Archive for August 2011

Zu viel Alkohol

29. August 2011 | von | Kategorie: Blog

Seit heute gibt es eine sehr ausführliche und ehrliche Rezension auf Abenteuer-Fussball.de
Dieser sehr lesenswerte Blog beschäftigt sich ausschließlich mit der schönsten Nebensache der Welt. In Berichten und Reportagen über das aktuelle Geschehen, aber auch kurzen Einwürfen oder mitunter einem außerplanmäßigen Spezial schreiben die Jungs ihre persönlichen Meinungen nieder.

Ich muss gestehen, dass ich bei meinen neuen Buch schon einige Mal darauf angesprochen wurde, dass an einigen (zu vielen) Stellen, der Alkohol eine übergeordnete Rolle spielt.
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Max von Abenteuer-Fußball.de hat das aber ganz freundlich verpackt, wenn er schreibt:

“…wer ein Buch über den südamerikanischen Fussball erwartet, wird enttäuscht. Es ist ein autobiografischer Reisebericht. Nachdem die erste Verwunderung – ich möchte es bei mir keinesfalls Enttäuschung nennen – gewichen ist, liest man sich schnell ein und es ist wie so oft: Schade, viel zu schnell vorbei. Nur 160 Seiten! Den Schreibstil muss man mögen, doch ich mag ihn. Es gibt nur wenige Passagen im Buch, die sich etwas zäh lesen. Vielleicht hätte man an hier und da auf ausschweifende Beschreibung von Alkoholkonsum und Sexerlebnissen verzichten können – aber irgendwie fügt sich auch das in das Gesamtbild ein. Sieht man davon ab, erfährt man von vielen spannenden Geschichten, einigen grenzwertigen (deutsche Nazis in Südamerika), teilweise lebensbedrohlichen Aktionen. Man bekommt, wenn auch auf Schepperts Art und Weise, einen anderen Blick als bisher gewohnt auf Südamerika. Und darauf, was Fussball eigentlich auch ausmacht: Leidenschaft und Verbundenheit in allen Lebenslagen…”

Um das “Alkoholproblem” vielleicht ein wenig zu relativieren: viele lustige und spannende Erlebnisse sind eben manchmal erst nach den Genuss diverser Getränke passiert – da wollte ich einfach bei der Wahrheit bleiben und mir vor allem im Vorfeld nicht reinquatschen lassen. Vielleicht “too much”, okay ich gebe es zu. Ich muss mir das Buch mal in zwei Jahren anschauen – aber wahrscheinlich werde ich auch dann nichts an den Geschichten ändern – höchstens noch die eine oder andere hinzufügen. Prost!

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Hier gehts zur vollständigen Rezension
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Der feine Unterschied

28. August 2011 | von | Kategorie: 90 Minuten Leseproben, Blog

90_minuten_cover_klIch muss ja zugeben, dass sich mein neues Buch “90 Minuten Südamerika” nicht annähernd so gut verkauft, wie mein Erstling “Mauergewinner”. Wahrscheinlich würden das andere BoD-Autoren als “Klagen auf hohem Niveau” bezeichnen, da 500 Stück in den ersten fünf Monaten gar nicht so schlecht sind, aber ich hatte eigentlich gedacht, dass die Zielgruppe “Reisen und Fußball” wesentlich größer ist, als diejenige, die sich mit der ollen “DDR” auseinandersetzt.

Wie auch immer. Es gab und gibt dennoch ein paar Highlights im Zuge der neuen Buchveröffentlichung: eine äußerst positive Rezension bei „11freunde“, weitere coole Besprechungen bei etlichen bekannten Fußball- und Literaturblogs und in Stadionzeitschriften. Außerdem wurde sogar eine Geschichte bei „Spiegel Online“ publiziert. Hier mehr

Da ich dafür natürlich auch einiges getan habe (z.B. in Form von Besprechungsexemplaren), freue ich mich umso mehr über kleine, unerwartete Reaktionen auf mein Buch. So habe ich gestern beispielsweise eine neue, sehr emotionale Rezension von „90 Minuten Südamerika“ bei Amazon.de gefunden.

Da schreib ein Leser folgendes:

Lahm, Völler, Ballack und Co.

Ich habe das neue Buch von Philipp Lahm noch nicht gelesen, aber die “90 Minuten Südamerika” habe ich gerade von eine Woche beendet.
Mir ist dabei aufgefallen, dass es überhaupt nicht wichtig ist, ob sich die Spieler untereinander verstanden haben oder ob es interne Streitigkeiten bei gewissen Partien gab. Auch, ob die Trainer kompetent genug waren, ist mir eigentlich völlig egal.

