der mich an vieles Gutes erinnert hat. Magische Nacht.

    Hier noch ein anderes Video von dem Abend

    Hier gehts zum DDR Buch “Mauergewinner”

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    Vito von Eichborn mit Vorwort in der 2. Auflage

    23. Dezember 2009 | von | Kategorie: Leseproben, Mauergewinner Leseproben

    Vito

    Meine Buchhändler in sagte mir: „ja“, sagte sie…

    Ja, ein Roman über das Alltagsleben in der DDR könnte gute Chancen haben. Vielleicht ist ja jetzt, zwanzig Jahre später, auch die Zeit der Klischees wie der Idealisierung vorbei. Ich weiß allerdings nicht, ob es eine neue Neugier gibt – ist das nicht alles abgehakt? Vor allem aber – dies sind doch nur reale Geschichten? Ist das letztendlich nicht langweilig?

    „Oje, neiin“, rief ich, „ich hatte bei keiner einzigen dieser so lebendigen Geschichten, ja, in keinem einzigen Moment einen Hänger – das ist komisch und liebevoll und selbstironisch und wunderbar auf den Punkt gebracht. Und von wegen Geschichten – Ingo Schulze nannte seinen Nachwenderoman ‚Simple Storys’. Er verschränkte seine 29 literarischen Fiktionen zu einem richtigen Roman. Scheppert hat sicherlich bewusst eine mehr, also 30 Storys verknüpft – jedoch ohne einen Roman daraus zu machen. Ich habe ja oft gegen ‚abgeschriebene Realitäten’ von phantasielosen modernen Autoren geschimpft. Den neuen Realismus finde ich weitgehend langweilig, auch wenn er sich als Literatur tarnt. Diesem Autoren nun gelingt etwas ganz Seltenes: Er liefert dem Leser nichts anderes als erlebte Realitäten – und macht fesselnde Literatur daraus. Und es liest sich wie ein Roman, weil auch er in Vor- und Rückblenden springt, alles miteinander verknüpft…“

    Cover Mauergewinner neuMeine Buchhändlerin unterbrach mich, wie sie es immer tut: „Jetzt will ich erst mal wissen, wovon das überhaupt handelt. Und dann, wie es sich zu Schulze und anderen DDR-Romanen verhält.“

    „Naja, Schulze erzählt hemmingwaymäßig nüchtern von larmoyanten Helden im traurigen Ossi-Leben. Keine Frage, das ist ein großes Buch, aber die NZZ schrieb: ‚In diesen Storys schlägt kein Herz.’ Das ist zwar ungerecht, aber der Leser muss die Emotionalisierung selbst machen. Naja, natürlich will ich diese erlebte DDR-Kindheit nicht mit Schulzes literarischem Wurf vergleichen.  Und die DDR-Autoren sonst? Unser Autor Scheppert sagt, ganz offensichtlich zu Recht, in ‚Zonenkindern’, ‚Sonnenallee’ und ‚Turm’ finde er sich nicht wieder…“

    „Also nun bitte mal: Ich will wissen, wovon er eigentlich erzählt!“

    „Okay, der Ich-Erzähler ist zur Wende 18-jähriger Abiturient. Heute ein ‚Wossi’ aus der ‚Generation Jan Ullrich’. Er erzählt uns seine Kindheit und Jugend, springt manchmal in die Gegenwart – und schafft mit diesen 30 pointierten Facetten eine Art herzerwärmenden Alltagsroman aus dem Leben in der DDR. Die Handlung?

    Terasse mit Oma

    Also bitte: Kleingarten mit Datsche, Trabi und FKK, Wehrerziehungslager und Jugendweihe, Bückware, Westbier und Eierlikör, Rockkonzerte, Westfernsehen und Partys, Sport, Fußball und viel heile Welt. Außerdem die Geschichte der Stalinallee, viel DDR-Alltag, bis zu den Erlebnissen an der Wende und der eigenen Stasi-Akte dieses Teenagers. Der Vater ist kugelrunder alkoholisierte Sportfunktionär, die Mutter rundliche Sekretärin von Schalck-Golodkowski, der kleine Bruder ebenfalls rund, und die Mitschüler, Freunde ebenso wie die Mädchen, werden allesamt zu prototypischen Mitmenschen – wie wir alle sie kennen, wann und wo auch immer.

