Archive for August 2015

Auf der Suche nach dem Grottenolm

28. August 2015 | von | Kategorie: Aktuelles, Blog

GO22Das schönste Geschenk zu meinem diesjährigen Geburtstag war ein selbst gestalteter Grottenolm von meiner Nichte und meinem Neffen. Natürlich wollten sie mich mit diesem Präsent daran erinnern, dass ich ihnen versprochen hatte, noch in diesen Sommerferien, auf die Suche nach diesem Urzeitwesen zu gehen.
Letzte Woche war es dann soweit – wir fuhren in den Harz nach Elbingerode, Rübeland, Thale, Wernigerode und Quedlinburg.
Ob wir das lichtscheue Wesen tatsächlich auf unserer chaotischen Reise gefunden haben, warum dabei von kreativen Kindern die heilige Religion der “Trompfs” mit ihrem Präsidenten Kevin James gegründet wurde, deren Jünger eine lustige Grottenolm-Zeremonie vollführen und die sich in einer Kathedrale treffen, die einem gigantischen Grottenolm nachempfunden wurde, schreibe ich später einmal ausführlich.

Mit diesem kurzen Text möchte ich mich nur bei L&M für dieses tolle Geschenk und die extrem lustige Reise bedanken! Und mich eben selbst daran erinnern, ab und zu mal wieder zu schreiben, damit bestimmte Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten. Grottenolm! Grottenolm! Grottenolm!

IMG_1467

Top 10 der Reise:
– Ein Parkschein landet im Müll bei 1.000 anderen – obwohl die Schranke noch nicht oben ist. “Ach du Scheiße”
– Eine Emma versucht als Führerin in der Hermannshöhle noch unfreundlicher zu sein als wir Berliner – es gelingt
– Präsident Kevin James und Vize Adam Sandler gründen die Grotten-Olm-Religion auf Schloss Wernigerode
– Ein Herr “Mücke” verdirbt uns den Spaß mit der hübschen Kellnerin in Elbingerode
– Eine Frau zeigt mitten im Wald ihren nackten Hintern und schwärmt dabei die ganze Zeit von “Torpi”
– Nur mit den lilafarbenen Gondeln kommt man sicher hinauf zum Hexentanzplatz
– Ein kleiner Junge ist auf der Sommerrodelbahn zu schnell für jede Kamera
– Noch lustiger als diese Reise ist nur der Film “Last Vegas”, oder eben nicht
– Hexen, besonders die, welche um 7 vor 12 in einer Uhr erscheinen, sind todeslangweilig
– In Quedlingburg gibt es einen ganz besonderen Wunsch-Brunnen – nur treffen muss man

Es war schön – Story wird in diesem Leben folgen…
.

[Weiter...]


R.I.P. mein geliebter Cousin!

20. August 2015 | von | Kategorie: Aktuelles, Blog

Jörg SchallerGestern ist völlig unerwartet und plötzlich mein geliebter Cousin Jörg mit nur 45 Jahren verstorben. In der Kindheit zeigte ich ihm immer voller Stolz mein geliebtes Berlin. Nicht nur den Fernsehturm, das Sport- und Erholungszentrum (SEZ) und den Palast der Repubik fand er toll, sondern auch die U-Bahn-Fahrten zum Tierpark und der Besuch des Kulturparks Plänterwald fetzte in seinen Augen urst ein – obwohl er andere Vokabeln benutzte, um große Freude auszudrücken.
Bei den Gegenbesuchen in Zwickau spielten wir zusammen mit meinem Bruderherz Benny an den Hängen des ehemaligen Bergwerks, krabbelten in ausrangierte Schrottautos und taten so, als ob wir selbst fuhren, kletterten auf riesige Bäume und bombardieten unsere gemeinsame (schwerhörige) Oma mit ungeheuerlichen Schimpfwörtern & lachten uns dabei schlapp. Wenn ich ihn mit sächsischem Dialekt nachäffte, schlug er mich mit ausgerissenen Brennnesseln auf Arme und Beine, oder nahm mich in den Schwitzkasten bis ich meine Berliner Schnauze hielt. Wir waren stets sehr gute Freunde und auch später riss der Kontakt – obwohl er längst nach München gezogen war – nie ab.