Lahm

Für uns Fans (und Mark Scheppert) bleiben einzig und allein die tollen Erfolge von Rudi “Tante Käthe” Völler hängen, die wichtigen Tore von Michael “Ballacki” Ballack bei der Fußball-WM 2002 und der EM 2008 und das fantastische Tor von Philipp “Laaam” Lahm beim Eröffnungsspiel der WM 2006 im eigenen Land. Natürlich spielen Sympathie und Erfolg auch eine Rolle, aber das war die Nationalmannschaft ja gerade in den letzten Jahren: sympathisch und erfolgreich. Zumindest für die Zuschauer!

Wenn sich jemand auf eine lange (sehr witzige und spannende) Reise von 1990 bis zum finalen Erfolg 2014 begeben und all die schönen Momente noch einmal nachempfinden möchte, sollte er dieses Buch unbedingt lesen. Vom mir wärmstens empfohlen.

Hier geht’s zu allen Amazon-Rezensionen

Außerdem, und das war besonders rührend, hat mir eine Frau namens Tina eine Geschichte per E-mail geschickt, die sie als Reaktion auf die „90 Minuten“ geschrieben hat. Wirklich süß und da ich mir die Erlaubnis zur Veröffentlichung eingeholt habe, möchte ich sie Euch auch nicht vorenthalten…

Eine Fußballgeschichte von einer Frau, die nichts von Fußball versteht

Ich weiß, dass das Runde ins Eckige muss, dass es elf Freunde sein müssen und habe ungefähr verstanden, was Abseits ist. Aber eigentlich ist mir Fußball scheißegal. Ich hatte ja auch nicht viel damit zu tun. Meine erste Liebe war zwar Torwart bei irgendeinem Hobby-Verein, aber alle Männer, die danach kamen, hatten mit Fußball nichts am Hut. Bei einem wichtigen Endspiel einer WM oder EM gucke ich schon mal hin. Aber mehr auch nicht,

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Dann kam der Sommer 2006. Fußball-WM in Deutschland.
Ich war schon bedient, noch bevor es überhaupt begonnen hatte. Denn sie hatten meinen Arbeitsweg gesperrt. Wegen der Fan-Meile am Brandenburger Tor war der Tiergarten komplett eingezäunt. Normalerweise fahre ich auf dem Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad quer durch. Nun musste ich morgens einen Umweg machen, auch noch an einer stark befahrenen Straße ohne Radweg.
Mist.
Nachmittags war das Gelände geöffnet. Allerdings kam man nur nach einer Taschenkontrolle durch. Keine Flüssigkeiten, keine spitzen Gegenstände. Als Grundschullehrerin hat man natürlich immer eine Schere in der Tasche.
Mist.
Und dann diese Bekloppten, die hupend mit wehenden Fahnen durch die Straße fuhren. Die Mathearbeit am nächsten morgen konnte ich vergessen.
Mist.
Aber irgendwann steckte die Stimmung in der Stadt an.
Wenn ich nachmittags über die Fanmeile fuhr, sah ich fröhliche Menschen verschiedenster Nationalitäten, bunt gemischt. Bei Deutschlandspielen waren die Verkleidungskreationen preisverdächtig. Zum Beispiel der, mit dem kompletten Fußballfeld als Hut!

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Mit meinen Schülern machte ich Wettlisten, wer richtig getippt hatte, bekam am nächsten Tag einen Bonbon.
Wenn Deutschland ein Spiel gewonnen hatte, stürmte ich auf den Balkon, feuerte ein paar Schüsse aus der halblegalen Halbautomatik in den Himmel. (Eine Packung Patronen war von Silvester noch übrig!)
und beobachtete fasziniert, wie unsere türkischen Mitbürger mit der ganzen Familie in ihre Autos sprangen und sich hupend dem Autokorso auf der Müllerstraße anschlossen.
Ja, ich schaute mir diese Spiele sogar an! Das Elfmeterschießen gegen Argentinien fand ich super spannend!
Und dann kam das Halbfinale. Deutschland gegen Italien. Wir saßen im Garten, mein Mann und ich allein. Laptop und DVB-T machen´s möglich.
Es war spät. Mein Mann schlief schon am Tisch, als die ersten 90 Minuten um waren. Ich war auch müde. Und es war schon dunkel.
Verlängerung.
Kein Tor.
Mann, ich kann nicht mehr sitzen!
Ich will ins Bett!
Noch mal Elfmeterschießen dauert ja wieder ewig!
Bitte nicht!
Also schieß´ doch mal jetzt irgendeiner endlich ein Tor!
Nunja, das haben dann die Italiener getan.
Mist.
Und ich bin Schuld.
Bei dem Spiel Frankreich gegen Portugal traf ich Frank mit seinem portugiesischen Kumpel Miguel am Hackeschen Markt. Wir saßen zusammen im Irish Pub. Portugal hat verloren und Miguel war am Boden zerstört. Wir mussten die halbe Nacht um die Häuser ziehen, um ihn zu trösten.
Das Endspiel erlebte ich in Österreich. Witzig, wie die Österreicher im Radio die WM kommentierten. Sie waren ganz begeistert von der Stimmung in Deutschland.
Italien wurde Weltmeister.

