Archive for September 2012

“90 Minuten” in der Friedrichshainer Chronik

11. September 2012 | von | Kategorie: Blog

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In der Online-Ausgabe der Friedrichshainer Chronikkann man nun auch einen Auszug aus meinem Buch “90 Minuten Südamerika” lesen. Auszug:

…die Oberbaumbrücke zwischen den Berliner Stadtteilen Friedrichshain und Kreuzberg symbolisiert in diesen Tagen im Sommer 1990 für meine Freunde und mich grenzenlose Freiheit. 28 Jahre lang war es DDR-Bürgern nahezu unmöglich gewesen, über sie in den Westen zu gelangen. Kurz nach dem Mauerfall hatten wir sie für uns entdeckt. Hoch oben auf den verfallenen Stümpfen der Türme haben wir einen phantastischen Blick über die Spree, bis hin zum Hotel »Stadt Berlin« und dem Fernsehturm. Wir können die neugierigen Menschen aus Richtung Friedrichshain kommend und gleichzeitig das bunte Treiben in Kreuzberg beobachten. Der Sonnenuntergang, über dem sich verändernden Berlin, ist hier der schönste in meiner Stadt. Es ist ein magischer Ort.

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Tobias Gürteltier – WM-Maskottchen 2014

10. September 2012 | von | Kategorie: Blog, Fußball-WM 2014

Tobias GürteltierWie lautete die Widmung in meinem (2011 erschienenen) Buch “90 Minuten Südamerika”?
Richtig: “Du lebst nur einmal. Alles was zählt, ist das Jetzt und Hier. Genieße den Augenblick Tobias Gürteltier!” .
Immerhin ist dies schon meine dritte richtige Vorhersage im Werk:
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1. Deutschland wird nicht Frauenfußball-Weltmeister 2011
2. Spanien wird Fußball-Europameister in Polen und der Ukraine 2012
3. Ein gütiges Gürteltier wird 2013 zum Maskottchen der WM gekürt
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Womit bewiesen ist:
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4. Deutschland wird Fußball-Weltmeister 2014

Wir sehen uns!
Mark S.

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Sommergeschichte – Kindheit in der DDR

9. September 2012 | von | Kategorie: Blog

4 Annikas Brüste
Da ja nachweislich noch immer Sommer ist, könnt Ihr hier die passende Geschichte dazu lesen. Sie wurde bereits auf “Spiegel Online” veröffentlicht und ist Bestandteil meines DDR-Romans “Mauergewinner”.

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ANNIKAS BRÜSTE
Wie könnte ich meine Familie realistisch beschreiben? Unsere Lieblingsschallplatte in der Kindheit, die “Geschichtenlieder” von Reinhard Lakomy mit ihren wunderlichen Figuren unter dem “Traumzauberbaum”, bildete uns perfekt ab. Mein Vater wog, solange ich denken kann, mehr als 100 Kilo bei einer Größe von nur 1,69 Metern – wir nannten ihn selten “Vati”, sondern “Kürbis Kugelbauch!” oder einfach nur “Kugel”. Die Mutter hatte proportional gesehen die gleichen Maße – nur eben 20 Kilo und 12 Zentimeter weniger. Im Kinderzimmer wurde sie “Teresa Rundlich” genannt. Wenn wir aber etwas von ihr wollten, dann natürlich auch “Mutti”.

Neben der Fettleibigkeit einiger Familienmitglieder waren wir auch eine sehr prüde Sippe. Das Bad wurde immer von innen verschlossen; Familie Schubert zeigte sich nicht gerne nackt. Seit ich meine Eltern trotzdem einmal zusammen in der Badewanne erwischt hatte, begrüßte ich dies auch. Viel Wasser hatten die beiden für ein randgefülltes Wannenbad nicht gebraucht. Ich stand unter Schock, und es war für lange Zeit das letzte Mal, dass ich eine Frau oben ohne sah. Es gab in meiner Jugend keine Pornofilme, keine Sexshops und Rotlichtviertel, keine sexuell aufgeladenen Schimpfwörter. Aufgeklärt wurde ich zumindest in meinem Kinderzimmer nicht.

Wismar

Brüderchen Benny hatte eine Tendenz zum Hängebauchschwein. Zeit meines Lebens möchte ich im Tierpark Berlin eine Patenschaft für eines dieser Tiere übernehmen und es Benny nennen. Als Kleinster und Jüngster der Familie wurde er “Paule Platsch”, der Regentropfen, gerufen. Mich, den aus der Art geschlagenen langen Lulatsch, der für die Eltern und Benny geradezu ausgezehrt wirken musste, rief vor allem Benny ganz aufgeregt bald nur noch “Springginkel” – so hieß die dürre, mürrische Fadennudel in den Geschichtenliedern. Ich konnte damit leben.