Jörg wird für immer mein allerliebster Cousin bleiben, ich werde ihn niemals vergessen & umarme ihn hiermit ein letztes Mal.

[Weiter...]


DDR-Straße Karl-Marx-Allee – Boulevard of broken dreams – Jugend in der DDR

14. August 2015 | von | Kategorie: Aktuelles, Blog

“Ich war auf einer großen WG-Party eines Arbeitskollegen eingeladen. Die Feier fand in der Karl-Marx-Allee in Friedrichshain statt. Obwohl ich sehr spät kam, befanden sich noch viele Gäste in der Bude. Micha begrüßte mich euphorisch und stellte mir jeden einzeln vor. Die verqualmte Küche war wie immer das lautstarke Zentrum der Wohnung und besonders gut gefüllt. Bald war klar: Ich, der Junge von nebenan, war der einzige ehemalige Ostdeutsche auf der gesamten Party. Unglaublich, denn noch bis vor wenigen Jahren waren dieses Haus, die Straße und der Bezirk ausschließlich von Ossis bewohnt gewesen. In der Badewanne schwammen die letzten, einsamen Beck’s Gold.

Manchmal kann ich gar nicht glauben, wie sehr sich meine Stadt verändert hat. Ziemlich schockiert öffnete ich mir eins meiner im Sixpack mitgebrachten “Berliner Pilsner” und sah mich erst mal um. Irgendwie kam mir die Wohnung bekannt vor. Ich ging in die Küche und lauschte den Gesprächen. Eine große Runde scharte sich um einen Typen mit Brille, der sich offenbar selbst gern reden hörte. Micha hatte ihn mir als Daniel aus Hannover vorgestellt, der in Berlin Politikwissenschaften studierte. Ich stellte mich daneben und hörte staunend zu. Er erklärte uns die Geschichte der Karl-Marx-Allee.

Leider redete er ausschließlich dummes Zeug. Ich wollte ihn am liebsten anschreien und sagen, dass diese Häuser nicht erst in den sechziger Jahren gebaut worden waren, dass es auch schon vor der Wende Badewannen und Fahrstühle gab – und dass in dieser Straße nicht jede Woche Panzer und Raketenwagen auffuhren. Die monumentale Karl-Marx-Allee, die bis 1961 noch Stalinallee geheißen hatte, war ab 1952 nach den Vorbildern der Prachtboulevards in Moskau, Lenin- und Stalingrad errichtet worden. Sie diente nicht nur dem städtischen Verkehr, sondern sollte Berlins Status als Hauptstadt verkörpern – und bot die Bühne für Aufmärsche und Paraden. Obwohl sich ab dem Strausberger Platz einige unschöne Plattenbauten anschlossen, blieb die schnurgerade Karl-Marx-Allee vom Alex bis zum Frankfurter Tor mit ihren Häusern im Zuckerbäckerstil eine der ungewöhnlichsten und vielleicht schönsten Straßen meiner Stadt. Die selbstverliebte Show des arroganten Wessis machte mich wütend. Selten hatte ich mich so aggressiv erlebt. Trotzdem behielt ich meinen Ärger für mich und schwieg. Warum?”
.
Hier geht’s zum Weiterlesen bei Spiegel Online oder im Buch “Mauergewinner”
.

[Weiter...]


Minigolf – ein schamvolles DDR-Sommermärchen – Kindheit in der DDR

6. August 2015 | von | Kategorie: Aktuelles, Blog

Krocket beideAusgerechnet Matthias! Seit Wochen prahlte er damit in jeder Hofpause und selbst abends an den Tischtennisplatten gab es kein anderes Thema mehr. So viel war klar: Er war der erste Junge aus meiner Klasse, der mit einem Mädchen gepennt hatte. „Eingelocht“, nannte er das stolz. Doch die Sommerferien standen vor der Tür – das war meine große Chance endlich aufzuschließen.