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Aber jetzt weiß ich, dass ich doch nicht Schuld daran bin, dass Deutschland es nicht geworden ist. Ich habe dein Buch „90 Minuten Südamerika“ gelesen.
Nun bin ich beruhigt, denn jetzt weiß ich, dass das Schicksal es erst für 2014 vorgesehen hat, dass Deutschland Fußballweltmeister wird.

Tina

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…wie gesagt, gerade die kleinen Dinge machen den „feinen Unterschied“!
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Generation Wall

23. August 2011 | von | Kategorie: Blog

Generation Wall

(Exerpt)
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…although I visited several countries after the Wall came down, since I was allowed to do so, I didn’t set foot in the USA. This country had formerly been class enemy No. 1, the imperialist exploiting superpower, the evil. For years they had hammered it into my mind: GDR good, USSR very good, FRG bad, USA very bad. Perpetually, we had to be on the lookout against Jimmy Carter and Ronald Reagan and to be prepared to defend ourselves, like the proud Vietnamese did. Travelling into this country? By my own choice? Never!
However, because of a new job I had to visit this country of the unlimited dumb, greedy for profit American people. Despite the prospect to see New York and San Francisco I didn’t enjoy to pack my bags. This trip would only have one positive aspect, to visit one of my mates from old GDR-times in California. This bastard had changed political wings completely and has been living in San Diego for quite a while.

Armee

Our boot camp in 9th grade had not been the first pre-military youth training centre in my life. There had been several Junge Pioniere exercises with the slogan “March for our probation”, where we had to find our way through the woods by using compass and map only. Every twenty minutes a new group started and the first order was “Quick march!” The following assignments were triangle shooting, first aid, to move hand over hand along a rope, hand grenade long throw, and matching maps. At the finish we got tea and solyanka from the field kitchen, and in the afternoon they handed out the badges and certificates on the manoeuvre ball.
In 1986, however, we had to go to the pre-military training camp for two weeks which was run by the East German society for sports and technology. We looked forward to this event, since it was only for the boys, while the girls had to join the boring corpsman class that took place at school at the same time. The guys who didn’t go to the camp because of being in frail health were considered to be the biggest sissies and even the girls laughed at them. The tough guys received their army clothes in the school basement on Tuesday before the trip. On Saturday we met at East Station (Berlin-Ostbahnhof) and felt like elite soldiers of a secret combat unit, since we hadn’t seen each other in these wicked army clothes. The trip to the pre-military training centre took us about one and a half hour. There we met all the other 9th-graders from Berlin and were divided into the different shacks. The competitors of Rosa-Luxemburg-School and the wimps from the school of music Hanns Eisler joined our group of a hundred.
Our petty officer was a chubby man with a rosy looking face who came from Saxony. While at the beginning we had to do 20 press-ups for punishment and long runs through the forests, he became more and more laid-back. Why not? He didn’t have any stress with us. For there were rumours going around the camp that another class had sung the Horst-Wessel-song and beaten up their petty officer so that he ended up in hospital. Consequently, this class were sent home. In contrast to them we were absolutely obedient and good boys. But maybe it was just the case that our petty officer was only too lazy and not in the mood to do more sports. He had to run the same distance as we did and I saw in his face that he absolutely didn’t enjoy it. During the breaks he smoked three cigarettes at the same time where normal people could only smoke one. And although he came from Saxony, he wasn’t about to hassle the boys from Berlin. Luckily, he was a decent and fair superior.

Camp

Just before the trip to the pre-military training centre I had seen the movie The Great Escape with Steve McQueen – obviously in the West German TV-channel ARD – and being very enthusiastic about this film I took one utensil with me into the camp – a ball. In the movie it was a baseball which Captain Virgil Hilts “The Cooler King” threw against the walls for hours. My ball was only a tattered, grey East German tennis ball. I took it with me wherever we went, on the marches, to the runs in the forests and to the musters. I was always playing with it.
During a break in the forest Bergi came to me with a massive limb of a tree and asked me to throw the ball. Tremendously he blasted it at least 60 metres away into the woods. Naturally, it didn’t take much time until the others also wanted to have a try. But Bergi used his monopoly position to hand the bat over to only two other people, until he hit it for the second time. My position was even superior – I was “The Cooler King”, since I owned the ball!