    Das jugendliche Klauen in Konsumläden und pubertäres Randalieren sind so real wie die alltägliche MfS und Stasi. Auch Irrungen und Wirrungen des Jugendlichen, bis zu Annikas Brüsten und dem ersten harmlosen Orgasmus – alles stimmt. Und es ergreift – eben, weil es so stimmig ist.

    WeihmaDas ist ganz viel Herz, und Scheppert vermeidet erstaunlicherweise all die Fallstricke, von den DDR-Klischees und DDR-Büchern bis zum Pubertätsroman oder dem Abrechnungsgestus.“

    Meine Buchhändlerin war sprachlos. Das gibt’s selten. Sie meinte trocken: „Das hört sich klasse an, das muss ich lesen – ja ich komme!“, weil die Eingangsglocke geläutet hatte.

    Dies ist weder Ossi-Larmoyanz und Ostalgie noch die Überheblichkeit der Nachgeborenen. Dies ist auch nicht feuilletonistische Abstraktion, großartige Erkenntnis oder so. Der nicht klischiert, sondern liebevoll plastisch darstellt, ebenson wie das ganze DDR-Drumherum. Man sieht quasi einen Film, in dem man sich selbst wieder findet, wie – egal, wann, wo und wie jemand groß geworden ist – die Mitmenschlichkeit im kleinen Menschenleben für uns alle wichtiger ist als jeder politische, historische oder auch literarische Überbau.

    Mir bleibt nur, diese rundherum vergnügliche Lektüre zu empfehlen – und vielleicht ein bisschen Distanz zum eigenen wie Toleranz gegenüber allen anderen Lebensläufen zu gewinnen.

    Vito von Eichborn

    Zum Buch

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    Mauergewinner in der Edition BoD

    19. Dezember 2009 | von | Kategorie: Blog

    Familie 2

    Um den herausragendsten Werken des umfangreichen Titelangebots einen besonderen Raum zu geben, rief Books on Demand bereits vor vier Jahren die Edition BoD ins Leben.

    2006 konnte zudem Vito von Eichborn, einer der innovativsten „Büchermacher“ Deutschlands, als Herausgeber gewonnen werden. Mit seinem Gespür für neue Autoren und Trends durchforstet er seitdem ständig das mittlerweile um die 100 000 Titel umfassende Programm von BoD auf der Suche nach bestsellerverdächtigen Werken.
    Mauergewinner oder ein Wessi des Ostens in der Edition Bod
    Jeden Monat erscheint auf diese Weise ein neuer Titel in der Edition. Entdecken auch Sie Vito von Eichborns ganz persönliche Schätze. So nun also auch mein DDR-Buch “Mauergewinner”.

    Vito von Eichborn – neu in der Edition

    Cover Mauergewinner neu


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    Buchtipp November 2009

    2. November 2009 | von | Kategorie: Blog

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    Im Zuge einer großen „Ostalgie-Welle“ 2002/2003 strahlte dieses Buch als Leuchtturm positiv hervor. Claudia Rusch hat eine andere spannende Sichtweise auf ihre Jugend in der DDR. Dies ist umso interessanter, da sie eine ehemalige Klassenkameradin von mir ist. Ihre „freie deutsche Jugend“ stand zu Recht monatelang auf der Spiegel-Beststellerliste.

    Meine Freie Deutsche Jugend


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    Lesung am 23.10.2009

    21. Oktober 2009 | von | Kategorie: Blog

    mauergewinner_lesung1Boxhagener Lese-Abend: Leben hinter dem Eisernen Vorhang. Lesung mit Mark Scheppert und H.S. Eglund

    Alle reden von Mauerfall und „Wende“ in der DDR – die beiden Autoren haben es vor Ort erlebt und festgehalten:

    Mark Scheppert in „Mauergewinner“ über seinen Alltag als Kind und Jugendlicher in Friedrichshain, temporeich und witzig geschrieben, mit radikal persönlichem Blick, ehrlich erzählt von einer anderen DDR als der, die wir sonst verabreicht kriegen.

    H.S. Eglunds Roman-Trilogie „Die Glöckner von Utopia“ ist eine Zeitreise mit dem Soldaten und Studenten Fred Winter in die Jahre 1987 bis 1989 nach Ostberlin, Dresden und Leipzig. Eine Geschichte über Vertrauen und Verrat, Verzweiflung und Verlust.

    Spannend und poetisch, philosophisch, erotisch und authentisch.

    20 Uhr
    Eintritt: 4,00 Euro

    Karvana – Café und Lounge
    Gabriel-Max-Str. 4
    10245 Berlin – Friedrichshain

    www.karva.de
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