Ich freute mich auf mein erstes Lager für Arbeit und Erholung, als ich am Bahnhof Lichtenberg in die vielen unbekannten Gesichter schaute. Etwa 30 Mädchen im Alter zwischen 14 und 17 waren mit dabei und wie im Ferienlager loteten die Jungs schon auf der Hinfahrt aus, bei wem sie wohl landen würden.
Der kleine Zeltplatz lag mitten im Wald an einem See in der Nähe von Waren/Müritz und das Ambiente versprach deutlich mehr als die abgelegenen Ecken des Schulhofes, in denen man sich scheu berührte oder höchstens einmal einem Mädchen die Hand unter den Pulli schob. Natürlich waren meine Aussichten auf Sex nicht sonderlich gut. Ich war hier einer der Jüngsten – noch ganz „grün hinter den Ohren“. Sexuell aufgeladene Schimpfwörter waren mir fremd. Bis dato schrieb ich süße Gedichte in rosafarbene Poesie-Alben und den ersten Geschlechtsverkehr mit einer Frau würde ich mit Sicherheit nicht „einlochen“ nennen.

Während die älteren Jungs für vier Stunden zum Arbeiten in den Wald geschickt wurden, mussten die Neulinge mit den Mädels zur Erdbeerernte. Mein erstes „Date“, wie sie in den West-Filmen immer sagten, war jetzt sicherlich nur noch eine Frage der Zeit. Karsten und ich schlugen uns im Erdbeerfeld die Mägen voll und bewarfen uns gegenseitig mit den Früchten. Nach dem Mittag ging ich rot verklebt zu den zwei Duschen hinter den Holzverschlägen in den Wald. Dort stand bereits Jacqueline. Sie war nackt.

Zu Hause zeigten sich unsere Familienmitglieder nur sehr ungern nackt vor den anderen. Seit ich meine Eltern trotzdem einmal zusammen in der Badewanne erwischt hatte, begrüßte ich das auch. Viel Wasser hatten die beiden nicht für ein randgefülltes Wannenbad gebraucht. Ich stand lange Zeit unter Schock und hatte seitdem keine Frau mehr oben ohne gesehen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Verschämt schaute ich zur Seite, entkleidete mich hastig und stellte mich mit meiner blauen Badehose in die Dusche nebenan. „Hey Kleiner, hier duscht man aber nackig!“, hörte ich sie rufen. Mein Kopf wurde so rot wie die Erdbeerflecken auf meinen Wangen. Umständlich ließ ich die Hose auf die Füße hinunterrutschen. Noch immer wagte ich keinen Blick auf das neben mir lachende Mädchen. Ausgerechnet die dunkle Jaqueline, dachte ich geschockt. Sie war schon 16 und schien hier im Lager die Frau mit der größten Fresse zu sein.

Als ob ich es geahnt hätte, redete sie weiter von der Seite auf mich ein: „Hey du. Haste schon mal gefickt?“ – „Wie `n jetzt?“, antwortete ich irritiert. „Hast mich schon richtig verstanden!“ Schüchtern schaute ich hinüber auf ihre schneeweißen Brüste und das kleine schwarze Dreieck zwischen ihren Beinen. „Nein“, sagte ich. „Und haste Bock?“ Mein Herz begann zu rasen und mein Gehirn verarbeitete ihre Frage nur ganz langsam. „Wir kennen uns doch gar nicht“, stotterte ich. Sie strahlte: „Na du bist ja ´n Süßer. Ich kann dir auch erstmal einen runterholen, wenn du willst.“
Ich hatte den Begriff noch nie gehört und wusste nicht, was sie damit meinte. „Lieber nicht“, flüsterte ich kaum hörbar. Mit dem Handtuch um die Hüften lief ich hinüber zu meinem Zelt. Mein Schädel glühte noch immer als ich mich aufs Bett warf. ‚Das scheint hier ja wirklich ganz einfach zu sein’, dachte ich. Eine bisher unbekannte Ader meines Körpers pochte bei dem Gedanken.