Holigan

We started to play baseball, even though nobody knew the rules. So we adapted the rules from burning ball that we had played several times in PE. One team had to hit and run while the other one occupied the four corners and the rest of the playing surface, then tried to catch the ball as fast as possible and throw it back to the fielder. If the batsman managed to run around the field, he would receive one point. In case the ball reached the catcher earlier or the batsman didn’t stop at one of the corners on time, he would have been out. After one round teams changed positions. Soon we played this wicked game during every single break.
At first our petty officer was lying in the meadow, smoked his cigarettes and watched this horseplay. We really had good fun. Soon some of us turned out to be absolutely talented and real specialists. Some hit the ball very high, far away or very precisely into one corner and it disappeared in the woods. Some others sprinted very skilfully to catch the ball and tossed it directly back to the fielder with enormous power. Moreover, the catcher had already tinkered himself a huge glove. I wasn’t very good at all, neither with running nor with throwing or catching the ball I was a help for my team. Nevertheless, I owned the ball!
On the next day, nearly everybody had his own bat and the following evenings all the boys carved, filed and polished their wooden sticks. After one week most of the clubs looked like real baseball bats. The second day already our petty officer couldn’t just watch the match, he wanted to join. Probably, it was good luck that during his second attempt he hit the ball so perfectly that it disappeared in the woods, and he jogged around the field with a huge smile in his face making his first point.

jungs

From now on we didn’t do anything except the official sports competitions, the daily musters, and our baseball matches.
In the middle of the forest we had found a glade where we built our own field having proper corner flags and marking lines. Meanwhile, we all had our own little idiosyncrasies, how to put on the kepi, how to swing the bat or what a cool sentence one had to say before hitting the ball. In the middle of the socialist sister state forest of the GDR we practised an all-American game. We appreciated this unbelievable liberty outside of our barbed wire fenced barracks.
For any reason we didn’t go into the forest on the last but one day of our pre-military training camp and everybody seemed to be very unbalanced and even petulant. Suddenly, some of the boys asked me to go to the sports ground of the camp to play. The news about the match got around rapidly and 20 people grabbed their bats and went to the field. Normally the sports ground was quite crowded with people playing football. But fortunately nobody was there when we arrived. We marked the corners with some pieces of clothing and picked the two teams. During the last one and a half week we improved a lot. Hitting, running, throwing and catching appeared to be very professionally. The kepis and cool sentences were perfectly set. I was in the catching team and concentrated obsessively on the ball and the whole match, like my team-mates. Thus, I didn’t notice that more and more boys from other groups of a hundred came to watch curiously what was going on here. When suddenly Bergi hit the ball fantastically and unreachably for everybody, 300 people cheered from the sides, and I almost couldn’t hide my tears of emotion. Although the match was immediately closed by some officers of the National People’s Army, we had been the baseball playing heroes of the camp for one moment. We had won the hearts of nearly all the people in the barracks.
Every day we were reminded to be prudent and companionable here in the pre-military youth training centre. And they had reached their aims. None of the 20 baseball stars – not even our section commander Lars – had ever revealed that we didn’t do anything else but playing pre-military training camp baseball in these two weeks. With my ball!

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At the terminal in Los Angeles my friend Matze gave me a hug and smiled. We went to his gigantic, black SUV, where there was enough space for at least eight people. Then we went straight along the coast to San Diego. A pleasant sea breeze blew from the blue Pacific Ocean and Nirvana was played on the radio as if on cue. My friend pointed at the glove locker. Obediently I pressed the button. Matze knows a lot about me, also that I am a sport fan. However, I hadn’t told him the story of my 9th grade pre-military training camp baseball experience. In the glove locker I found two tickets for the Major League Baseball – a marvellous welcome gift.

More?