Kirschenpflücken mit Annika

In einem FDGB-Urlaub 1983 mit meinen Eltern und Benny, ich war gerade zwölf, traf ich die zwei Jahre ältere Annika. Mit ihren langen, schlanken Beinen war sie ein bisschen größer als ich, hatte schulterlange braune Haare und kastanienfarbene, leuchtende Augen. Nicht nur wenn sie lächelte, war sie das hübscheste Mädchen, das mir bis dahin begegnet war. Wir spielten zusammen Tischtennis, Karten, rannten um die Wette und saßen am Abend auf der Wiese des Sportplatzes und redeten.

An einem der Urlaubstage meldeten wir uns beide freiwillig zur Kirschernte im Ort, während unsere Eltern gemeinsam auf einen Ausflug fuhren. Obwohl es Geld dafür gab, aßen wir die saftigen Früchte lieber selbst und bewarfen uns lachend damit, während wir auf den Bäumen saßen. Als wir am Nachmittag völlig verschwitzt und rot verklebt in unserer Ferienanlage ankamen, fragte mich Annika, ob wir zusammen duschen wollten. Einfach so platzte sie damit heraus. Ich bekam einen Kopf so rot wie die Kirschflecken auf meinem T-Shirt und suchte eilig das Weite.

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Im Zimmer sank ich auf mein Bett. Ich war furchtbar von mir enttäuscht. Natürlich hätte ich dieses wunderschöne Mädchen gerne nackt gesehen. Von nun an schaute ich ständig neugierig auf ihre gewölbte Bluse und träumte von ihrem sonnengebräunten Körper. Doch in ihrer Nähe war ich nervös, schämte mich und wusste nicht wofür. Annika neckte mich nun ununterbrochen. Sie blinzelte mich übermütig an und flüsterte mir nach jedem gemeinsamen Abendbrot in der Hotelhalle ins Ohr, wie erfrischend doch die Dusche in ihrem geheimnisvollen Zimmer wäre. Doch die Tage vergingen, ohne dass ich es auch nur einmal wagte, auf Annikas unmoralisches Angebot einzugehen.

Ausflug an die Ostsee

Freikörperkultur (FKK) in der DDR ist seit jeher ein Mysterium für mich. Ich kann nicht vernünftig erklären, warum meine Landsleute darauf so sehr abfuhren und sich kein bisschen für ihre Blöße schämten. Meinen Mitmenschen im Westen geht es ähnlich wie mir, denn dort herrscht einerseits ein riesiges Interesse an dem Thema, andererseits schüttelt man verständnislos den Kopf, wenn wieder einmal ein Bericht über die ausgelassenen Ossis ohne Badesachen im Fernsehen läuft.

Am vorletzten Tag unseres Urlaubs kamen Annikas und meine Familie auf die Idee, dass wir einmal gemeinsam an die nicht weit entfernte Ostsee fahren könnten. Was mir allerdings nicht klar war: mit getrennten Autos und an verschiedene Strände. Wir fuhren tatsächlich in einer Kolonne bis zu einem Parkplatz im Wald, stiegen aus und verabschiedeten uns in unterschiedliche Richtungen. Annika rief mir hinterher, dass ich gerne einmal auf ihre Seite kommen könnte. Sie würde sich freuen.

Annikas Eltern bevorzugten den FKK-Bereich, während wir natürlich mit extrem breiten Badehosen im Textilsektor lagen. Dennoch, ich war aufgewühlt und neugierig. Ich wollte unbedingt wissen, wie ein junges Mädchen ohne Bikini aussah. Unsere Strände waren nur 300 Meter voneinander entfernt.

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Mutig beschloss ich, auf der Luftmatratze liegend in Richtung FKK-Strand zu paddeln.

Die Badehose – in der Hand

Vom Wasser aus erkannte ich nach einiger Zeit die großen Schilder, die auf das Ende des Textilbereiches hinwiesen. Ich rollte mich von der Luftmatratze ins tiefe Wasser und zog mir umständlich die blaue Badehose herunter. Die Matratze vor mir herschiebend, schwamm ich zum ersten Mal vollkommen nackt an ein Ostseeufer. Unsicher richtete ich mich auf, die Matratze unter dem Arm und in der anderen Hand die geknüllte Badehose. Beides gab mir ein bisschen Schutz vor den Blicken der anderen Badegäste.

Doch niemand interessierte sich für mich, und schon ein bisschen selbstbewusster suchte ich den Liegeplatz von Annikas Familie. Schon von weitem sah ich, dass Annika, als sie mich kommen sah, zu lachen begann. Unsicher grinsend legte ich mich bäuchlings neben sie in den Sand und blinzelte sie an. Auch ihre Eltern schmunzelten. Dann gingen sie ins Wasser. Annika lag auf dem Rücken, den Kopf auf ihren Arm gestützt und redete nun ganz cool mit mir. Bei jedem ihrer Atemzüge bewegten sich die braungebrannten Brüste ein wenig auf und ab. Mir wurde ganz schwummrig und so starrte ich abwärts zwischen ihre Beine auf die volle, dunkelblonde Schambehaarung. Ich konnte mich schon lange nicht mehr umdrehen. Ich hatte eine Erektion, die sich anfühlte, als hätte sie sich tief in den heißen Ostseesand gebohrt.