Mädels

Dennoch war ich heilfroh, dass sich Jaqueline bei der ersten Lagerdisco an Mario heranschmiss und bei ihm womöglich etwas runterholte. Als die Musik zu spielen begann, hatte ich schon drei Bier getrunken und etliche Zigaretten geraucht, um möglichst cool zu wirken.
Auch mit Alkohol waren meine Erfahrungen begrenzt und so spürte ich ihn recht schnell. Bei der langsamen Runde nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und forderte Sandra zum Tanzen auf. Das niedliche Mädchen mit den schulterlangen blonden Haaren war mir gleich im Zug aufgefallen.
„Willste tanzen?“, fragte ich und schaute dabei schüchtern in ihre grünen Augen.
„Nee, will se nicht!“, zischte es von nebenan. Die brünette Andrea stand plötzlich vor mir. „Aber icke hätte Böcke.“ Sandra zuckte mit den Schultern, während mich Andrea auf die Tanzfläche zog. Langsam drehten wir uns um die eigene Achse. Sie schmiegte sich immer enger an mich und plötzlich spürte ich ihre kalten Finger in meiner Hose.
‚Okay, heute würde ich das durchziehen’, machte ich mir Mut. „Willst du ficken?“, hauchte ich ihr ins Ohr. „Wie’n jetzt?“, brüllte sie zurück. „Hast mich schon verstanden!“ Sie grinste mir ins Gesicht: „Haste denn schon mal?“ Ich schüttelte verlegen den Kopf. „Na dann soll ick dir wohl entjungfan oda wat?“ Auch das verstand ich nicht ganz, da man ja eigentlich nur Frauen entjungfern konnte. „Na gut, meinetwegen. In zehn Minuten in deinem Zelt“, sagte sie forsch und ließ mich perplex inmitten der Tanzenden stehen.

Nackt 3

Andrea erschien pünktlich. Blitzschnell zog sie ihre Klamotten aus und lag nun vollkommen nackt vor mir. „Na los – wat iss?“, fragte sie und spreizte ihre Beine dabei so, dass die kleine Taschenlampe ihr poesiebuchfarbenes Inneres beleuchtete.
Ich wusste nicht was los ist. Auch ich war bereits entkleidet, doch obwohl ich sie lange anstarrte und die leicht aufgerichteten dunklen Warzen ihrer Brüste betrachtete, richtete sich bei mir gar nichts auf. Mir war plötzlich fürchterlich kalt, mich irritierte der ungewohnte Geruch und ich hatte keinerlei Ahnung, wie es jetzt weitergehen sollte. „Kriegste keinen hoch oda wat?“ Sie lachte mir ins Gesicht. Diesmal verstand ich was sie meinte und nickte. Es gab offenbar ein gewisses Zusammenspiel von Hoch und Runter. Eilig zog sie sich an, fauchte: „Na du bist mir ja vielleicht ’ne Pfeife“, und verschwand. Enttäuscht ließ ich mich zurück auf die Matratze fallen.

Andrea hatte leider einen gewissen Status im Lager, nicht zuletzt wegen ihrer großen Klappe. Zwei Tage später hatte sie zudem mit dem größten Rowdy angebandelt. Bald wusste jeder über meinen Patzer Bescheid. Einige Mädchen tuschelten, wenn sie mich sahen, und die älteren Jungs riefen mir „kleine Schwuchtel“ hinterher.
Nach einer Freitagsdisco lauerten mir drei Kerle am See auf. An das Ufer war ich nur gegangen, um mit der kleinen Sandra zu reden. Ich wollte sie davon überzeugen, dass alle Unrecht hatten und ich auf sie – also auf Frauen – stehe.
Sofort merkte ich, dass es die Jungs nicht auf Geplauder angelegt hatten. „Jetzt kriegst du mal so richtig schön eins auf die Fresse, du schwule Sau!“, rief einer und schritt auf mich zu.