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Brasilien ist Weltmeister

22. August 2011 | von | Kategorie: Fußball-WM 2014

1. Lulu - linksSie können es also doch noch und besonders in Hinblick auf die Fußball-WM 2014 ist der Gewinn der FIFA U-20-WM in Kolumbien sicherlich ein großer Lichtblick für das ganze Land.
Ich habe mir ein paar Spiele angeschaut und denke, dass wir tatsächlich einige der Jungs 2014 wiedersehen werden. Das 3:2 im Finale gegen Portugal war Klasse, aber auch das spannende Viertelfinale gegen Spanien hat mir sehr gefallen. Die haben da schon einen ganz guten Ball gespielt.
Damit ich später mal nachschauen kann, wer es tatsächlich ins Männerteam geschafft hat, stelle ich hier auch den Kader der U-20-Brasilianer ein:

Torhüter
1 GABRIEL
12 CESAR
21 ALEKSANDER
Verteidiger
2 DANILO
3 BRUNO UVINI
4 JUAN JESUS
6 ALEX SANDRO
13 FRAUCHES
15 ROMARIO LEIRIA
16 GABRIEL SILVA
17 GALHARDO
Mittelfeldspieler
5 FERNANDO
7 DUDU
8 CASEMIRO
10 PHILIPPE COUTINHO
11 OSCAR
14 ALLAN
18 ALAN PATRICK
Stürmer
9 WILLIAN
19 HENRIQUE
20 NEGUEBA
Trainer
FRANCO Ney

Wir sehen uns 2014 in Rio de Janeiro.

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„Unter Wölfen“

19. August 2011 | von | Kategorie: Blog

Unter WölfenIn der aktuellen Ausgabe des Magazins des VfL Wolfsburg „Unter Wölfen“ gibt es eine schöne Rezension zu meinem aktuellen Buch „90 Minuten Südamerika“, die ich extra mal abgeschrieben habe, damit sie auch die Besucher meiner Seite lesen können.
Schön, dass sich also auch ein Bundesliga-Verein die Mühe gibt, sich mit Fußballbüchern zu beschäftigen, die sich nicht unmittelbar mit ihrem Club befassen.

Hier die Rezi:

…„90 Minuten Südamerika“…klingt nach Fußball. Kicker vom Zuckerhut in Brasilien. Kinder, die am Strand an der Copacabana barfuss Fußball spielen. Doch das Werk von Mark Scheppert ist mehr als nur ein Fußballbuch.
Themen, die in typischen Exemplaren kaum Beachtung finden, werden aufgegriffen und erzählt.
In vielen Reiseerlebnissen geht es um viel mehr als nur das Runde: ein bisschen Liebe, viel Freundschaft, Enttäuschungen, Sehnsüchte und die Suche nach dem Glück. „Für mich ist es ein persönlicher Reiseführer, ein Reiseführertagebuch, bei dem der Fußball eine immer größer werdende Rolle spielt.“, beschreibt Scheppert sein Werk.
Auch wenn man selbst noch nicht in Lateinamerika war, hat man nach „90 Minuten Südamerika“ das Gefühl, man wäre vor Ort gewesen.
Von Argentinien bis Venezuela lernt man Länder kennen und möchte sich selbst auf die Reise nach Südamerika begeben. Fußballfans haben auch schon bald eine Gelegenheit hierfür. Die WM 2014 in Brasilien steht an. Laut Schepperts innerer Stimme soll es für deutsche Fußballfans eine besonders freudige Weltmeisterschaft werden.
Wenn das wahr wird, dann gibt es bereits einen Treffpunkt in Brasilien, wo gefeiert wird. Wo genau und weitere Orte, die unbedingt besucht werden sollten, lernt der Leser in „90 Minuten Südamerika“ (ISBN: 987-3-8423-5336-7) ganz genau kennen.

Rezi

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Unsere Lesebühne “Die Unerhörten” am 18.08. in Berlin

15. August 2011 | von | Kategorie: Blog

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Wer: Die Unerhörten
Wann: 21 Uhr
Wo: Ori-Berlin
Bar-Gallerie-Projektraum
Friedelstraße 8
Berlin-Neukölln
(Nähe U-Bhf. Hermannplatz)
Wie: Eintritt frei

Thema: Auswärtsspiel

Das Thema ist nicht wortwörtlich zu nehmen, denn eigentlich ist es lediglich für unsere Friedrichshainer Lesebühne ein “Auswärtsspiel”. Wir werden im Ori in Neukölln daher eine Art “Best-of” unserer Texte präsentieren und versprechen Euch einen sehr unterhaltsamen Abend!

(Das ORi ist eine Bar-Galerie, die von sehr engagierten Menschen als Do-It-Yourself- und Low-Budget-Projekt betrieben wird, ein eher kleiner, aber sehr schöner Ort in Königsblau mit edler Wohnzimmer-Atmosphäre)

Wie immer: bitte weitersagen und auch mal nach Neukölln fahren. Ist schön dort!