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Noch Monate später beulte sich meine Hose bei dem geringsten Gedanken an diesen Strandbesuch aus. Mit dem Maßband aus Mutters Nähkasten überprüfte ich nun ständig meinen Entwicklungsstand. Eines Nachts träumte ich von einer engen dampfenden Dusche in einem sommerlichen FDGB-Heim. Ein neckisch blinzelndes Mädchen mit wunderschönen Brüsten drückte sich eng an mich und griff mir behutsam zwischen die Beine. Ich hatte meinen ersten Orgasmus.

Jahre später

Vor nunmehr zehn Jahren wollte ich meine Freundin Sylvie unbedingt einmal auf den Zeltplatz nach Prerow entführen, dem vielleicht schönsten Ostseestrand auf der Darßer Halbinsel. Kilometerlanger, weißer Sandstrand direkt in den Dünen, Meeresrauschen und heimliches Lagerfeuer am Abend inklusive. Obwohl wir recht früh dort ankamen, waren bereits fast alle Plätze belegt, die Rezeption war voller Urlauber, und wir zogen auch noch eine hohe Wartenummer. Um die Zeit zu überbrücken, tranken wir ein frisch gezapftes, köstliches Rostocker Pils.

Ich dachte an Annika. Sie müsste jetzt 29 sein und war sicherlich eine wahre Strandschönheit mit hunderten Verehrern zu ihren Füßen, die ihre braungebrannten Brüste anstarrten. Seit unserer damaligen Begegnung hatte ich sie nicht mehr gesehen und war nie wieder an einem FKK-Strand gewesen.

Als wir endlich unseren Standplatz genannt bekamen, musste ich lächeln. Ich hatte bereits geahnt, dass der Textilbereich ausgebucht sein würde. Diese Wessis!

Lächelnd blinzelte ich meine FKK-unerprobte Freundin aus Westdeutschland an und sagte: “Glück gehabt. Wir sind im wunderschönen Block H, direkt in den Dünen.” Meine Sylvie tat mir ein bisschen leid, so mitten drin in der großen Gemeinschaft der Nackedeis. Am dritten Tag aber schaute sie zum ersten Mal überrascht auf ihre durchgehende Bräune und meinen fast streifenfreien Hintern. Völlig losgelöst sprangen wir nackt in die tosenden Ostseewellen.

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– Annikas Brüste bei Spiegel Online

Bestellen kann man den “Mauergewinner” natürlich bei amazon.de


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O caminho para Brasil

7. September 2012 | von | Kategorie: Fußball-WM 2014

P6250057Der Weg nach Brasilien 2014 – “O caminho para Brasil 2014” – wird also heute erstmals beschritten. Mein sorgenvoller Blick ist sicherlich nicht unbegründet, denn gerade in letzter Zeit hat sich die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft ja nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Sicher, die Färöer-Inseln sollten nicht das Problem sein, aber das darauf folgende Spiel in Österreich ist immens wichtig. Sollte es gewonnen werden, können wir schon langsam mit der Planung unserer WM-Quartiere beginnen. Allerdings habe ich momentan ein eher ungutes Gefühl…

Nee, dass wir ausgerechnet die Quali zur WM in Brasilien nicht schaffen, steht gar nicht zur Debatte. Es könnte aber durchaus ein langer, holpriger Weg werden – “Um longo trajecto, difícil e com contrariedades”.

Mein Fußballbuch zur WM 2014: 90 Minuten Südamerika

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Lesebühne “Die Unerhörten” am 11.10.2012 im Tasso

5. September 2012 | von | Kategorie: Termine

Wann: 20 Uhr
Wo: Café Tasso
Frankfurter Allee 11
Berlin-Friedrichshain
(Nähe U-Bhf. Frankfurter Tor)
Wie: Eintritt frei

Thema: Diva

Stargast: David Wonschewski http://davidwonschewski.wordpress.com

In der römischen Antike standen die Attribute divus und diva nur Göttern bzw. Göttinnen zu, doch diese Zeiten sind längst vorbei. Im Oktober widmen die “Unerhörten” sogar einen ganzen Themenabend den launischen Diven. Besonders freuen wir uns dabei auf unseren Stargast: David Wonschewski!
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David Wonschewski, Jahrgang 1977, war über zehn Jahre als leitender Musikredakteur für einige der größten Radiosender Berlins tätig. Früh mit der Erbarmungslosigkeit und Härte des Mediengeschäfts konfrontiert, interessierte er sich zunehmend für die emotionalen Abgründe seines Business. In seinem Romandebüt „Schwarzer Frost“ geht er der Verrohung einer Branche, dem menschlichen Scheitern sowie dem Phänomen der Depression auf den Grund. Das Buch erscheint am 28. November.

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