Genau in diesem Moment kam die Dorfjugend an den See geschlendert. Beim gestrigen Fußballmatch hatte ich durch Zufall erfahren, dass deren Boss exakt auf denselben Vor- und Nachnamen wie ich hörte und hatte ihn daraufhin angesprochen. Nach der Partie schworen wir uns abseits des Rasens bei Cola-Wodka ewige Treue bevor ich zurück ins Zeltlager getorkelt war. Genau dieser neue „beste Freund“ stand jetzt mit fünf baumstarken Dorfschlägern vor mir und fragte mit mecklenburgischem Akzent: „Was ist denn los, Mark? Gibt’s Ärger?“

Das Blatt hatte sich gewendet. Ich schaute in die ängstlichen Gesichter meiner Peiniger, sagte aber nichts. Auf dem Weg zurück ins Lager entschuldigten sich alle bei mir und luden mich auf ein Getränk meiner Wahl ein.
Noch an diesem Abend knutschte ich stundenlang mit Sandra, nicht nur um allen zu zeigen, dass ich kein Homo wäre. Ich hoffte das zumindest, denn noch immer hatte ich ja nicht „eingelocht“.
Sabine

Sandra schien mir dafür genau die Richtige zu sein. Sie war in meinem Alter, hatte selbst noch nie mit einem Typen geschlafen und wir hatten uns in den letzten Tagen am See richtig ineinander verknallt. Sie war sauhübsch und hatte vor allem viel Humor, was die Sache zu erleichtern schien.
Zurück in Berlin ergab sich die perfekte Möglichkeit. Meine Eltern waren zusammen mit Brüderchen Benny und Oma Halle in den Urlaub gefahren. Ich hatte durchgeboxt, dass ich nur die zweite Woche nachkommen bräuchte. Das hieß: eine Woche „sturmfrei“! Sofort lud ich Sandra ein, bei mir zu übernachten.
Wir alberten herum, sagten uns oft, dass wir super aussähen und auch, dass dies unsere Nacht werden würde. Alles lief wie am Schnürchen. Während wir, auf der Wohnzimmercouch liegend, Musik hörten und dabei lauwarm-süßen Rotkäppchen-Sekt tranken, zogen wir uns langsam aus. „Ich finde es schön, wenn du mit deiner Hand meine Brust berührst“, hauchte sie mir ins Ohr. Ich lächelte verlegen und dachte: ‚Am liebsten würde ich heute nichts anderes machen’ – einfach nur, um mir die Peinlichkeit eines weiteren Versagens beim Minigolf zu ersparen.
Dennoch schaute ich ab und an nervös an mir herab. Sandra schien das zu bemerken. Zärtlich streichelte sie meinen Oberschenkel und küsste mich dabei sanft. Das tat gut. Gemeinsam beobachteten wir meine beginnende Erektion. Erleichtert schaute ich in ihre leuchtend grünen Augen und flüsterte: „Wollen wir?“

Plötzlich ging das Türschloss und nur Sekunden später standen Mutter, Vater, Benny und Oma Halle mitten im Wohnzimmer. Unsere Klamotten lagen im ganzen Zimmer verstreut. Eine Ewigkeit später hatte mein Vater Erbarmen und warf endlich unsere Sachen zu uns herüber.

Silvester früher

Meine Eltern schwärmten noch lange von diesem Ereignis. An vielen heimeligen Weihnachtsabenden war es ein Schwank aus alten DDR-Tagen, um die jeweils zukünftige Schwiegertochter in unserer Familie willkommen zu heißen. Ich konnte ihre Euphorie leider nie teilen. Sie hatten mir damals, nur weil sie nach 50 Kilometern umgekehrt waren, um „nach dem Rechten“ zu schauen, schon wieder alles komplett versaut.

Am zweiten Schultag nach den Sommerferien holte mich Sandra nach dem Unterricht von der Schule ab. Schon von weitem winkte sie mir zu. Matthias trat neben mich. „Na, das ist ja mal ’ne geile Braut! Und haste schon eingelocht?“
Ich ließ ihn stehen und nahm mein Mädchen glücklich in die Arme.
.
Zum Weiterlesen: Mauergewinner oder ein Wessi des Ostens oder Freund werden bei Facebook.
.

[Weiter...]