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Mauergewinner – Kindheit in der DDR

13. August 2011 | von | Kategorie: Blog

IMG_7336Viele ehemalige Westberliner erzählten mir noch lange nach der Wende, dass sie mit der Berliner Mauer auch einige wenige positive Dinge verbanden. Sie gaben mir zwar alle Recht, dass dieses Monstrum 28 Jahre lang für Teilung und Leid, für Verfolgung und Tod stand, doch in einigen Stadteilen sei es damals einfach wesentlich beschaulicher zugegangen. Eine alternative Kiezkultur zerbrach. Dennoch waren wir uns 1989 alle einig gewesen – das Ding musste weg. Sofort!

Schnell hatte man überall ganze Grenzanlagen und Wachtürme gesprengt und die Mauer selbst wurde in kleinen und großen Stücken verscherbelt. Auch der Abschnitt zwischen dem ehemaligen Grenzübergang an der Oberbaumbrücke in Richtung Ostbahnhof wäre fast abgerissen worden. Immer lauter wurden die Rufe, den Grenzwall zu beseitigen und manche schrieben ihren Hass in großen Lettern an die weißen Wände. Nur wenige erhoben damals ihre Stimme, sie als Mahnmal Steingewordener Erinnerung stehen zu lassen. Niemand dachte daran, dass aus Berlin einmal eine Weltstadt werden und dieser geschichtsträchtige Ort Millionen von Touristen anlocken könnte, die dann fragen würden: „Und wo ist die Mauer?“

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Ich beobachtete mit eigenen Augen wie schließlich tausende Liter Farbe den Ruf nach Demontierung übertünchten. Zu lesen war 1990 plötzlich: „Ich habe die Mauer der Schande bemalt. Berlin: Meine Farbe und all meine Zuversicht schenke ich als freier Mann Dir“. 118 Künstler aus 21 Ländern gaben dem hässlichen Steinmonument ein neues, ein buntes Gesicht. Die Bilder vom knutschenden Breschnew mit Honecker oder des Trabis, der die Mauer durchbricht, zogen sofort die Massen an. Der größte noch vorhandene Abschnitt des „antifaschistischen Schutzwalls“ wurde zur längsten und ungewöhnlichsten Mauergalerie der Welt. Ich war regelrecht stolz auf das neue Kunstwerk in „meinem“ Friedrichshain, denn über die „alte Mauer“ konnte ich wahrlich nichts gutes berichten. Lediglich ein einziges Mal…

Die Spartakiaden waren wichtigste sportliche Wettbewerbe für Kinder und Jugendliche der DDR. 1981 ging es nach Schulschluss zum Lasker-Sportplatz in die komplett andere Ecke meines Bezirkes. Ich aß zu Hause noch schnell eine Stulle; in meinen Stoff-Turnbeutel packte ich nur einen Apfel und ein Handtuch, da ich die Sportsachen gleich anzog. Ausgerechnet drei Leute aus der Parallelklasse 4 A waren meine Mitstreiter im Staffellauf. Wir aus der B-Klasse hänselten sie immer mit dem Spruch: „A wie Arschloch, B wie besser“. Matthias, Enrico und Thomas schauten mich schon an der Bushaltestelle, wo wir uns sammelten, abwertend an und riefen „A wie artig, B wie blöde“ zu mir herüber.

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Wir mussten gemeinsam in den Bus am Volkspark Friedrichshain einsteigen und fuhren vorbei am Leninplatz, über die Karl-Marx-Allee und den S-Bahnhof Warschauer Straße in die Persiusstraße. In Höhe des Bahnhofs, als der Bus in die Stralauer Allee einbog, zog diese schier endlos erscheinende weiße Mauer an uns vorbei. Ich kannte diesen Abschnitt. Wir fuhren hier immer mit den Eltern entlang, wenn es in die große weite Welt nach Dresden, Zwickau und Karlovy Vary ging. Es war für mich eine ganz normale Mauer, wie vor einem Kombinat oder einer Militäranlage der NVA und ich wusste lange nicht was sich tatsächlich dahinter befand.
Eine Weile starrte ich aus dem Fenster, und da niemand mit mir sprach, stand ich von meinem Sitz auf und ging hinüber zu unserem Lehrer Herrn Pinka. Ich setzte mich neben ihn und hoffte, dass er mich erkennen würde, aber er beachtete mich nicht. Stattdessen blickte auch er nur verdrossen auf die grauen vorbeiziehenden Häuser. Obwohl ich ihn als recht ehrgeizig und zielstrebig in Erinnerung behalten habe, gab es bei meiner ersten Spartakiade keine taktischen Anweisungen, keine motivierenden Ansprachen im Vorfeld. Wir fuhren einfach nur schweigend eine lange, hohe Mauer entlang, auf dem Weg zum Wettkampf der Besten.
Die Sportanlage war grauenhaft. Eine Vierhundert-Meter-Aschelaufbahn, umrahmt von einem hohen zehnstöckigen Neubaublock, der Straße und einer verfallenen Tribüne aus kaskadenförmig angeordneten Betonsockeln. Jenseits dieser Empore gab es eine ungepflegte Rasenfläche, wo sich die Schüler aus den verschiedenen Schulen sammelten. Unsere Schultrikots bestanden aus einer weißen Turnhose und einem ärmellosen gelben Hemd, auf dem das Emblem der „Käte-Duncker-Oberschule“ aufgenäht war. Ich kenne bis heute kein anderes Sport- oder Fußballteam, das diese grässliche Farbzusammenstellung gewählt hätte. Das einzig Positive für uns Kinder war, dass wir unsere Schulkameraden immer recht schnell im Gewühl wiederfanden und die anderen wussten: „Da kommen die Pfeifen aus der Käthe!”

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Die hundert aufgeregt plappernden Kinder ließen meine Anspannung ins Unermessliche steigen. Ich setzte mich nervös auf den Rasen neben meine mich ignorierenden Kameraden aus der A-Klasse. Dann wurden die Teilnehmer des 4×100-Meter-Laufs aufgefordert, Aufstellung zu nehmen. Als ich an meine Position ging, packte mich das Lampenfieber endgültig. Plötzlich brüllte auch Herr Pinka irgendwelche Dinge, die ich hier hinten wegen des lauten Publikums nicht verstand. Meine Konkurrenten und Mitstreiter an der 3. Stelle lachten mir fies ins Gesicht. Zum Glück waren meine Eltern nicht dabei, dachte ich, denn die Situation war ganz und gar nicht mit den Staffelrennen, die wir untereinander in unserer Schulsporthalle veranstalteten, zu vergleichen. Dort war ich ein strahlender Siegertyp und hier, bei meinem ersten richtigen Wettkampf, ein jämmerlicher Waschlappen.
Ich bekam Magenschmerzen. Als ich auf meine Startposition ging, wurden daraus richtige Krämpfe. Nur ein Pups konnte mich jetzt noch retten. Augenblicklich spürte ich, dass dies keine gute Idee gewesen war. Zeitgleich mit dem krachenden Startschuss hatte ich mir in die Hose gemacht.
Es dauerte etwa dreißig Sekunden, bis Matthias auf Enrico gewechselt hatte, dieser bei mir war und mir schreiend den Stab in die Hand schlug. Irgendwie schaffte ich es, auch in dieser misslichen Lage zu laufen. Ich war sogar schneller als sonst.

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Auf dem vierten Platz hatte ich übernommen und schaffte es tatsächlich auch an dieser Position liegend, an unseren Schlussläufer Thomas zu übergeben. Am Ende wurden wir Fünfte von sechs Staffeln in diesem Vorlauf und schieden wie alle anderen Staffeln unserer Schule aus.
Voller Scham verkroch ich mich in die letzte Ecke. Zum Glück gab es für uns und den frostig dreinschauenden Herrn Pinka heute keine Urkunden und Medaillen. Mir waren diese auch völlig egal geworden, ich wollte nur noch weg. Trotzdem dauerte es gefühlte Stunden, bis ich es endlich geschafft hatte, mich von unserem Lehrer und meinen Mitläufern zu verabschieden. Ich sagte, dass ich noch einen Onkel in dieser Gegend besuchen müsste und war augenblicklich verschwunden. Natürlich konnte ich mit voller Hose nicht mit dem Bus zurück fahren.
Den Tränen nahe, rannte ich einfach drauflos. Bereits nach fünf Minuten merkte ich allerdings, dass ich mich vollkommen verlaufen hatte. Plötzlich stand ich vor dieser riesigen weißen Mauer und wusste nicht, ob ich nach rechts oder links laufen sollte. Ich begann zu heulen, entschied mich für eine Richtung und lief los, immer entlang an dem hohen weißen Ungetüm. Es war „die Mauer“, doch kein Grenzsoldat oder hilfsbereiter Volkspolizist nahm mich, den kleinen, traurigen Jungen, wahr und tröstend in den Arm. Niemand meinte es gut mit mir. Plötzlich erblickte ich den Fernsehturm, und als ich die Jannowitzbrücke erreichte, erkannte ich freudestrahlend den weiteren Weg nach Hause. Ich musste jetzt nur noch rechts in die Straße zum Kino International abbiegen und dann ging es immer geradeaus zur Mollstraße.

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Nach einer dreiviertel Stunde war ich endlich angekommen, zog mich in Windeseile aus, schmiss die Turnhose und meinen Schlüpfer sofort in den Müllschlucker und legte mich in unsere Badewanne. Kein einziger Mensch hatte mein Malheur mitbekommen. Ich war so glücklich, wieder sauber und daheim zu sein und dachte an diese endlose weiße Wand. Sie war mein Wegweiser gewesen, ohne sie hätte ich mich heillos in dieser riesigen Stadt verlaufen. Die Staffel war verloren, doch die Mauer hatte mich nach Hause geführt. Ich war Mauergewinner!

Das 1,3 Kilometer lange Stück steht noch heute. Ich freute mich 2009 über die Restaurierung des denkmalgeschützten Abschnitts – längst weltbekannt als „East Side Gallery“ – denn bis vor zwei Jahren war sie weder weiß noch bunt. Autoabgase von Millionen Fahrzeugen, Regen, Frost und Farbanschläge hatten die Bilder bis zur Unkenntlichkeit entstellt. An vielen Stellen hackten Touristen große Löcher in die Wände, nur um ein Stück Erinnerung mit in die Heimat zu nehmen.

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Wenn ich heute manchmal in die S-Bahn steige, werde ich von aufgeregten Menschen aus England, den USA oder Brasilien gefragt: „Und wo ist die Mauer?“ Mit einem Lächeln deute ich nach links und denke: ‚Vielleicht können sie ihren Kindern ja einmal erzählen, warum und wieso „die“ da steht und damit vieles mehr von einem Abschnitt bedeutender und oftmals sehr trauriger deutscher Geschichte.’
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Die Mauer ist also nicht gänzlich in Berlin verschwunden und besonders hier in Friedrichshain ein großer Touristenmagnet. Sie ist zu unser aller Glück überall passierbar und steht nun in meinen Augen als Sinnbild für grenzenlose Freiheit.

Und verlaufen kann man sich zwischen Oberbaumbrücke und Ostbahnhof noch immer nicht!

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Deutschland-Brasilien 3:2

11. August 2011 | von | Kategorie: Fußball-WM 2014

P6250041Nun gut, das gestrige Spiel in Stuttgart gegen Brasilien wurde gewonnen. Es war nicht nur wegen der vielen Tore eine ganz manierliche Partie, aber wir sollten nicht vergesssen, dass es nur ein “Freundschaftsspiel mit Heimvorteil” war.
Im WM-Finale 2014 im Maracana von Rio de Janeiro wird ein Land mit 180 Millionen wie ein Mann hinter ihrer Mannschaft stehen – will sagen: es wird für Deutschland dann um einiges härter.
Allerdings haben wir bei einer Fußball-WM erst einmal gegen Brasilien gespielt (2002 im WM-Finale). Es ist daher noch eine Rechnung offen!

Hier mal die Bilanz gegen Brasilien seit 2002:

10.08.2011
Stuttgart Deutschland – Brasilien 3:2
Freundschaft
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25.06.2005
Nürnberg Deutschland – Brasilien
Confederations Cup, Halbfinale 2:3
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08.09.2004
Berlin Deutschland – Brasilien 1:1
Freundschaft
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30.06.2002
Yokohama Deutschland – Brasilien 0:2
WM-Finale
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In Berlin 2004 zur Eröffnung des renovierten Olympiastadions war ich bereits anwesend. Wird Zeit, dass ein weiteres Spiel dazukommt – spätestens 2014 wird es hoffentlich soweit sein…

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Fußball-WM 2014 in Brasilien

10. August 2011 | von | Kategorie: Fußball-WM 2014

Nadja 3 BrasiliSeit heute habe ich die neue Rubrik “Fußball-WM 2014” in meinen Blog integriert. Grundsätzlich will ich hier öfter einmal ein paar Zeilen schreiben, was es Neues gibt auf dem Weg zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien.

Heute, vor dem Spiel gegen den Rekordweltmeister aus dem Land des Zuckerhuts, fehlt mir leider die Zeit, etwas Vernünftiges zu verfassen, da das Match gleich angepfiffen wird. Urspünglich wollte ich ja nach Stuttgart fliegen, doch dann stellte sich heraus, dass es doch nicht das Abschiedsspiel von Michael “Ballacki” Ballack werden würde und ich verwarf den Plan wieder. Bin wohl doch ein Unverbesserlicher, da ich noch immer viel von dem Typen halte (und er einiges zu meiner Begeisterung für die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft beigetragen hat).

Wie auch immer: damit es dennoch etwas zu lesen gibt, stelle ich hier noch einen Artikel von mir ein, der vor ewigen Zeiten bei Spiegel Online erschienen ist.
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Einfach anklicken: Gott ist Brasilianer
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